Heute sind wir schon am Ende des diesjährigen NFL Previews angelangt und blicken nun auf die AFC East. Hier finden wir den Topfavoriten der Saison, einen weiteren Playoff-Kandidaten, eine schwer einzuschätzende Truppe und ein Team im abermaligen Umbruch.
New England Patriots
Die Niederlage nach großer Führung im AFC Championship Game in Indy war sehr schmerzhaft und zeigte die Schwächen des Teams gnadenlos auf. Doch anstatt Trübsal zu blasen, stürzten sie sich auf den Markt und verstärkten sich wie noch nie während der Free Agency!
Offense
Der wichtigste Mann der Offense ist natürlich Quarterback Tom Brady, an dem es sicher nicht lag in besagtem Playoff-Spiel! Vor ihm sieht die O-Line ebenfalls unverändert aus, doch neu sind die Wide Receiver. Genau genommen haben die Patriots eine komplett neue Receiver Mannschaft eingekauft! Der sicherlich beste von ihnen ist Randy Moss, der nach zwei Jahren Oakland nun sicherlich wieder top motiviert auf dem Platz stehen wird, denn jetzt gibt es berechtigte Hoffnung, dass er mit einer Topleistung etwas erreichen kann. Auf der anderen Seite steht Donte' Stallworth, der als Free Agent aus Philadelphia nach Massachusetts kam. Des Weiteren verpflichtete man den Ex-Bengal Kelly Washington und tradete für Wes Welker mit den Dolphins. Zusätzlich dazu behält man noch Chad Jackson und Jabar Gaffney, entließ aber gestern Reche Caldwell, der mit seinen fallen gelassenen Bällen in Indy maßgeblich am Aus beteiligt war.
Daniel Graham ist nun in Denver, so dass Ben Watson endgültig der Starting Tight End ist. Als Backups verpflichtete man Kyle Brady aus Jacksonville und hat ohnehin noch David Thomas.
Dann verlies Corey Dillon auf eigenen Wunsch das Team, so dass Laurence Maroney nun die klare Nummer eins als Running Back ist. Dahinter werden aber auch Sammy Morris (ehemals Miami) und Kevin Faulk ihre Carries bekommen. Fullback bleibt Heath Evans.
Defense
Die erste Hiobsbotschaft ist, dass Defensive End Richard Seymour zunächst auf der PUP-List (Physically unable to Perfom) starten wird, so dass die D-Line aus Ty Warren, Vince Wilfork und Jarvis Green besteht. Doch besser wird es, wenn man auf die Linebacker schaut, denn dort gelang den Patriots direkt zu Beginn der Free Agency ein wohl noch größerer Coup als mit der Verpflichtung von Moss, denn man konnte mit Adalius Thomas den wohl besten Defensivspieler auf dem Markt holen.
Er wird auf diversen Positionen spielen, als Inside und Outside Linebacker, im Pass Rush und in Coverage Situationen – er ist das komplette Paket! Neben ihm finden sich noch Rosevelt Colvin, Mike Vrabel und Tedy Bruschi, sowie Junior Seau, der seine 18. Saison begeht und endlich einen Titel gewinnen will.
In der Secondary ist Strong Safety Rodney Harrison für die ersten vier Spiele wegen der Einnahme von Wachstumshormonen gesperrt, so dass James Sanders an Stelle seiner beginnen wird. Neben ihm spielt Eugen Wilson und da Asante Samuel seinen Vertrag nun doch noch unterschrieben hat, sind die Cornerback-Positionen ebenfalls top besetzt.
Special Teams
Stephen Gostkowski ist weiterhin der Kicker, während Chris Hanson den Job des Punters übernimmt, nachdem er sechs Jahre in Jacksonville spielte. Returner ist jetzt Wes Welker, eine Rolle, die er in Miami schon ziemlich gut ausfüllte.
Fazit
Die Patriots sind in allen Belangen "locked and loaded" und bereit für die Schlacht. Dies ist das Team, das man schlagen muss, um den Super Bowl zu gewinnen, ob dies aber irgendjemandem am Ende gelingen sollte, halte ich für sehr unwahrscheinlich.
New York Jets
Die Jets hatten eine ziemlich gute letzte Saison und das lag zum einen an der Defense, die dank Eric Mangini sehr stabil wurde und zum anderen an der von Chad Pennington geführten Offense. Sie erreichten die Playoffs und schieden dort gegen die Patriots aus.
Offense
Die Offensive Line um Center Nick Mangold und Left Tackle D'Brickashaw Ferguson dürfte auch in diesem Jahr souverän dem Quarterback den Rücken freihalten. Der ist wieder Chad Pennington, dessen Schulter im letzten Jahr hielt und es hoffentlich auch in dieser Saison tut. Seine besten Passoptionen sind die Wide Receiver Laveranues Coles und Jerricho Cotchery.
Zudem hat man nach dem endgültigen Karriereende von Curtis Martin mit Thomas Jones einen neuen Running Back verpflichtet. Ein Deal, der den Chicago Bears wohl nochmal leidtun wird.
Defense
In der Defensive Line sticht Kimo Von Oelhoffen heraus, während Linebacker Jonathan Vilma der Star der Defense ist. In der Secondary finden sich Star Safety Kerry Rhodes und der 12. Pick im diesjährigen Draft, Cornerback Darrelle Revis aus Pittsburgh.
Special Teams
Kicker ist Mike Nugent, Punter Ben Graham und für die Returns sind Tim Dwight und Justin Miller zuständig.
Fazit
Durch Thomas Jones ist das Team besser geworden und somit sollten auch in diesem Jahr die Playoffs möglich sein, allerdings muss man bedenken, dass die Konkurrenz diesmal nicht so fest schlafen wird wie zuletzt…
Buffalo Bills
Die Bills gewannen im letzten Jahr sieben Spiele und landeten damit – w sie seit Jahren verkehren – im Niemandsland.
Offense
Die O-Line hat keine besonderen Spieler aufzuweisen, wohingegen Lee Evans und Peerless Price ganz gute Wide Receiver sind. Man muss aber sehen, welchen J.P. Losman wir als Quarterback sehen, den katastrophal schlechten oder den recht guten…
Dahinter finden wir Marshawn Lynch, den Star Running Back und Erstrundenpick aus California. Er war nach Adrian Peterson der zweitbeste Running Back im Draft und sollte den Fans im Bundesstaat New York viel Freude bereiten.
Defense
In der D-Line geben Larry Tripplett und Aaron Schobel den Ton an, während dahinter alle Augen auf Rookie Linebacker Paul Posluszny von der Penn State gerichtet sind. Er könnte ein Steal gewesen sein, denn obwohl man ihn eigentlich bei vielen Mock Drafts in der ersten Runde gesehen hatte, konnten die Bills ihn mit dem zweiten Pick in Runde zwei angeln.
In der Secondary sehen wir mit Terrence McGee einen ziemlich guten Cornerback und Strong Safety Donte Whitner geht in sein zweites Jahr und das sollte vielversprechend sein, denn schon im ersten brachte er es auf 106 Tackles.
Special Teams
Der Kicker ist Ryan Lindell, der Punter Brian Moorman. Die Returner sind Roscoe Parrish und Terrence McGee.
Fazit
Die Bills werden auch in diesem Jahr wieder so ca. fünf bis sieben Spiele gewinnen, also sich keinen Schritt vorwärts bewegen.
Miami Dolphins
Die Dolphins hatten eine richtig schlechte Saison und konnten nie an die gute Form zum Ende des Vorjahres anknüpfen. Sie landeten mit 6-10 auf dem letzten Platz der Division und machten dann auch im Draft keine sonderlich gute Figur…
Offense
Die Dolphins hatten den neunten Pick im Draft und die Chance, mit Brady Quinn einen neuen Franchise Quarterback zu holen, doch stattdessen holten sie mit Ted Ginn Jr. (Ohio State) einen Wide Receiver, der seine Qualitäten vor allem als Returner hat und das mit dem neunten Pick! Wenn man jetzt noch bedenkt, dass zu diesem Zeitpunkt schon klar war, dass man Daunte Culpepper nicht behalten würde, war diese Entscheidung noch dämlicher.
Stattdessen setzt man auf den 37-jährigen Trent Green, bei dem nicht mal klar ist, ob er sich wirklich vollends von seiner schweren Gehirnerschütterung im letzten Jahr erholt hat und wieder der alte wird. Die Starting Wide Receiver sind Marty Booker und Chris Chambers, der im letzten Jahr alles andere als zuverlässig spielte.
Running Back ist immer noch Ronnie Brown, sein Backup ist Lorenzo Booker von der Florida State.
Defense
Die Dolphins spielen wahlweise in einer 4-3 oder 3-4 Defense, die entscheidenden Leute sind aber in jedem Fall Defensive End Jason Taylor, der auch als Outside Linebacker spielen kann und Middle Linebacker Zach Taylor. Eine wichtige Verstärkung ist zudem Outside Linebacker Joey Porter, auf dessen Dienste die Pittsburgh Steelers keinen Wert mehr legten, was vor allem am Gehalt gelegen haben könnte.
Generell ist aber die Defense der Dolphins das Prunkstück des Teams, wohingegen die Offense sich steigern muss.
Special Teams
Kicker ist Jay Feely und um den Job des Punters kämpfen Ryan Flinn und Brandon Fields. Der Returner ist, wie schon erwähnt, Ted Ginn Jr.
Fazit
Mal sehen, wie Cam Cameron mit seinem neuen Team und der Offense mit Trent Green klarkommt. Er ist aber in jedem Fall prädestiniert dafür, aus dieser etwas zu machen, denn als Offensive Coordinator der San Diego Chargers war er ja auch recht erfolgreich. Playoffs sind aber eher kein Thema in Florida…