Freitag, 14. Dezember 2007
College Bowl Tippspiel
Ich hab mal ne Gruppe aufgemacht, bei Interesse, kommt einfach rein!
Die Daten:
Link: http://football.fantasysports.yahoo.com/bowl
ID: 33540
Passwort: digi
Freitag, 7. Dezember 2007
Letzte Chance?
Am Sonntag empfangen die New England Patriots die Pittsburgh Steelers und wenn man sich den restlichen Spielplan der Patriots anschaut, dann könnte dies für die Konkurrenz schon die letzte Chance sein, dieses Team zu schlagen, denn sein wir ehrlich, weder die Jets noch die Dolphins haben auch nur annähernd eine realistische Chance, etwas zu reißen, wie die vorherigen Begegnungen gezeigt haben. Am letzten Spieltag muss man noch zu den Giants und auch diese könnten gegen New England gewinnen, aber auch nur dann, wenn Bill Belichick tatsächlich mal seine Topleute schont, wie er es schon früher hätte tun können…
Also konzentrieren wir uns auf diesen Sonntag, denn Pittsburgh wirkt wieder stark in diesem Jahr, auch wenn sie schon unnötige Niederlagen (z. B. gegen Cleveland) einstecken mussten, die ihren Gesamteindruck deutlich schmälern, aber in jedem Fall scheinen sie besser zu sein als die Eagles und Ravens, die jeweils nah dran waren in den letzten beiden Wochen, den Patriots die erste Niederlage beizubringen. Doch knapp vorbei ist auch im Football daneben und daher sind nun die Steelers die letzte Hoffnung für die Liga und für die Mitglieder der 1972 Dolphins, die bisher als einzige eine perfekte Saison hingelegt hatten. Sie waren am Montag schon kurz davor, die Champagner Korken knallen zu lassen, mussten die Flaschen dann aber doch wieder auf Eis legen.
Doch wie soll man dieses Team schlagen? Mit schnellem Offensivspiel, bei dem man mit viel Risiko versucht, den Rhythmus der Defense zu stören und die Offense mit einer engen Passverteidigung vor allem gegen Randy Moss? Die Eagles haben es versucht und letztlich verloren, weil Tom Brady dann eben auf Wes Welker als Option Nummer eins umgestiegen ist und die Defense irgendwann doch konsequenter und effektiver wurde.
Eine andere Variante ist es, konsequent über den Lauf Druck auszuüben, damit hatten die "Pats" gegen Baltimore große Probleme und auch Willie Parker könnte in diese Kerbe schlagen. Am Ende konnte New England aber auch diese Läufe (von Willis McGahee) stoppen. Defensiv brachte man extrem viel Druck auf den Quarterback, worauf sich die Patriots erst spät einstellen konnten. Letztlich reichte aber auch diese Herangehensweise nicht, um das Spiel zu gewinnen. Das lag auch an Disziplinlosigkeiten der Ravens, die sich durch diverse unnötige Strafen das Leben selbst schwer machten und als Resultat daraus, den Gegner am Leben erhielten (vor allem bei vierten Versuchen…). Aber es lag auch daran, dass die Patriots am Ende doch wieder energisch wurden und nicht aufgaben. Man muss eben ganze 60 Minuten spielen, um überhaupt eine Chance zu haben!
Die Steelers werden sicher ein Problem für Tom Brady und sein Team, denn sie haben die statistisch gesehen beste Defense der gesamten NFL und sind damit natürlich ernst zu nehmen. Doch man bedenke auch, dass man gegen die damalige Nummer zwei Defense (Colts) die nötigen Punkte holte, um zu gewinnen. Was die Offense der Steelers angeht, so sind wohl alle Mann an Bord, was die zuletzt schwächelnde Verteidigung aus New England stark beschäftigen wird (und man bedenke, die Patriots haben die schlechteste Redzone Defense der gesamten Liga…). Der größte Vorteil für Belichicks Mannen ist aber die Spielstätte, denn im Gilette Stadium sind sie noch schwieriger zu schlagen, denn vor heimischer Kulisse sollten sie noch motivierter sein als anderswo. Wir haben zwar noch nicht Januar (wo Tom Brady noch nie zu Hause verloren hat), aber die kältere Jahreszeit sollte zumindest etwas an Playoff-Feeling mit sich bringen, zumal die Steelers durchaus in einem möglichen Championship Game wieder in Foxborough, MA antreten könnten.
Also meines Erachtens werden die "Pats" auch dieses Spiel gewinnen und damit so gut wie sicher Heimrecht für die Playoffs sichern, doch ob sie wirklich 19-0 gehen, bezweifle ich noch, denn dieses letzte Spiel bei den Giants sollte eigentlich nicht dazu genutzt werden, unbedingt historisches zu leisten, denn man kennt ja die äußerst aggressive Defense der "G-Men" und ich weiß nicht, ob man gegen die wirklich die Gesundheit der Topleute aufs Spiel setzen will, wo man sie doch dann eigentlich schon für den Januar schonen könnte, in dem man das eigentliche Ziel der Saison erreichen will, nämlich den Super Bowl (wobei der natürlich im Februar steigt). Die Patriots werden wohl am Sonntag gewinnen, ob sie aber wirklich perfekt abschließen, darf zumindest bezweifelt werden.
Mittwoch, 28. November 2007
Zurück zur Normalität
Es ist zwar bizarr, sich nach den Ereignissen der letzten Tage und dem tragischen Tod von Washington Safety Sean Taylor schon wieder auf Football zu konzentrieren, aber die NFL ist nun mal ein "Big Business" und kann auch bei solchen Tragödien keinen Halt machen. Was aber gemacht wird, ist öffentlich und ehrlich zu trauern und das bei allen Spielen, die in dieser Woche stattfinden. Es wird sicherlich Schweigeminuten in allen Stadien geben und die Redskins werden ein Patch auf dem Jersey und die Nr. 21 auf dem Helm tragen, was man eben macht, wenn ein Spieler verstirbt, doch normalerweise handelt es sich dabei um einen ehemaligen, der zumeist ein gesegnetes Alter erreicht hat, doch nicht dieses Mal oder im Fall des in der Silvesternacht niedergeschossenen Denver Cornerbacks Darrent Williams, der ebenfalls auf diese unglaublich sinnlose Art ums Leben kam. Diese Ereignisse zeigen einmal mehr, wie unwichtig doch jeglicher Sport ist, besonders wenn man auch noch bedenkt, dass diese Männer kleine Kinder und Frauen hinterlassen, für die es sicher noch sehr viel schwerer sein wird, dieses Schicksal zu verkraften. NFL Teams dagegen, werden schon irgendwo einen Ersatz finden auf dem Feld, Familien sicher nicht!
Doch zurück zum Sportlichen, denn ich bin mir sicher, dass es auch im Sinne des Spielers wäre, dass man darüber redet und nicht über sinnlose und stumpfe Gewaltverbrechen. Am Donnerstag steht in der NFC das Duell der Green Bay Packers bei den Dallas Cowboys an und es geht um sehr viel, genau genommen geht es um Heimrecht in den Playoffs, denn beide Teams gehen mit einer 10-1 Bilanz in die Partie, der Sieger wird dann Home-Field-Advantage, der Verlierer "nur" ein First-Round-Bye erlangen, davon ist sicherlich auszugehen.
Die Statistik spricht klar für die Cowboys, denn Green Bay gewann zuletzt 1989 im Texas Stadium und Brett Favre sogar noch nie, aber an dieser Stelle sei erwähnt, dass Brett Favre vor dieser Saison auch noch nie im Arrowhead Stadium gegen die Chiefs gewann, doch vor ein paar Wochen schaffte er auch das! Ansonsten haben beide Seiten starke Defenses, wobei die der Packers stabiler und gefährlicher wirkt, was nicht zuletzt an Sack Leader Aaron Kampman liegt, aber auch die Linebacker und die Secondary machen einen sicheren Eindruck. Die Frage wird sein, wie sehr man Tony Romo unter Druck setzen und natürlich wie gut man Terrell Owens covern kann.
Dallas könnte Probleme bekommen mit der Fünf-Wide-Receiver Formation der Packers, denn schon gegen New England hatten sie massive Probleme, all die Pass Optionen für Brady abzudecken. Allerdings hat Green Bay natürlich auch keinen Randy Moss, aber vielleicht tut es ja ein Donald Driver auch…
Ansonsten wird es die Aufgabe der Blocker sein, ihren Quarterback möglichst nicht unter Druck zu bringen, denn wie die letzten Wochen zeigten, neigt Romo mitunter dazu, wilde Würfe zu versuchen, was gegen Washington ging, doch die Packers haben El Harris und Charles Woodson (4 INT), die solche Fehler auch mal ausnutzen.
Das Spiel wird sicherlich eng und sollte bis zum Ende spannend sein, doch irgendetwas sagt mir, dass Brett Favre auch dieses Mal als Sieger vom Platz geht, denn zurzeit kann er einfach nichts falsch machen. Bedauerlich ist allerdings, dass ein Großteil der US-Bürger diesen Kracher nicht im TV sehen kann, denn es wird vom NFL Network übertragen, welches in vielen Kabelnetzen nicht zu bekommen ist. Wohingegen wir im alten Europa das Match auf NASN oder über den Yahoo! NFL Gamepass in jedem Fall live bekommen.
Viel Spaß also allen beim Spiel, sofern ihr die Zeit habt, in der Nacht zum Freitag ab 2:00 Uhr einzuschalten, was ja keine christliche Zeit ist, allerdings für Studenten wie mich natürlich kein Problem darstellt…
Donnerstag, 22. November 2007
Thanksgiving
Heute wird in den USA der wohl amerikanischste aller Feiertage im Jahr begangen, nämlich Thanksgiving. Und ich will jetzt nicht mit den Pilgervätern anfangen und schon gar nicht mit den Truthähnen und der Familienzusammenkunft, denn das ist ja eigentlich für einen "echten" Amerikaner nur Beiwerk, der ganze Tag konzentriert sich vielmehr auf das, was nach Ostküstenzeit heute um 12:30 Uhr beginnt, nämlich die Thanksgiving Games der NFL!
Los geht es direkt mit dem wohl am meisten erwarteten Spiel dieser Woche, nämlich dem Aufeinandertreffen der Green Bay Packers und den Detroit Lions im Ford Field von Detroit, MI. Die Packers sind 9-1 und Brett Favre ist der Topfavorit auf den "Galopping Gobbler Award" für den besten Spieler des von FOX übertragenen Spiels. Im letzten Jahr gewann ihn übrigens Tony Romo von den Cowboys.
Die Vorzeichen für dieses Spiel könnten eindeutiger nicht sein, denn die Packers haben den führenden der NFC bei den Passing Yards und die Lions eine der schlechtesten Passverteidigungen. Zudem können die Lions nicht laufen, die Packers können dagegen sehr gut gegen den Lauf verteidigen – und auch gegen den Pass, was mit der starken Secondary um die Cornerbacks Charles Woodson und El Harris zusammenhängt und statistisch gesehen haben sie auch den effektivsten Pass Rush, wofür sich allen voran Aaron Kampman verantwortlich zeigt, der schon neun Sacks auf dem Konto hat. Und nun ratet mal, welcher Quarterback am häufigsten auf dem Rücken liegt – kleiner Tipp: er wird heute auch in Detroit zu gegen sein. Alles in allem spricht also wenig gegen die Packers, doch die Lions haben ein Heimspiel, insofern wird es vielleicht doch spannend…
Im zweiten Spiel, das bei uns um 22:00 Uhr beginnen wird, empfangen dann die Dallas Cowboys die New York Jets und auch da spricht alles für ein Schlachtfest, doch Vorsicht! Die Jets rangen den Steelers einen Overtime Sieg ab, während die Cowboys gegen Washington ganz ordentlich wackelten. Abschreiben würde ich die Jets für heute also nicht, zumal der neue Quarterback Kellen Clemens einen recht soliden Eindruck macht und mit Thomas Jones und den Receivern ziemlich gute Waffen hat. Nichtsdestotrotz müssen die Cowboys das Spiel natürlich gewinnen, aber einfach wird es (hoffentlich) nicht!
Den Abschluss machen dann die Indianapolis Colts bei den Atlanta Falcons, was auch wieder vom Papier her langweilig werden könnte. Doch wer beide Teams zuletzt sah, der muss eigentlich von einer engen Kiste ausgehen, denn ohne Marvin Harrison scheint Peyton Manning arge Probleme zu haben, während sich die Falcons langsam zusammenraufen und mehr wie ein Team auftreten. Zudem spielt heute Joey Harrington für den verletzten Byron Leftwich. Und Joey Harrington spielte letztes Jahr an Thanksgiving überragend und wurde von der CBS Crew zum Spieler des Tages gewählt, allerdings war er da noch ein Dolphin und hatte Receiver, was man von den Falcons jetzt nicht unbedingt behaupten kann. Hier sollte letztlich Indy gewinnen, aber ein Blowout wird es nicht!
Ich wünsche dann allen, die sich diese drei Spiele heute Abend ab 18:30 Uhr reinziehen viel Spaß und hoffe natürlich, dass eure Lieblingsteams gewinnen!
Montag, 15. Oktober 2007
Patriots gewinnen auch in Dallas
Da waren es nur noch zwei ungeschlagene Teams in der NFL, denn nach dem Duell der ungeschlagenen Dallas Cowboys und New England Patriots, sind die Gastgeber aus Irving, TX nicht mehr in diesem erlauchten Kreis und das haben sie den letztlich übermächtigen Patriots zu verdanken.
Das Spiel wurde gehyped wie lange kein Spiel mehr und beide Teams waren so richtig heiß auf die Begegnung, jedoch gab es bei den Experten und Buchmachern eigentlich nur einen klaren Favoriten, eben die Patriots, die auf einer Mission und vielleicht nicht zu stoppen sind. Und so begann dann auch das Spiel. Die Cowboys gingen „Three and Out“, die Patriots erzielten im ersten Drive direkt ihren ersten Touchdown durch Randy Moss. Überhaupt muss man sagen, dass die Gastgeber zunächst keinen Fuß auf die Erde bekamen, denn anfangs schafften sie es nicht einmal, First Downs zu erzielen.
Erste Lebenszeichen gab es dann im zweiten Quarter, als man einen Fumble von Tom Brady in die Endzone tragen konnte. Das war so eine Art Initialzündung, die dann zu Beginn der zweiten Hälfte sogar in einer 24:21 Führung für die Cowboys resultierte, doch danach ging nichts mehr. Die Patriots übernahmen wieder das Kommando im Texas Stadium und packten am Ende einen „40 Burger“ aufs Scoreboard, wie die Jungs von NFL Gameday zu sagen pflegen. Tom Brady war allüberragend und warf fünf Touchdown-Pässe, die selbst für ihn eine Karrierebestleistung bedeuten. Tony Romo war zwar auch ganz gut, doch mit seinen zwei TD und einer Interception konnte er natürlich nicht ansatzweise mithalten – wie eben die Cowboys generell. Sie hatten die „Pats“ kurzfristig am Rande einer Niederlage, aber nur ganz kurz, denn so schnell, wie die wieder aufdrehten, blieb für die Texaner kaum Zeit, sich über die unerwartete Führung zu freuen, aber es war immerhin das erste Mal in dieser Saison, dass New England im dritten Quarter hinten lag! Ach ja, Brady ist auch der erste Quarterback, der sechs Spiele in Folge mind. drei Touchdown-Pässe warf!
Und jetzt kommt der Schocker für die Konkurrenz: Die Gesamtleistung der Patriots war nicht so souverän, wie man das auch schon von ihnen gesehen hatte. Brady wirkte zuweilen etwas unsicher und warf unpräzise Pässe. Zudem ließ Randy Moss einen Pass fallen und versäumte es, seinem einzigen Touchdown noch zwei hinzuzufügen, was möglich gewesen wäre, denn bei seinem tollen Catch in der Endzone hätte er den Ball am Boden nur sichern müssen, anstatt ihn fast zu verlieren und seine Pass Interference vor einem weiteren Score hätte es auch nicht gebraucht. Alles in allem kann man also sagen, dass die Pats ungefährdet gegen das momentan wohl beste Team der NFC gewannen, obwohl sie nicht ganz auf der Höhe ihres Schaffens waren – wie wäre das Spiel wohl ausgegangen, hätten sie in Topform gespielt?
Montag, 8. Oktober 2007
Packers schlagen sich selbst
Nach den vielen Überraschungen der letzten Wochen, kehrte gestern zumindest wieder halbwegs Normalität ein…
Packers schlagen sich selbst
Green Bay hatte zum ersten Mal seit geraumer Zeit wieder die Chance, mit fünf Siegen am Stück in die Saison zu starten, doch dann stand man sich selbst im Weg und das gleich mehrfach.
Bears Cornerback Charles Tillman erzwang insgesamt zwei Fumbles, die die Bears letztlich zu Punkten machten. Quarterback Brian Griese zeigte eine ordentliche Leistung und warf für 215 Yards und zwei Touchdowns, darunter einen auf Rookie Tight End Greg Olsen. Insgesamt war die Bears Defense wieder deutlich präsenter und konnte mit besagten Turnovers (zu drei Fumbles kamen noch zwei Interceptions) einen großen Beitrag zum Sieg leisten. Ob das aber nun der große Umbruch für die Bears sein wird, wage ich zumindest noch zu bezweifeln, aber ein Anfang ist es.
Kurt Warner siegt an alter Wirkungsstätte
Nachdem man sich mittlerweile an das Quarterback-Wechselspiel in Arizona gewöhnt hatte, wurde diesem bei den St. Louis Rams ein jähes Ende bereitet, denn Matt Leinart verletzte sich am Schlüsselbein und wird erstmal auf unbestimmte Zeit ausfallen. Wohl dem, der noch einen ehemaligen MVP in Kurt Warner als Ersatzmann hat! Der Super Bowl XXXIV MVP für die St. Louis Rams wurde sehr freundlich in seiner alten Heimat empfangen und sorgte gleich für frischen Wind. Er warf letztlich Pässe für 190 Yards und einen Touchdown auf Larry Fitzgerald, der insgesamt neun Catches für 136 Yards erzielte. Warner brachte den Ball zudem kurz vor der Halbzeit selbst in die Endzone, als er per Sneak punktete.
Bei den Gastgebern spielte Gus Frerotte erstmals von Beginn an und warf für 262 Yards mit drei Touchdowns, aber auch drei Interceptions. Letztlich gewannen die Cardinals knapp mit 34:31 und sind nun 3-2 an der Spitze der NFC West, während die Rams bei 0-5 stehen.
New England rollt und rollt und…
Gegen die Cleveland Browns reichte den Patriots sogar eine eher durchschnittliche Leistung, um trotzdem wieder mehr als dreißig zu machen. Tom Brady warf wieder drei Touchdown-Pässe, dieses Mal aber nicht auf Randy Moss, sondern zweimal auf Benjamin Watson und einmal auf Donte' Stallworth, der seinen ersten Touchdown als Patriot erzielte. Sammy Morris erlief zum zweiten Mal in Folge mehr als 100 Yards und in der Defense fingen Junior Seau (zwei) und Asante Samuel drei Interceptions gegen Derek Anderson.
Nächste Woche steht dann wieder ein Highlight an, denn dann reisen die Patriots nach Texas zu den Dallas Cowboys, wo die Patriots mal wieder ihre Extraklasse unter Beweis stellen müssen.
Montag, 1. Oktober 2007
Brett Favre bricht Marinos Rekord
Er erlebt seinen was-weiß-ich-wievielten Frühling und lässt es alle wissen. Brett Favre zeigt eindrucksvoll, dass er es einfach liebt, Football zu spielen und sein Team profitiert davon ungemein.
Packers nun 4-0
Das wichtigste im Spiel der Packers bei den Vikings im Metrodome war sicherlich, dass Nr. 4 den Touchdown-Rekord von Dan Marino bricht und das tat er auch gleich in der ersten Hälfte mit einem Fastball auf Greg Jennings, der die Packers in Führung brachte. Es war sein 421. Touchdown Pass, danach gab es Standing Ovations von allen Zuschauern, eine Videobotschaft von Dan Marino wurde eingespielt und Brett holte sich einen Kuss von seiner Frau Deanna ab, die ihn natürlich bei diesem Anlass begleitete.
Nachdem der Rekord erledigt war, konzentrierte man sich dann auf das Sportliche und das Resultat daraus war ein 23-16 Sieg, der den Packers den ersten 4-0 Start seit neun Jahren beschert. Zudem war es der achte Sieg in Folge für die Käseköpfe, das schafften sie zuletzt zwischen 1996 und 1997.
Neuer Quarterback, alte Probleme
Die Bears starteten erstmals in dieser Saison Brian Griese als QB und dieser ließ früh im Spiel Hoffnung aufkeimen, zumal er einen Touchdown Pass auf Muhsin Muhammed warf. Doch letztlich leistete er sich drei Interceptions und sah kein bisschen besser aus als Rex Grossman. Die Lions gewannen das Spiel mit 37-27, sind nun 3-1 und nur ein Spiel hinter den Packers auf Platz zwei in der NFC North, die Bears dagegen sind 1-3…
Süße Rache für Daunte Culpepper
Vor der Saison haben die Miami Dolphins für Trent Green getradet, um anschließend Daunte Culpepper den Laufpass zu geben, da man der Meinung war, dass sein Knie wohl nicht mehr den Belastungen der NFL standhalten würde. Gestern wurde ihnen aber deutlich gemacht, dass diese Entscheidung ein Griff ins Klo war, denn auf der einen Seite warf Green wieder zwei Picks und auf der anderen warf Culpepper zwei Touchdown Pässe und erzielte drei TD selbst! Die Oakland Raiders gewannen ihr zweites Spiel in Serie, die Dolphins stehen bei 0-4 und gelten als Topfavorit auf den ersten Pick im kommenden Draft…
Cardinals bescheren Steelers erste Niederlage
Es war das Wiedersehen vom ehemaligen Offensive Coordinator der Steelers, Ken Whisenhunt, dem Coach der Arizona Cardinals, mit seinem alten Team. Und er sorgte für eine große Überraschung, denn mit einem Sieg der Cardinals gegen die bis dahin ungeschlagenen Steelers war wirklich nicht zu rechnen. Doch mit einer ganz guten Defense und der Quarterback-Kombo Matt Leinart und Kurt Warner, erarbeiteten sich die Gastgeber einen verdienten 21:14 Sieg, wobei besonders Larry Fitzgerald mit 11 Receptions für 123 Yards und einen Touchdown glänzte.
Colts mit lockerem Sieg gegen Denver
Es war wie immer, wenn die Denver Broncos bei den Indianapolis Colts zu Besuch sind: Die Colts erzielen viele Punkte und gewinnen ohne größere Probleme! Dieses Mal reichten sogar für Peyton Manning eher dürftige 193 Yards, dafür aber drei Touchdowns. Dallas Clark erzielte zwei Touchdowns und Joseph Addai erlief 136 Yards und einen TD. Bei den Broncos glänzte einzig Travis Henry, der bei 26 Versuchen für 131 Yards lief.
Die Chiefs gewinnen überraschend in San Diego
Obwohl LaDainian Tomlinson erstmals in diesem Jahr die 100-Yard-Marke übertraf, konnten die Chargers wieder nicht gewinnen – nicht mal gegen die Kansas City Chiefs, bei denen Larry Johnson ebenfalls über 100 Yards erlief. Und dabei führten sie bis zum dritten Viertel mit 16:6, doch dann drehten die Gäste auf und erzielten 24 Punkte in Folge und gewannen mit 30:16. Star des Tages war dabei Rookie Wide Receiver Dwayne Bowe, der es auf acht Receptions für 164 Yards und einen Touchdown über 77 Yards brachte. Damit sind die Chargers 1-3 und Schlusslicht der AFC West – im letzten Jahr verloren sie nur zwei Spiele in der gesamten Regular Season…
Freitag, 28. September 2007
This Week in Football…
Auch an diesem Wochenende zeigt uns NASN wieder vier Spiele live und beweist dabei sogar Flexibilität.
Los geht es am Sonntag um 19:00 Uhr mit den alten Rivalen Green Bay Packers und Minnesota Vikings, obwohl eigentlich Rams gegen Cowboys angesagt war, doch dieses Duell sollte wohl eines der einseitigsten in dieser Woche sein. In Minnesota dagegen wird mit ziemlicher Sicherheit Geschichte geschrieben, denn sollte Brett Favre einen Touchdown Pass werfen, wäre dies sein 421. und damit wäre er alleiniger Rekordhalter vor Dolphins-Legende Dan Marino. Und außerdem haben die Packers die Chance, die Saison mit 4-0 zu starten, wodurch der sportliche Anreiz auch gegeben ist.
Um 22:00 Uhr schauen wir dann einen Klassiker, denn immer wenn die Indianapolis Colts die Denver Broncos empfangen, gibt es richtig viele Punkte! Gespannt bin ich vor allem darauf, wie Peyton Manning mit den zwei überragenden Cornerbacks der Broncos klarkommt, denn sowohl Champ Bailey, als auch Dre' Bly dürften den beiden Wide Receivern Marvin Harrison und Reggie Wayne nicht viel Platz zum leben lassen, so dass die Colts vor allem auf das Laufspiel von Joseph Addai, als auch auf Pässe durch die Mitte auf Tight End Dallas Clark setzen werden. Auf der anderen Seite dürfte Running Back Travis Henry der Indy-Defense große Probleme bereiten. Es ist also in jedem Fall ein Spiel, das man sehen muss!
Um 2:00 Uhr in der Nacht zum Montag treffen dann zwei Rivalen der NFC East aufeinander, nämlich die Philadelphia Eagles und die New York Giants. Beide gewannen erst in der letzten Woche ihr erstes Spiel der Saison und beide wollen natürlich den Anschluss an Dallas wahren, der Verlierer wird aber keine große Rolle mehr spielen, wenn es um die Playoffs geht. Donovan McNabb lief in der letzten Woche heiß und machte ein perfektes Spiel gegen Detroit beim 56-21 Sieg (Passer Rating von 158.3), während auch Eli Manning gegen Washington Glanzlichter setzte. Fraglich ist noch der Einsatz von Eagles Running Back Brian Westbrook, der Bauchmuskelprobleme hatte, doch sollte er ausfallen, wäre das ein herber Schlag für die Eagles.
Zum Abschluss der vierten Woche der Saison treffen dann die New England Patriots und die Cincinnati Bengals im Monday Night Game aufeinander und sollten die Patriots ihrer Favoritenstellung gerecht werden und gewinnen, hätten die Bengals schon jetzt ein riesengroßes Problem, denn dann wären sie 1-3, was angesichts der Konkurrenz durch die Baltimore Ravens und die Pittsburgh Steelers in der AFC North schon eine große Hürde wäre. Die "Pats" dürften mehr Selbstvertrauen haben als Bengals Wide Receiver Chad Johnson, was eigentlich kaum möglich ist. Allerdings sehe ich eigentlich keinen Weg, wie die Bengals dieses Spiel gewinnen können, doch ein offensives Feuerwerk wird es sicherlich geben!
Mittwoch, 26. September 2007
Griese ersetzt Grossman!
Nun ist es amtlich, Rex Grossman ist nicht mehr der Starting Quarterback der Chicago Bears. Coach Lovie Smith zog damit die Konsequenzen aus dem mehr als ernüchternden Saisonstart und erkannte den Quarterback als eine der Hauptursachen dafür. Die Bears sind 1-2 und Grossman brachte es in diesen drei Spielen auf 500 Yards, einen Touchdown Pass und ganze sechs (!) Interceptions.
Neuer Starter ist also Veteran Brian Griese, der Sohn von Hall of Famer Bob Griese. Er ist jetzt zwar auch nicht der Über-Quarterback, aber er ist solide und genau das braucht dieses Team! Es muss keiner vom Kaliber Brady oder Manning sein, denn die Bears haben ja an sich gute Receiver mit Muhsin Muhammed und Bernard Berrian und natürlich auch ein gutes Laufspiel, allerdings kann das nur funktionieren, wenn man hin und wieder mal einen Pass zum Mitspieler bringt. Zudem besitzen die Bears immer noch eine starke Defense, jedoch braucht auch diese mal eine Verschnaufpause während des Spiels und auch hierfür benötigt man eine Offense, die länger als drei Downs auf dem Feld verharrt.
Griese ist jetzt seit zehn Jahren in der Liga und kam vor der letzten Saison aus Tampa Bay, wo er von Chris Simms verdrängt wurde und seine beste Zeit hatte er bei den Denver Broncos, wo er der erste Nachfolger der Legende John Elway war, nachdem dieser nach dem Triumph in Super Bowl XXXIII Im Jahr 1999 zurücktrat. Seine erste Bewährungsprobe hat der neue Starter am Sonntag bei den Detroit Lions im Ford Field in Detroit, MI.
Montag, 24. September 2007
Woche drei in der NFL
Also nachdem ich bei meiner Tipprunde zu schlecht abgeschnitten habe wie lange nicht mehr, kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass es einige Überraschungen gab in dieser Woche…
Packers schlagen Chargers
Wer hätte das gedacht? Die Packers sind 3-0, die Chargers 1-2! Doch reden wir über den Mann des Tages, denn Brett Favre hat drei Touchdown Pässe geworfen und ist somit nun zusammen mit Dan Marino der All Time Leader mit 420 TD Pässen – zumindest bis nächste Woche, denn da wird er dann wohl alleiniger Spitzenreiter!
Das bemerkenswerte an diesem 31-24 Sieg war aber, dass das Laufspiel der Packers eigentlich gar nicht funktionierte, was die insgesamt nur 42 Yards belegen, doch wohl dem, der einen Brett Favre in Topform hat, denn dieser warf für 369 Yards (28/45) und zeigte der Chargers Defense nur eine Woche nach der Klatsche in Foxborough, MA einmal mehr ihre Grenzen auf. Donald Driver ist jetzt übrigens der Lambeau Field Receptions Rekordhalter – das nur am Rande…
Rams weiter erbärmlich
Was ist nur mit der "Greatest Show on Turf" los? Die Rams sind nun 0-3 und hatten auch bei den Tampa Bay Buccaneers nicht den Hauch einer Chance! Sie kamen auf magere drei Punkte und Marc Bulger warf drei Interceptions – Jeff Garcia auf der anderen Seite war zwar auch nicht sonderlich auffällig, aber dafür war das Laufspiel stark. Earnest Graham erzielte in seinem 44. Spiel seine ersten beiden Touchdowns und brachte damit die Gastgeber auf die Siegerstraße, nachdem Cadillac Williams den ersten TD erzielte. Endstand: 24-3 "Bucs".
Einen Lichtblick gibt es dann aber doch für die Rams: Steven Jackson erlief wenigstens mal wieder mehr als 100 Yards, verlor aber auch wieder einen Fumble.
Eagles spielen sich Frust von der Seele
Hab ich es nicht gesagt? Nach dem letzten Monday Night Game schrieb ich hier, dass ich gegen Ende des Spiels den richtigen Donovan McNabb gesehen habe und dieser war gestern auch wieder zugegen – nur brachte er dieses Mal auch richtige Receiver mit!
Die Eagles nahmen die Lions auseinander und zwar auf beiden Seiten des Footballs! Die Defense fing eine Interception von Jon Kitna und dieser musste außerdem acht Sacks über sich ergehen lassen – Spitzenreiter war hier Trent Cole. Und offensiv führten die Eagles in ihren augenkrebserregenden Throwback-Jerseys eine wahre Show vor. McNabb warf für 381 Yards (21/26) und vier Touchdowns und schaffte damit ein perfektes Passer Rating von 158.3!
Sein Hauptziel war Kevin Curtis, der mit elf Catches auf 221 Yards und drei Touchdowns kam – Brian Westbrook kam ebenfalls über 200 "Yards from Scrimmage", allerdings teilte er sich das in 110 Rush Yards (zwei TD) und 111 Receiving Yards (ein TD bei fünf Catches), womit ihm so etwas nun zum zweiten Mal überhaupt gelang. Ganz nebenbei war es auch das erste Mal in der Geschichte der NFL, dass zwei Teammitglieder in einer Halbzeit jeweils drei Touchdowns erzielten.
Die Eagles gewinnen 56-21 und spielen am nächsten Sonntagabend bei den New York Giants, die Lions empfangen Chicago und werden dann wohl endgültig auf dem Boden der Tatsachen ankommen…
Patriots kennen keine Gnade
Sie rollen und rollen und… Ihr wisst, wie es weitergeht. Die New England Patriots empfingen Buffalo und nahmen die Bills auseinander, nachdem diese sogar kurzzeitig mit 7-3 in Führung lagen. Doch dann drehte Tom Brady auf und warf insgesamt für 311 Yards (23/29) und vier Touchdowns, darunter wieder zwei auf Randy Moss!
Randy Moss glänzte zudem erneute mit über 100 Yards (5/115) und ist damit der erste Spieler in der Geschichte der NFL, der in seinen ersten drei Spielen für ein neues Team mind. 100 Yards fing. Und vergessen wir auch nicht Wes Welker, der sechs Pässe für 69 Yards sammelte und sich super in die Offense der Patriots eingefügt hat – Laurence Maroney brach mit 103 Yards erstmals in diesem Jahr die 100-Yard-Marke.
Die Patriots gewinnen 38-7, sind nun 3-0 und haben am nächsten Montag die Chance, in Cincinnati, OH erneut ihre Extraklasse unter Beweis zu stellen.
Spannendes Spiel in Seattle
Die Seahawks und die Bengals lieferten sich einen guten Kampf, den am Ende die Gastgeber gewannen. Beide Teams brauchten nicht lange, um ins Spiel zu kommen, denn nach nicht einmal zwei Minuten fand Matt Hasselbeck schon Bobby Engram zum ersten Touchdown des Spiels. "Cincy" antwortete direkt danach mit einem 35 Yard Touchdown von Carson Palmer auf T.J. Houshmandzadeh. Im zweiten Quarter gingen dann wie Gastgeber durch Deion Branchs 42 Yard TD Reception wieder in Führung. Durch einen Touchdown von Kenny Watson über acht Yards, lagen die Gäste dann 2:42 vor Ende mit 21-17 in Führung, doch Hasselbeck fand Nate Burleson aus 22 Yards und Seattle führte wieder mit 24-21.
Die Gäste hatten also noch genau eine Minute Zeit, zumindest durch ein Field Goal auszugleichen, doch Glenn Holt leistete sich einen Fumble beim Kick Return und Deion Grant eroberte den Ball für die Seahawks.
Die Seahawks stehen also bei 2-1, während die Bengals überraschend 1-2 sind und als nächstes kommt New England am nächsten Montag…
Grossman versagt erneut
Man kann sich ja jetzt hinstellen und sagen, dass die Dallas Cowboys gerade in einer super Form sind. Das mag ja auch stimmen, aber wenn man sich die Gegner so anschaut, dann muss man nicht so beeindruckt sein, denn weder die Giants, noch die Miami Dolphins haben einen positiven Record – wie die Bears nun auch, allerdings lag das nicht an deren Defense, sondern vielmehr an ihrem Quarterback, nämlich Rex Grossman.
Auch in diesem Sunday Night Game war er wieder einmal indiskutabel schlecht und man muss sich wirklich fragen, wie lange man sich das noch antun will! Grossman brachte nicht einmal 50 % seiner Pässe an und warf drei Interceptions. Und da das Laufspiel ohnehin nicht mehr funktioniert, seit Thomas Jones in New York ist, haben die Bears ein echtes Problem…
Bei den Cowboys hatte dagegen Tony Romo einen ruhigen Abend, warf für 329 Yards mit zwei Touchdowns und einer Interception, bester Receiver war Terrell Owens mit acht Catches für 145 Yards und Marion Barber lief für 102 Yards und einen Touchdown.
Samstag, 22. September 2007
Interessante Paarungen am Wochenende
Wie jedes Wochenende, schaue ich auch dieses Mal wieder auf die Spiele, die uns NASN serviert…
Nach dem Sunday NFL Countdown um 17:00 Uhr, geht es los mit dem Spiel San Diego Chargers bei den Green Bay Packers um 19:00 Uhr. Die Chargers sind 1-1 nach einem knappen Sieg gegen die Bears und der Klatsche bei den Patriots und werden sicher versuchen, besonders LaDainian Tomlinson endlich ins Spiel zu bringen, nachdem der MVP in den ersten beiden Spielen noch nicht wirklich an seine Normalform heran kam. Bei den Packers wird vor allem die Defense wieder einem echten Härtetest ausgesetzt, vorausgesetzt, L.T. kommt ins Spiel, denn sonst ist Philip Rivers ein leichtes Opfer. Offensiv darf man sich auf Brett Favre freuen, der schon wieder Ansätze von Magie zeigte in den ersten Partien der neuen Saison und nur noch drei Touchdown Pässe benötigt, um Dan Marinos Rekord einzustellen…
Um 22:00 Uhr geht es dann weiter mit den Cincinnati Bengals zu Gast bei den Seattle Seahawks. Beide Teams sind überraschend 1-1, weil sie in der letzten Wochen jeweils gegen Underdogs verloren und haben daher beide etwas gutzumachen! Es sollte ein relativ offenes Spiel werden, wobei ich die Defense der Seahawks besser einschätze als die der Bengals (die in Cleveland 51 Punkte abgab…). Doch auf der anderen Seite ist die Bengals Offense sicherlich explosiver als die aus Seattle, was in erster Linie an Carson Palmer und "Ocho Cinco" liegt.
Sunday Night Football bringt uns dann um 2:15 Uhr das Duell Dallas Cowboys gegen den NFC Champion Chicago Bears. Das könnte die erste echte Prüfung für die Cowboys sein, denn die Bears Defense ist die beste der NFC und hat eine Qualität, die man von den letzten beiden Gegnern nicht erwarten durfte. Offensiv muss man als Bears Fan natürlich wieder beten, dass das Running Game funktioniert, so dass Rex Grossman nicht zu viele Pässe werfen muss. Und wenn er das doch tut, diese auch in Richtung Mitspieler wirft…
Den Abschluss macht dann das Monday Night Game zwischen den Tennessee Titans und den New Orleans Saints. Es ist das erste Heimspiel der Saints in diesem Jahr und vielleicht schon die letzte Chance, noch auf Kurs zu kommen, denn die letzten beiden Auftritte gegen Indy und gegen die Bucs waren Bankrotterklärungen. Es wird also darauf ankommen, dass vor allem Deuce McAllister und Reggie Bush, sowie Drew Brees' Passspiel ins Rollen kommen, denn weder das eine, noch das andere hat bisher funktioniert.
Zudem gibt es im Laufe des Montags auch noch Aufzeichnungen der Spiele Vikings gegen Chiefs und Giants gegen Redskins. Viel Spaß bei den Spielen und ein schönes Restwochenende!
Mittwoch, 19. September 2007
Eine Win-Win Situation
Die Dallas Cowboys einigten sich mit dem in die Schlagzeilen geratenen Defensive Tackle Tank Johnson auf einen Zweijahresvertrag. Johnson wurde vor einer Weile von den Chicago Bears nach einer Reihe von Skandalen, wie dem illegalen Besitz eines Waffenarsenals, Trunkenheit am Steuer und dem Besitz von Marihuana entlassen und bekommt nun von Jerry Jones, dem Besitzer der Cowboys, ebenso eine zweite Chance, wie vor einem Jahr Terrell Owens, der ja vor seiner Zeit in Dallas auch für einige negative Schlagzeilen gesorgt hatte – doch er tat zumindest nichts Illegales. Johnson wird aber erst ab Woche neun zur Verfügung stehen, da er wegen besagter Fehltritte von Commissioner Roger Goodell für die ersten acht Spiele wegen Rufschädigung der NFL gesperrt wurde.
Was heißt das nun also für beide Parteien? Die Cowboys brauchten einen zuverlässigen Nose Tackle in ihrer 3-4 Defense, nachdem man Jason Ferguson ja schon in Woche eins für den Rest des Jahres verlor und mit Johnson sollte man diese Lücke schließen können, schließlich war er ja auch Starter in Chicago und wenn man da eines kann, dann ist es verteidigen! Das Team löst somit also wohl sein größtes Problem in der Defense.
Für Tank Johnson ist es aber gleich in mehrerer Hinsicht von Vorteil, diesen Job bekommen zu haben, denn zum einen brauchte er ein neues Team, nachdem er in Chicago alle Chancen und Sympathien verspielt hatte und zum anderen ist Texas ideal für sein Leben außerhalb des Platzes, denn betrachten wir es, wie es ist: In Texas darf an sich jeder Idiot 'ne Waffe tragen, hier muss er sein Waffenarsenal also nicht mal mühsam zu Hause oder im Kofferraum seines Wagens verstecken – er kann sogar in der Öffentlichkeit mit 'ner Kanone am Gürtel rumlaufen! Wie gesagt, das ist eine echte Win-Win Situation! Nur von seinem Marihuana Besitz (und wohl auch Konsum – wozu sollte er das Zeug sonst massenhaft horten?) muss er wohl Abstand nehmen, denn sowas hat Ricky Williams ja nun schon mehrfach Pausen eingebracht…
Dienstag, 18. September 2007
Eagles in der Bredouille
Es war leider Gottes wieder ein langweiliges Monday Night Game, in dem beide Teams nicht eben überzeugten, doch am Ende gewannen überraschend die Washington Redskins in Philadelphia gegen ein Team, das gerade in der Offense massive Probleme zu haben scheint.
Die Skins spielten solide und erzielten letztlich zwei Touchdowns gegen die doch recht gute Eagles Defense, die nicht das Problem war, vielmehr war es die Offense, die einfach nicht in Tritt kommt. Nach nunmehr acht gespielten Quarters steht nur ein Touchdown zu Buche – der gegen die Packers von Jason Avant. Doch es lag nicht nur am gerade wieder zurückgekehrten Quarterback Donovan McNabb, der in der ersten Hälfte alles andere als präzise warf, sondern vielmehr an den Receivern, die entweder den Ball gar nicht fangen oder ihn nach einem Hit nicht festhalten können. Aber wer sollte das auch machen? Kevin Curtis ist eine Nummer drei, die Nummer zwei spielen muss und Reggie Brown ist eben noch nicht die Nummer eins, die er sein sollte. Hinzu kommen viele dreier und vierer Receiver, die nur dann glänzen können, wenn die Topleute ihre Leistung zeigen und Aufmerksamkeit auf sich lenken – nur welche Topleute sollen das sein?!
Die Eagles verloren mit 20-12 und sind nun 0-2, doch zumindest beendeten sie das Spiel mit der Erkenntnis, dass McNabb auf dem Weg zurück zu alter Stärke ist, denn in der zweiten Hälfte drehte er auf und fing wieder an, wie Donovan McNabb auszusehen und weniger wie Trent Green… Er scrambelte und erzielte so Raumgewinn, warf wieder präziser und führte das Team am Ende sogar noch einmal in die Redzone, doch anstatt da dann ein neues First Down bei einem vierten und sechs zu erzielen, lies wiedermal Kevin Curtis einen guten Pass nach einem Hit von Rookie LaRon Landry fallen und das Spiel war gelaufen.
Man setzte offenbar auf die falsche Taktik, als man sich entschied, keine Top Receiver zu holen und stattdessen andere Sachen vorzuziehen. Nächste Woche kommen die Detroit Lions und wenn man in diesem Jahr noch eine Rolle spielen will, sollte man dieses Spiel gewinnen – die Skins hingegen empfangen die Giants und können da dann auf 3-0 erhöhen.
Die Highlights zum Spiel auf NFL.com.
Montag, 17. September 2007
Was für ein Sonntag!
Also eines hat sich am gestrigen Sonntag mal wieder bewahrheitet: Die NFL ist alles andere als langweilig!
Houston mit ersten 2-0 Start überhaupt!
Wer hatte das für möglich gehalten? Die Houston Texans schafften es zum ersten Mal in ihrer Geschichte (seit 1999), ihre ersten beiden Spiele der Saison zu gewinnen. Gegner waren dieses Mal die Carolina Panthers, die gleich stark begannen und mit 14-0 in Führung gingen – Steve Smith erzielte beide Touchdowns. Sein Gegenüber Andre Johnson ließ sich aber auch nicht lumpen und glich mit seinen beiden Scores des Tages aus. Kris Brown brachte die Gäste dann mit seinem 100. Field Goal 17-14 in Führung. Nach der Pause erhöhte Ahman Green mit seinem ersten TD für die Texaner auf 24-14 und die Vorentscheidung fiel dann direkt im Anschluss durch einen Fumble beim Kickoff Return. Der Ball landete irgendwie in der Endzone der Panthers und Wide Receiver Kevin Walter eroberte ihn zum Touchdown. Den Schlusspunkt setzte wieder Steve Smith mit seinem dritten TD des Tages, den er über 74 Yards erzielte – Endstand: 34-21. Die Texans sind nun wie gesagt 2-0 und dürfen sich, wenn sie weiterhin so konsequent arbeiten, vielleicht sogar Hoffnungen auf eine gute Saison machen…
96 Punkte in Cleveland
Im Jahr 2004 ließen es die Cleveland Browns und die Cincinnati Bengals schon einmal richtig krachen, als sie im Paul Brown Stadium insgesamt 106 Punkte auf die Punktetafel brachten und damit den höchsten Score in der Geschichte der NFL seit dem Zusammenschluss von AFL und NFL erzielten. Damals gewannen die Bengals mit 58-48. Dieses Mal spielte man in Cleveland und dieses Mal gewannen die Browns und zwar mit 51-45, was 96 Punkte ergibt, was wiederum der dritthöchste Score aller Zeiten ist!
Ich begnüge mich jetzt damit, die Topspieler herauszupicken, denn es ging so schnell hin und her, dass man gar nicht alles aufzählen kann! Den Vogel abgeschossen hat sicherlich Cincys Quarterback Carson Palmer, der 401 Yards warf und sechs Touchdowns vorbereitete! Er warf 33/50 und zudem zwei Picks – der Fantasy Owner in meiner Yahoo!-Liga durfte sich also über satte 75 Punkte von Palmer freuen. Ganz ehrlich, sowas habe ich noch nie gesehen! Chad Johnson fing elf Pässe für 209 Yards und erzielte zwei Touchdowns, während T.J. Houshmandzadeh acht Pässe für 69 Yards und ebenfalls zwei TD fing. Rudi Johnson lief zudem für 118 Yards.
Bei den Browns warf Derek Anderson für 328 Yards (20/33) mit fünf Touchdowns und einer Interception und hat damit seinen Job als Starter erstmal untermauert. Braylon Edwards fing acht Pässe für 146 Yards und schaffte es zweimal in die Endzone, während Tight End Kellen Winslow sechs Catches für 100 Yards und einen TD sammelte. Großartig war außerdem Jamal Lewis, der bei 28 Versuchen, 215 Yards erlief und dabei einen Touchdown erzielte.
Colts kommen mit blauem Auge davon
Die Indianapolis Colts schrammten nur knapp an einer Niederlage in Nashville, TN vorbei. Sie führten zwar fast das ganze Spiel über, doch am Ende hätte es fast noch gereicht für die Titans, die mit ihrer Offense deutlich machten, dass die Defense der Champions doch nicht so überragend ist, wie viele das nach dem Auftaktsieg gegen die Saints gedacht hatten…
Es taten sich immer wieder Löcher auf, in die die beiden Running Backs LenDale Wight und Chris Brown hineinstachen und als auch noch Vince Young andeutete, dass er den Ball tief werfen kann, waren ihm für seine Scrambles Tür und Tor geöffnet. Doch am Ende fehlte dem jungen Quarterback doch ein wenig die Coolness, denn hätte er beim letzten Play einen Pass zu einem der freien Receiver geworfen, bevor die Colts mit neun Mann auf ihn einstürmten, wäre man wohl Sekunden vor dem Ende noch einmal in Field Goal Reichweite gekommen, doch daraus wurde nichts und so gewannen die Favoriten doch noch mit 22-20.
Peyton Manning warf für 312 Yards, hatte einen Touchdown und eine Interception, wirkte aber nicht so souverän wie sonst, auch wenn sein Touchdown Pass zu Dallas Clark super aussah. Einen rabenschwarzen Tag hatte aber Kicker Adam Vinatieri, dem nicht nur der erste Extrapunkt geblockt wurde, sondern er verschoss auch noch ein Field Goal und hatte bei einem weiteren Glück, dass der Ball trotz Block noch über die Stange rutschte.
Die Colts sind also 2-0, müssen sich aber Gedanken um ihre Defense machen, denn so gut ist sie offenbar doch nicht…
Saints wieder enttäuschend
Man möchte fast sagen, der Lack ist ab, denn die New Orleans Saints verloren auch ihr zweites Saisonspiel sang- und klanglos, dieses Mal aber nicht gegen den Titelverteidiger, sondern gegen den letzten der NFC South in der abgelaufenen Saison, den Tampa Bay Buccaneers.
Die Bucs haben ein neues Traumduo, nämlich Jeff Garcia und Joey Galloway und das mussten die Saints neidlos anerkennen. Garcia warf zwei Touchdown Pässe und beide fing eben Galloway, wobei der erste eine großartige Einzelleistung des Wide Receivers war, denn er fing den Ball in der eigenen Hälfte und setzte sich dann gegen alle Verteidiger durch, die sich ihm in den Weg stellen wollten und brachte den Ball über 69 Yards in die Endzone – er wird einfach nicht älter! Insgesamt fing er zwar nur vier Pässe, doch erzielte infolge dieser 135 Yards! Zudem läuft der Cadillac langsam heiß, denn auch Carnell Williams schaffte es zweimal in des Gegners Endzone, so dass die Gastgeber recht früh alles klar machten. Ergebniskosmetik von Mike Karney und Marques Colston half da auch nicht mehr, so dass es am Ende 31-14 für Tampa Bay hieß. Tampa ist jetzt 1-1, die Saints 0-2, so dass deren einziger Hoffnungsschimmer die Tatsache ist, dass man noch kein Heimspiel hatte…
Rekord für Brett Favre
Offenbar hat Brett Favre nochmal einen Jungbrunnen gefunden, denn so wie er zurzeit auftritt, findet man keine Spur von Müdigkeit oder mangelnder Motivation. Er spielt in seinem Alter immer noch besser als viele jüngere und die Packers danken es ihm. Das Spiel begann aber für Favre mit einer Interception, doch die Giants konnten vor heimischer Kulisse nichts daraus machen. Im Gegenteil, Favre bekam den Ball schnell zurück und DeShawn Wynn erzielte seinen ersten Touchdown überhaupt in der NFL mit einem Run über sechs Yards. Das einzige wirkliche Lebenszeichen der Giants war dann ein 26 Yard TD von Plexico Burress in der Endzone, doch außer zweier Field Goals ließen die Packers in der Defense dann aber nicht mehr zu – Brett Favre hingegen drehte richtig auf!
Zunächst fand er Tight End Bubba Franks aus zwei Yards in der Endzone, dann traf er Donald Lee aus drei und die Krönung war dann sein Pass über zehn Yards auf seinen Lieblingsreceiver Donald Driver, womit Favre in diesem Spiel drei Touchdown Pässe abgab, womit er nun 417 hat, also noch drei bis zum Rekord von Dan Marino.
Den Schlusspunkt setzte wieder Wynn, so dass Green Bay mit 35-13 deutlich in New York gewann und für Brett Favre war es der 149. Sieg als Starter in der NFL, womit er Broncos Legende John Elway überholte und alleiniger Rekordhalter ist!
Patriots untermauern Favoritenstellung
Nach all dem Gerede über Videokameras und Spionage konzentrierten sich die New England Patriots wieder vollends auf Football und zeigten der Welt, wie unnötig doch die Diskussion der letzten Tage ist, ob die Patriots nur durch unlautere Mittel so erfolgreich waren und immer noch sind. Auch wenn die New York Jets wohl immer noch der Meinung sind, dass sie betrogen wurden und deshalb nicht gewannen, dürfte dem Rest der Welt nun endgültig klar sein, dass die Patriots vielleicht einfach ein klein bisschen (leicht untertrieben) besser sind als die Konkurrenz!
Direkt im ersten Drive gingen die Pats im heimischen Gillette Stadium mit 7-0 in Führung, nachdem Tom Brady Benjamin Watson in der Endzone fand. Den ersten Pass von Phillip Rivers hingegen fing Pats Linebacker Rosevelt Colvin, doch das anschließende Field Goal verschoss Stephen Gostkowski, was aber kein Problem war, denn schon die Serie danach schlossen die Gastgeber so ab, wie man es in diesem Jahr noch öfter sehen wird: Pass von Brady auf Randy Moss und Touchdown!
Durch ein Field Goal stand es dann 17-0 und kurz vor Ende der Halbzeit trug Adalius Thomas noch eine Interception über 65 Yards zum nächsten Touchdown zurück – er ist nicht nur groß und stark, sondern auch verdammt schnell! Es ging also mit 24-0 in die Pause…
Die Gäste zeigten zwar noch kleinere Lebenszeichen durch Touchdowns von Lorenzo Neal und Antonio Gates, doch Randy Moss zum zweiten und Sammy Morris hielten den Abstand bei 24 Punkten bis zum Ende – Endstand 38-14 für die Patriots!
Tom Brady kam auf 279 Yards (25/31) mit drei Touchdowns und einer Interception, wobei Randy Moss acht Pässe fing und neben seinen zwei Scores noch 105 Yards erzielte. Bei den Gästen war LaDainian Tomlinson ein weiteres Mal nicht existent, so dass die Hauptlast auf den Schultern von Rivers lastete, womit der offensichtlich nicht klarkommt.
Die Highlights des Sunday Night Games
Freitag, 14. September 2007
Strafe für Belichick und die Patriots ein Witz
Commissioner Roger Goodell entschied, dass die Patriots eindeutig gegen die Regeln verstoßen haben, indem sie einen Kameramann an der Seitenlinie stehen hatten, der explizit die Defensiv-Signale der Coaches auf Seiten der New York Jets aufgezeichnet hatte. Dies ist seit dieser Saison verboten.
Nun gut, sie hätten also evtl. einen Vorteil im nächsten Spiel gehabt, aber sicher nicht am letzten Sonntag, wodurch die sportliche Beeinflussung durch diesen Vorfall doch eher gering war. Aber die Strafe, die Goodell Bill Belichick und den Patriots auferlegte, war doch eher lächerlich und keineswegs abschreckend oder tiefgreifend.
Bill Belichick muss eine Rekordstrafe von 500.000 $ entrichten, während die Patriots zusätzlich 250.000 $ zahlen müssen. Und außerdem verlieren sie bei Erreichen der Playoffs ihren Erstrundenpick im Draft 2008, sollten sie diese verpassen, den zweiten und dritten Pick. Wenn man nun davon ausgeht, dass die Patriots wohl nicht nur die Playoffs erreichen, sondern evtl. sogar den Super Bowl gewinnen, verlören sie also nur den 32. Pick – was noch weniger gravierend ist, wenn man bedenkt, dass die Patriots ja auch noch den ersten Pick der 49ers haben, der aller Voraussicht nach in den Top 15 liegt.
Alles in allem kommen die Patriots also mit einem blauen Auge davon und werden in Zukunft wieder besser aufpassen müssen, wenn sie andere Teams ausspionieren – die Konkurrenz schafft es ja auch…
Vier Spiele live am Wochenende
Es ist wieder Wochenende und NASN zeigt uns wieder an allen möglichen Terminen ein Spiel live. Welche das sind, erfahrt ihr hier:
Der Sonntag beginnt seit dieser Saison immer mit dem Sunday NFL Countdown und so auch dieses Mal und zwar um 17:00 Uhr. Anschließend geht es live nach Nashville, TN wo die Tennessee Titans die Indianapolis Colts empfangen. Das Motto dieses Spiels ist aber nicht das "Duell" zwischen Vince Young und Peyton Manning, sondern vielmehr Mannings Rückkehr nach Tennessee, denn vor seiner NFL-Karriere war er der Star der University of Tennessee und damit der Held im Bundesstaat. Jetzt kommt er als Gast mit seinen Colts und hat natürlich nur ein Ziel: Sieg Nr. zwei!
Um 22:00 Uhr sehen wir dann die Dallas Cowboys zu Gast bei den Miami Dolphins. Hier gibt es einige spannende Themen, z. B. wie Tony Romo mit der starken Defense der Meeressäuger klar kommt. Diese Defensivreihe dürfte deutlich besser sein als die der Giants, die er ja zerpflückte am letzten Sonntag. Und bei den Cowboys muss man auf Nose Tackle Jason Ferguson verzichten, der für den Rest der Saison ausfällt – mal sehen, ob die Mannen um Trent Green das ausnutzen können.
Um 2:15 Uhr in der Nacht auf Montag kommt es dann zum ersten wirklichen Kracher: Die New England Patriots empfangen die San Diego Chargers zur Revanche des letztjährigen Divisional Playoff Games! Die Patriots gewannen damals deutlich und können nun einmal mehr beweisen, dass sie zu Recht der Topfavorit in dieser Saison sind. Die Chargers hingegen sinnen auf Rache und werden sicher alles tun, um zu Tom Brady zu gelangen, was den Jets eigentlich gar nicht gelungen ist in der letzten Woche. Wir dürfen uns auf ein hochklassiges Spiel freuen, in dem die zwei wohl komplettesten Teams der Liga aufeinander treffen.
Am Montag beschließen wir dann die erste Woche mit NFL Primetime um 0:00 Uhr (Nacht auf Dienstag) als Auftakt. Um 1:00 Uhr folgt dann der Monday NFL Countdown, der uns einstimmen wird auf das Sunday Night Game zwischen den Washington Redskins und den Philadelphia Eagles um 2:30 Uhr. Im Home Opener der Eagles geht es für die Hausherren darum, sich nach dem eher schwachen offensiven Auftakt gegen Green Bay nun gegen den Divisionsrivalen aus der Hauptstadt zu rehabilitieren und ich hoffe sehr auf eine Show von Donovan McNabb, denn mein Fantasy Team braucht dringend Punkte von ihm…
Am Ende sei noch erwähnt, dass NASN zudem zwei Spiele als Aufzeichnung am Montagnachmittag nachreicht und zwar die Saints gegen die Buccaneers um 16:00 Uhr und die Raiders zu Gast in Denver um 18:30 Uhr. Viel Spaß bei all diesen Spielen und möge euer Team gewinnen (solange es nicht gegen meine Lieblingsteams spielt…)!
Donnerstag, 13. September 2007
Quinn kommt seinem Ziel näher
Ihr werdet es sicher gehört haben, Clevelands Opening Day Starter Charlie Frye wurde kurz nach seiner schwachen Vorstellung gegen die Steelers nach Seattle getradet, wo er nun hinter Matt Hasselback der Backup wird.
Für die Browns heißt das jetzt, dass (zunächst) Derek Anderson der Starting Quarterback sein wird und zum ersten Mal am Sonntag gegen die Cincinnati Bengals spielt. Sein Backup ist somit Brady Quinn, der letzte Woche noch als Nr. drei inaktiv war. Da ich aber davon ausgehe, dass Romeo Crennel relativ schnell einsieht, dass auch Anderson kein Topmann ist, wird es nicht mehr so lange dauern, bis der Rookie endlich den Job als Starter übernimmt, wie ich es schon seit seiner Unterschrift bei den Browns fordere…
Dienstag, 11. September 2007
News Round up Monday
Beginnen wir mit ein paar schlechten Nachrichten:
- Dallas Cowboys Nose Tackle Jason Ferguson hat den Saisonauftakt nicht gut überstanden und fällt mit einem Bänderriss im rechten Bizeps für den Rest der Saison aus. Mal sehen, wie die Cowboys damit zu Recht kommen werden, denn er ist ein verdammt wichtiger Spieler in der 3-4 Defense.
- Auch die New York Giants gingen nicht unbeschadet aus besagtem Spiel, denn aufgrund einer Schulterverletzung fällt ihr Quarterback Eli Manning wohl mindestens vier Wochen aus und einen wirklich guten Backup sehe ich nicht im "Big Apple".
- Die St. Louis Rams müssen für den Rest des Jahres auf ihren Pro Bowl Offensive Tackle Orlando Pace verzichten, denn er zog sich im Auftaktspiel gegen die Panthers schwere Verletzungen an der Schulter zu.
- Für die Bears begann die Saison auch nicht wie gewünscht, denn neben ihrer Niederlage in San Diego, verloren sie auch noch Safety Mike Brown und Defensive Tackle Dustin Dvoracek mit Bänderverletzngen im jeweils linken Knie. Brown versäumte schon in der letzten Saison die entscheidende Phase.
Und jetzt noch was für alle Raiders Fans:
Es ist tatsächlich geschehen! Nr. eins Pick JaMarcus Russell hat tatsächlich einen Vertrag bei den Raiders unterschrieben und wird somit endlich ins Training einsteigen. Der Vertrag geht über sechs Jahre und hat ein Gesamtvolumen von 68 Mio. $, was ein neuer Rekord für einen Rookie ist. Der alte Rekordhalter war Nr. zwei Pick Calvin Johnson, der für fünf Jahre von den Lions ca. 27 Mio. $ bekommt. Man kann also sagen, dass sich irgendwer über den Tisch ziehen lassen hat und ich glaube nicht, dass dies auf den Quarterback zutrifft, der im letzten Jahr noch den "Allstate Sugar Bowl" für die LSU gegen Notre Dame gewann…
Russell wird zunächst die Nr. drei sein hinter Josh McCown und Daunte Culpepper und kann jetzt in aller Ruhe sein NFL-Debüt vorbereiten, das aber wohl erst in 2008 passieren dürfte, denn jetzt ist dazu wirklich nicht der richtige Zeitpunkt…
Niners mit Last-Minute Sieg
Im zweiten Spiel des Monday Night Double Headers trafen die Arizona Cardinals und die San Francisco 49ers im Monster Park in San Francisco, CA aufeinander und es dauerte nicht lange, bis es zum ersten Mal "Action" gab…
Nach nicht einmal vier Minuten warf Cardinals Quarterback Matt Leinart eine Interception zu Niners Cornerback Walt Harris, der damit den Gastgebern exzellente Feldposition ermöglichte. Den folgenden Angriff schloss "The Inconvenient Truth" Frank Gore mit einem Touchdown Run über sechs Yards ab. Im zweiten Quarter kamen die Gäste dann aber besser ins Spiel und konnten durch einen TD Run über sieben Yards durch "The Edge" Edgerrin James in Führung gehen, nachdem Neil Rackers zuvor ein Field Goal erzielte. Joe Nedney glich aus und man ging mit 10-10 in die Pause.
Nach der Unterbrechung war es wieder Joe Nedney, der San Francisco in Front brachte, bis dann Anquan Boldin aus fünf Yards seinen ersten Touchdown der Saison erzielte, so dass die Cards vier Minuten vor Schluss mit 17-13 führten. Alex Smith war also gefordert und nahm diese Aufgabe gut an. Er scrambelte und brachte Pässe an den Mann, wie im ganzen Spiel zuvor nur selten. Kurz vor Ende sah es dann so aus, als hätten die Niners den Touchdown zum Sieg erzielt, doch Arnaz Battle verlor den Ball ein Yard vor der Endzone, er rollte in diese und wurde letztlich von Darrell Jackson erobert also doch TD für die Niners – nein, eben nicht, denn in den letzten beiden Minuten des vierten Quarters gilt die Regel, dass Fumbles, die nicht vom Spieler aufgenommen werden, der ihn fallen lies, sondern von einem Teamkollegen, an die Position zurückgebracht werden müssen, an der der Fumble geschah und das war die Ein-Yard-Linie!
Letztlich war das aber auch egal, denn im Spielzug danach erzielte Battle dann doch durch einen End-Around seinen Touchdown und da der anschließende "Hail Mary" von Leinart von 49ers Cornerback Shawntae Spencer gefangen wurde, gewannen die Gastgeber ihren Auftakt mit 20-17.
Statistisch gesehen hat keiner überzeugt, es war eine Defensivschlacht mit der Erkenntnis, dass die Offense bei beiden Teams besser werden sollte…
Bengals schlagen Ravens
Es war das erste Monday Night Game der Saison und besonders Nr. 85 Chad Johnson freute sich schon die ganze Woche darauf, was er natürlich jeden wissen lies!
Er versprach vor dem Spiel, dass er, sollte er einen Touchdown erzielen – mal ehrlich, er war sich sicher, dass dieser Fall eintreten würde, denn er ist schließlich Chad Johnson – die größte TD Celebration aller Zeiten aufführen würde. Nun gut, er erzielte im ersten Quarter seinen Touchdown nach einem schönen Pass von Carson Palmer über 39 Yards. Was folgte war seine persönliche Aufnahme in die Hall of Fame: Er lies sich ein übergroßes Hall of Fame Jackett überziehen, auf dessen Rückseite "FUTURE H. o. F. 20??" stand. Wie gesagt, an Selbstvertrauen mangelt es "Ocho Cinco" definitiv nicht!
Den anschließenden Kick blockten die Ravens und es entwickelte sich ein mitunter wildes Spiel mit jeder Menge Fumbles, wobei besonders die Ravens Offense davon betroffen war, denn sie verloren vier ihrer fünf Fumbles! Einer davon führte zu einem Touchdon durch Linebacker Landon Johnson. Bemerkenswert war zudem der Punt Return TD durch Ravens Safety Ed Reed, der für den verletzten B.J. Sams einspringen musste und sich damit für weitere Einsätze in dieser Rolle empfohlen hat. Mit diesem Score gingen die Gäste zu Beginn des vierten Quarters mit 20-19 in Führung, so dass Palmer sein Team noch einmal nach vorne peitschen musste.
Nur vier Minuten später fand er dann T.J. Houshmandzadeh aus sieben Yards in der Endzone und Rudi Johnson erhöhte mit seiner Two-Point Conversion auf einen Touchdown Vorsprung (27-20). Doch die Ravens gaben sich nicht geschlagen und kamen noch einmal in die Red Zone, allerdings mit Kyle Boller als QB, da Steve McNair angeschlagen draußen saß. Zunächst fing Derrick Mason einen langen Pass von Boller, trat aber an der Drei-Yard-Linie ins Aus, so dass man kurz vor der Endzone stand. Was folgte war eine Pass Interference von Tight End Todd Heap, die die Ravens zehn Yards kostete. Danach leisteten sich die Bengals eine Interference, die die Line of Scrimmage wieder an die Zwei-Yard-Linie brachte und dann fing Defensive Tackle Michael Myers den letzten Pass von Boller zum Ende des Spiels – 27-20 Bengals!
Mann des Tages war aber Cincy Linebacker Robert Geathers, denn der fing eine Interception, erzwang einen Fumble und eroberte einen weiteren. Offensiv war Houshmandzadeh mit neun Catches bester Receiver, die meisten Yards wies aber Chad Johnson auf mit 95 bei nur fünf Receptions.
Guter Auftakt also für die Bengals, während die Ravens Verletzungen von Offensive Tackle Jonathan Ogden, Quarterback Steve McNair, Linebacker Ray Lewis und Kick Returner B.J. Sams zu verschmerzen haben.
Montag, 10. September 2007
Woche eins mit einigen Überraschungen
Spätestens seit gestern ist die Welt für viele Footballfans wieder in Ordnung, denn die NFL läuft wieder! Und gleich zum Auftakt gab es einige spannende Duelle, wobei nicht immer der Favorit gewann…
Randy Moss mit super Auftakt
Die Patriots starteten bei den Jets und zeigten gleich zu Beginn, dass die ganzen Vorschusslorbeeren nicht übertrieben waren, denn Tom Brady führte seine Offense nach Belieben über das Feld, warf für 297 Yards (22/28) und drei Touchdowns. Seine Lieblingsanspielstation war an diesem Tag Randy Moss, den viele nicht mehr für gut hielten – doch ich denke neun Receptions für 183 Yards und einen 51 Yard TD Catch sind ziemlich gut! Wes Welker fing sechs Pässe und erzielte den ersten Touchdown der Saison.
Auf Seiten der Gastgeber musste Quarterback Chad Pennington nach zwei Touchdown Pässen auf Laveranues Coles verletzt runter und Backup Kellen Clemens konnte nicht mehr viel bewegen.
Ach ja, Geschichte wurde auch noch geschrieben, denn Patriots Cornerback Ellis Hobbs trug zu Beginn der zweiten Halbzeit einen Kick Off Return über 108 Yards zurück bis in Gegners Endzone – es war der längste Kick Off Return TD in der Geschichte der NFL! Die Patriots gewannen standesgemäß 38-14 und dürften mit dieser Vorstellung Unruhe bei der Konkurrenz ausgelöst haben.
Eagles schlagen sich selbst
Die Philadelphia Eagles reisten zuversichtlich nach Wisconsin, um im Lambeau Field die Saison mit einem Sieg zu eröffnen, doch schon nach wenigen Minuten begannen sie, konsequent gegen einen möglichen Erfolg zu arbeiten. Es waren nicht einmal zwei Minuten gespielt, da mussten die Packers schon punten, Greg Lewis nahm dem Ball auf, wurde getackelt und fumbelte den Ball an der 20 Yard Linie. Nach einigen Versuchen beider Teams, den Ball zu fassen, landete er in der Endzone, Packers Linebacker Tracy White stürzte sich drauf und die Packers hatten ihren ersten Touchdown.
Nach Field Goals auf beiden Seiten konnten die Gäste durch einen 9 Yard Pass von Donovan McNabb auf Jason Avant ausgleichen und später sogar mit 13-10 in Führung gehen, bis Rookie Kicker Mason Crosby ausglich. Danach quälten sich beide Teams hin und her und kurz vor Schluss kam es erneut zu einem Punt – Eagles Returner J.R. Reed zeigte Fair Catch an, der Ball flog in die Nähe zweier Packers und anstatt ihn einfach auf den Boden fallen zu lassen, hechtete der Defensive Back zum Ball, verlor ihn und die Packers hatten das Leder in Field Goal Reichweite zurück. Crosby verwandelte auch seinen dritten Kick am Tage und die Packers gewannen 16-13, wodurch Brett Favre seinen 148. Sieg als Starter feiern konnte, womit er den Rekord von Hall of Famer John Elway einstellte.
Broncos siegen dank Elam
Die Broncos spielten an sich ziemlich gut, Travis Henry erlief in seinem Debüt 139 Yards und Jay Cutler verteilte Pässe über 304 Yards und einen Touchdown auf Brandon Marshall, sowie neun Pässe auf Javon Walker, der es auf 119 Yards brachte. Doch am Ende musste das Team aus der "Mile High City" auf seinen Kicker vertrauen, denn erst durch einen Last-Minute Drive gelang es, in Field Goal Reichweite zu kommen und Jason Elam den Endstand von 15-14 aus 42 Yards herzustellen.
Texans schlagen Chiefs ohne Mühe
Es war vorher klar, dass die Chiefs in dieser Saison nur Erfolg haben können, wenn Larry Johnson alles selbst macht, doch durch seinen Holdout verpasste er wichtige Teile des Training Camps und bekommt daher zu Beginn der Saison weniger Carries als nötig und dass das nicht hilfreich sein kann für das Team, sah man gestern!
Die Chiefs waren offensiv nicht existent, "L.J." lief für ganze 43 Yards und Damon Huard warf zwei Picks. Auf Seiten der Texans hatte Matt Schaub einen passablen Einstand, er warf einen Touchdown Pass auf Star Receiver Andre Johnson (7 Catches, 142 Yards) über 77 Yards und kam auf insgesamt 225 Yards. Den Rest besorgte Kicker Kris Brown und die Defense, wobei Mario Williams einen 38 Yard Fumble Return TD erzielte.
Das könnte eine lange Saison werden für Kansas City, wohingegen die Texans vielleicht sogar eine .500 Saison hinlegen könnten.
Panthers setzen Ausrufezeichen in St. Louis
Irgendwie hat die Panthers in diesem Jahr kaum einer auf der Rechnung und doch siegten sie gestern recht souverän in St. Louis. Man muss aber betonen, dass kaum einer der Rams auf der Höhe war. Running Back Steven Jackson hatte zwei Fumbles (lost) zu Buche stehen und Marc Bulger kam auch nur auf 167 Yards und brachte gerade etwas mehr als die Hälfte seiner Pässe zum Mann (22/42). Auf der anderen Seite warf Jake Delhomme zwar auch nur für 201 Yards bei nur 18 Completions, doch drei davon führten zu Touchdowns. Zwei Scores erzielte Drew Carter und einen TD besorgte Superstar Steve Smith, der insgesamt auf sieben Catches und 118 Yards kam.
Steelers überrollen Browns
Kurz und bündig: Ben Roethlisberger traf nur mit 12 seiner 23 Passversuche einen Receiver, doch vier davon resultierten in Touchdowns. Hines Ward, Santonio Holmes, Matt Spaeth und Heath Miller waren die Empfänger. Der Endstand lautete 34-7 und auf Seiten der Gastgeber bewahrheitete sich, dass es eine dämliche Idee war, Charlie Frye zum Starting Quarterback zu machen! Er schaffte überwältigende 34 Yards (4/10) und warf eine Interception. Danach durfte Derek Anderson sein Glück versuchen und schaffte immerhin 134 Yards, einen TD und auch einen Pick. Wenn man doch jetzt einen Top Quarterback in der Hinterhand hätte – ach ja, hat man ja! Brady Quinn wäre auch noch verfügbar, vielleicht sollte Romeo Crennel den mal in Erwägung ziehen!
Lions gewinnen in Oakland
Dieses Spiel war wild! Die Lions gingen schnell mit 17-0 in Führung, Roy Williams und Nr. zwei Pick Clavin Johnson erzielten jeweils einen Touchdown, doch dann kamen die Raiders und gingen nach Touchdowns von Ronald Curry, LaMont Jordan und Justin Griffith im vierten Quarter in Führung. Dann fiel ihnen aber ein, dass sie die Raiders sind und schon brach alles auseinander. Jon Kitna fand Shaun McDonald in der Endzone, später erzielte noch Tatum Bell einen Touchdown und die Lions gewannen 36-21.
Es war eine typische Leistung von Jon Kitna mit 289, drei Touchdowns und zwei Interceptions, wohingegen Josh McCown, der für mich überraschend den Vorzug vor Daunte Culpepper bekam, eigentlich ja überzeugte mit seinen 313 Yards (30/40) und zwei Touchdowns, allerdings warf er auch zwei Picks und sammelte drei Fumbles an, von denen die Lions zwei eroberten…
Chargers gewinnen Grottenkick
Die Chargers empfingen die Bears und man freute sich auf ein hochklassiges Spiel, doch was die Zuschauer bekamen, war unter aller Sau. Es gab insgesamt sechs Fumbles, vier auf Seiten der Bears und beide Quarterbacks warfen je eine Interception. Zudem gab es in Hälfte eins nur einmal Punkte, als Robbie Gould aus 27 Yards traf und die Gäste in Front brachte.
Nach der Pause zeigte dann zumindest LaDainian Tomlinson Lebenszeichen. Zuerst war er einen 17 Yard Touchdown Pass auf Antonio Gates – damit hat er nun sieben TD Pässe und liegt nur noch einen hinter Rekordhalter Walter Payton, der als Running Back acht TD Pässe warf – und dann kämpfte er sich im vierten Quarter selbst über sieben Yards in die Endzone. Das Spiel endete 14-3 für die Chargers, Gates hatte neun Receptions über 107 Yards, "L.T." hingegen erlief nur 25…
Willkommen zur Romo Show
Einen Shootout hätte ich am letzten Donnerstag in Indy erwartet, doch letztlich gab es ihn erst Sonntagabend in Dallas. Die Cowboys empfingen die Giants und gewannen mit 45-35. Tony Romo kam auf 345 Yards und vier Touchdowns, zwei davon erzielte Terrell Owens (3 Catches, 87 Yards), einen Jason Witten, der bester Receiver war mit 116 Yards auf sechs Receptions. Bei den Gästen warf Eli Manning 312 Yards und ebenfalls vier Touchdowns, davon drei auf Plexico Burress, der mit acht Catches und 144 Yards überragend spielte. Doch letztlich gewannen eben die Cowboys und bei den Giants mussten Osi Umenyiora, Brandon Jacobs und später auch Manning verletzt vom Feld – sollten die ausfallen, könnte die Saison für die Giants noch schwieriger werden, als sie ohnehin schon wird.
Samstag, 8. September 2007
Der TV-Fahrplan fürs Wochenende
Wie ihr alle wisst, läuft seit Donnerstag Nacht die neue NFL Saison, doch richtig los geht es erst am morgigen Sonntag und der US Sportsender NASN hat dafür ein riesen Programm zusammengeschustert…
Los geht es Sonntag um 17:00 Uhr unserer Zeit mit dem NFL Sunday Countdown von ESPN. Hier wird zwei Stunden vor dem Kickoff in den Stadien, alles Wichtige präsentiert, um gut informiert in die Spiele zu gehen und ich denke, gerade am ersten Spieltag ist das sicherlich hilfreich, um auf den aktuellsten Stand zu kommen.
Um 19:00 Uhr geht dann endlich die eigentliche Show los und zwar mit dem AFC East Duell zwischen den New England Patriots und den New York Jets in den Meadowlands in East Rutherford, NJ. Alles schaut hier natürlich auf die neuen Patriots, bei denen wohl erstmals Randy Moss spielen wird, nachdem er die komplette Preseason pausierte. Und dann wartet man nach dem Ende des Spiels auf die Begegnung zwischen den Coaches Belichick und Mangini, die ja im letzten Jahr nicht immer gut aufeinander zu sprechen waren…
Weiter geht es dann um 22:15 Uhr, wenn die NFC Champions Chicago Bears zu Gast sind im Qualcomm Stadium in San Diego, CA bei den Chargers mit MVP LaDainian Tomlinson. Hier treffen zwei Top Defenses aufeinander mit der kleinen Einschränkung, dass die Gastgeber auch eine überragende Offense besitzen! Interessant wird es, zu sehen, wie gerade Rex Grossman in die Saison startet und ob man ohne Thomas Jones immer noch so ein erfolgreiches Laufspiel aufziehen kann. Bei den Chargers sind soweit alle fit, insofern werden die – in neuen Jerseys – wohl direkt los powern!
Und wenn ihr dann noch nicht genug habt, geht es um 2:15 Uhr weiter mit den New York Giants und den Dallas Cowboys im Texas Stadium in Irving, TX. Dann heißt es wieder Sunday Night Football auf NBC mit Al Michaels und John Madden. Doch viel interessanter sind sicherlich die sportlichen Fragen, wie etwa, wie die Giants ohne Tiki Barber, der in der Halbzeit sicher seinen Kommentar zu seinen ehemaligen Kollegen abgeben wird, zu Recht kommen. Und bei den Cowboys, bei denen Terry Glenn ausfallen wird, fragen sich alle, ob Tony Romo wieder so aufspielen kann, wie zu Beginn seiner Karriere als Starter oder ob er da weiter macht, wo er aufhörte im letzten Jahr…
Damit wäre der Sonntag abgegrast, doch schon am Montag geht es weiter und zwar um 23:00 Uhr mit dem ESPN NFL Monday Night Countdown, der sonst immer erst um 1:00 Uhr starten wird, doch in Woche eins haben wir ja gleich zweimal Monday Night Football!
Um 1:00 Uhr in der Nacht von Montag auf Dienstag begrüßt uns Hank Williams Jr. zum ersten Mal mit seinem "Theme Song" und direkt danach steigt der AFC North Kracher zwischen den Baltimore Ravens und den Cincinnati Bengals im Paul Brown Stadium in Cincinnati, OH. Der Untertitel für dieses Duell könnte lauten, "Mega Offense gegen Mörder Defense" und da wird es natürlich spannend sein, zu sehen, wer sich da durchsetzt, denn beide Einheiten sind explosiv – am meisten Spaß wird es also sicherlich geben, wenn die Bengals im Angriff sind…
Sollte es dann noch jemanden geben, der in der Lage ist, seine Augen offen zu halten (ich werde sicherlich kämpfen müssen…), dann serviert euch NASN auch noch das zweite Monday Night Game um 4:15 Uhr morgens und es handelt sich wieder um ein Divisionsduell, dieses Mal in der NFC West: Arizona Cardinals gegen die San Francisco 49ers im Monster Park. Die Schokoladenseite der Cards ist sicherlich die offensive, wo Matt Leinart mit Anquan Boldin und Larry Fitzgerald zwei der besten Wide Receiver der Liga hat. Und da sich die Niners gerade in der Defense deutlich verstärkt haben, wird das gleich für beide eine Art Feuertaufe…
Jetzt bleibt mir nichts mehr zu sagen, als allen viel Spaß zu wünschen mit den ganzen Spiel aus Woche eins. Ach ja, mir fällt gerade ein, dass es neben den ganzen Live-Spielen auch noch eine Aufzeichnung der Partie Philadelphia Eagles gegen die Green Bay Packers im Lambeau Field gibt und zwar am Montag um 16:30 Uhr – McNabb gegen Favre kann man sich ja auch mal anschauen! Und um 22:00 Uhr seht ihr in NFL Primetime die Highlights von allen Spielen vom Sonntag.
Are you ready for some Football?!
Freitag, 7. September 2007
Colts starten souverän
Das lange Warten hat ein Ende, die NFL läuft wieder! Und es gibt neben ein paar Neuerungen auch Sachen, die beim Alten geblieben sind.
Fangen wir beim Neuen an: Begrüßt wurden wir nicht mehr von Pink, die den Sunday Night Football Theme intonierte, sondern von Country Superstar Faith Hill, die zumindest optisch eine klare Verbesserung zum letzten Jahr darstellt, stimmlich kann man darüber streiten. Ebenfalls neu sind die "C"-Zeichen auf den Trikots der Spieler, die nun, wie im Eishockey, klar die jeweiligen Captains der Teams markieren. Und dann gibt es noch ein Comeback zu vermelden, denn der gute alte "Horse Trailer Player of the Game" ist zurück! Nachdem wir den Rockstar und diverse andere Dinge in den Vorjahren hatten, gibt es nun wieder den Pferdewagen-Award, worüber sich Al Michaels und John Madden sichtlich freuten.
Doch was das Spiel anging, so muss man leider feststellen, dass leider nur eines der beiden Teams, die zur Party eingeladen waren, wirklich kamen und Stimmung machten. Die Rede ist vom Champion, den Indianapolis Colts, die offensiv schon sehr frisch wirkten und in der Defense erstaunlich aggressiv. Linebacker Freddie Keiaho spielte dabei überragend und stoppte viele Laufversuche von Deuce McAllister oder Reggie Bush, fing zudem einen Pass von Drew Brees ab. Und da auch letzterer nicht ins Spiel kam, war dieses relativ schnell gegessen, da auf der anderen Seite Peyton Manning relativ leicht auf 288 Yards und drei Touchdowns kam, wobei seine Passgenauigkeit noch etwas zu wünschen übrig lies. Den ersten Score der Saison besorgte Marvin Harrison nach einem 27 Yard Pass von Manning, als er seinen ehemaligen Teamkollegen Jason David einfach überlief. Dieser erzielte zwar durch einen Fumble Return TD den Ausgleich, doch damit waren die Offensivbemühungen der Gäste beendet, während die Colts nachlegten. Reggie Wayne durfte zweimal jubeln, Joseph Addai einmal und dann trug auch noch Defensive Back Matt Giordano eine Interception in die Endzone.
Letztlich war das Spiel aber ziemlich langatmig und wenig berauschend. Die Colts spulten ihr Spiel herunter und die Saints kamen nicht in Tritt. Ich will jetzt zwar noch keine Voraussage für die Saison treffen, aber zumindest in diesem einen Spiel sah die Colts Defense besser aus als die Saints Offense und das war nicht unbedingt zu erwarten!
Zum Schluss sei noch gesagt, dass Peyton Manning der erste "Horse Trailer Player of the Game" wurde, was ja nicht wirklich überraschend war…
Dienstag, 4. September 2007
AFC East Preview
Heute sind wir schon am Ende des diesjährigen NFL Previews angelangt und blicken nun auf die AFC East. Hier finden wir den Topfavoriten der Saison, einen weiteren Playoff-Kandidaten, eine schwer einzuschätzende Truppe und ein Team im abermaligen Umbruch.
New England Patriots
Die Niederlage nach großer Führung im AFC Championship Game in Indy war sehr schmerzhaft und zeigte die Schwächen des Teams gnadenlos auf. Doch anstatt Trübsal zu blasen, stürzten sie sich auf den Markt und verstärkten sich wie noch nie während der Free Agency!
Offense
Der wichtigste Mann der Offense ist natürlich Quarterback Tom Brady, an dem es sicher nicht lag in besagtem Playoff-Spiel! Vor ihm sieht die O-Line ebenfalls unverändert aus, doch neu sind die Wide Receiver. Genau genommen haben die Patriots eine komplett neue Receiver Mannschaft eingekauft! Der sicherlich beste von ihnen ist Randy Moss, der nach zwei Jahren Oakland nun sicherlich wieder top motiviert auf dem Platz stehen wird, denn jetzt gibt es berechtigte Hoffnung, dass er mit einer Topleistung etwas erreichen kann. Auf der anderen Seite steht Donte' Stallworth, der als Free Agent aus Philadelphia nach Massachusetts kam. Des Weiteren verpflichtete man den Ex-Bengal Kelly Washington und tradete für Wes Welker mit den Dolphins. Zusätzlich dazu behält man noch Chad Jackson und Jabar Gaffney, entließ aber gestern Reche Caldwell, der mit seinen fallen gelassenen Bällen in Indy maßgeblich am Aus beteiligt war.
Daniel Graham ist nun in Denver, so dass Ben Watson endgültig der Starting Tight End ist. Als Backups verpflichtete man Kyle Brady aus Jacksonville und hat ohnehin noch David Thomas.
Dann verlies Corey Dillon auf eigenen Wunsch das Team, so dass Laurence Maroney nun die klare Nummer eins als Running Back ist. Dahinter werden aber auch Sammy Morris (ehemals Miami) und Kevin Faulk ihre Carries bekommen. Fullback bleibt Heath Evans.
Defense
Die erste Hiobsbotschaft ist, dass Defensive End Richard Seymour zunächst auf der PUP-List (Physically unable to Perfom) starten wird, so dass die D-Line aus Ty Warren, Vince Wilfork und Jarvis Green besteht. Doch besser wird es, wenn man auf die Linebacker schaut, denn dort gelang den Patriots direkt zu Beginn der Free Agency ein wohl noch größerer Coup als mit der Verpflichtung von Moss, denn man konnte mit Adalius Thomas den wohl besten Defensivspieler auf dem Markt holen.
Er wird auf diversen Positionen spielen, als Inside und Outside Linebacker, im Pass Rush und in Coverage Situationen – er ist das komplette Paket! Neben ihm finden sich noch Rosevelt Colvin, Mike Vrabel und Tedy Bruschi, sowie Junior Seau, der seine 18. Saison begeht und endlich einen Titel gewinnen will.
In der Secondary ist Strong Safety Rodney Harrison für die ersten vier Spiele wegen der Einnahme von Wachstumshormonen gesperrt, so dass James Sanders an Stelle seiner beginnen wird. Neben ihm spielt Eugen Wilson und da Asante Samuel seinen Vertrag nun doch noch unterschrieben hat, sind die Cornerback-Positionen ebenfalls top besetzt.
Special Teams
Stephen Gostkowski ist weiterhin der Kicker, während Chris Hanson den Job des Punters übernimmt, nachdem er sechs Jahre in Jacksonville spielte. Returner ist jetzt Wes Welker, eine Rolle, die er in Miami schon ziemlich gut ausfüllte.
Fazit
Die Patriots sind in allen Belangen "locked and loaded" und bereit für die Schlacht. Dies ist das Team, das man schlagen muss, um den Super Bowl zu gewinnen, ob dies aber irgendjemandem am Ende gelingen sollte, halte ich für sehr unwahrscheinlich.
New York Jets
Die Jets hatten eine ziemlich gute letzte Saison und das lag zum einen an der Defense, die dank Eric Mangini sehr stabil wurde und zum anderen an der von Chad Pennington geführten Offense. Sie erreichten die Playoffs und schieden dort gegen die Patriots aus.
Offense
Die Offensive Line um Center Nick Mangold und Left Tackle D'Brickashaw Ferguson dürfte auch in diesem Jahr souverän dem Quarterback den Rücken freihalten. Der ist wieder Chad Pennington, dessen Schulter im letzten Jahr hielt und es hoffentlich auch in dieser Saison tut. Seine besten Passoptionen sind die Wide Receiver Laveranues Coles und Jerricho Cotchery.
Zudem hat man nach dem endgültigen Karriereende von Curtis Martin mit Thomas Jones einen neuen Running Back verpflichtet. Ein Deal, der den Chicago Bears wohl nochmal leidtun wird.
Defense
In der Defensive Line sticht Kimo Von Oelhoffen heraus, während Linebacker Jonathan Vilma der Star der Defense ist. In der Secondary finden sich Star Safety Kerry Rhodes und der 12. Pick im diesjährigen Draft, Cornerback Darrelle Revis aus Pittsburgh.
Special Teams
Kicker ist Mike Nugent, Punter Ben Graham und für die Returns sind Tim Dwight und Justin Miller zuständig.
Fazit
Durch Thomas Jones ist das Team besser geworden und somit sollten auch in diesem Jahr die Playoffs möglich sein, allerdings muss man bedenken, dass die Konkurrenz diesmal nicht so fest schlafen wird wie zuletzt…
Buffalo Bills
Die Bills gewannen im letzten Jahr sieben Spiele und landeten damit – w sie seit Jahren verkehren – im Niemandsland.
Offense
Die O-Line hat keine besonderen Spieler aufzuweisen, wohingegen Lee Evans und Peerless Price ganz gute Wide Receiver sind. Man muss aber sehen, welchen J.P. Losman wir als Quarterback sehen, den katastrophal schlechten oder den recht guten…
Dahinter finden wir Marshawn Lynch, den Star Running Back und Erstrundenpick aus California. Er war nach Adrian Peterson der zweitbeste Running Back im Draft und sollte den Fans im Bundesstaat New York viel Freude bereiten.
Defense
In der D-Line geben Larry Tripplett und Aaron Schobel den Ton an, während dahinter alle Augen auf Rookie Linebacker Paul Posluszny von der Penn State gerichtet sind. Er könnte ein Steal gewesen sein, denn obwohl man ihn eigentlich bei vielen Mock Drafts in der ersten Runde gesehen hatte, konnten die Bills ihn mit dem zweiten Pick in Runde zwei angeln.
In der Secondary sehen wir mit Terrence McGee einen ziemlich guten Cornerback und Strong Safety Donte Whitner geht in sein zweites Jahr und das sollte vielversprechend sein, denn schon im ersten brachte er es auf 106 Tackles.
Special Teams
Der Kicker ist Ryan Lindell, der Punter Brian Moorman. Die Returner sind Roscoe Parrish und Terrence McGee.
Fazit
Die Bills werden auch in diesem Jahr wieder so ca. fünf bis sieben Spiele gewinnen, also sich keinen Schritt vorwärts bewegen.
Miami Dolphins
Die Dolphins hatten eine richtig schlechte Saison und konnten nie an die gute Form zum Ende des Vorjahres anknüpfen. Sie landeten mit 6-10 auf dem letzten Platz der Division und machten dann auch im Draft keine sonderlich gute Figur…
Offense
Die Dolphins hatten den neunten Pick im Draft und die Chance, mit Brady Quinn einen neuen Franchise Quarterback zu holen, doch stattdessen holten sie mit Ted Ginn Jr. (Ohio State) einen Wide Receiver, der seine Qualitäten vor allem als Returner hat und das mit dem neunten Pick! Wenn man jetzt noch bedenkt, dass zu diesem Zeitpunkt schon klar war, dass man Daunte Culpepper nicht behalten würde, war diese Entscheidung noch dämlicher.
Stattdessen setzt man auf den 37-jährigen Trent Green, bei dem nicht mal klar ist, ob er sich wirklich vollends von seiner schweren Gehirnerschütterung im letzten Jahr erholt hat und wieder der alte wird. Die Starting Wide Receiver sind Marty Booker und Chris Chambers, der im letzten Jahr alles andere als zuverlässig spielte.
Running Back ist immer noch Ronnie Brown, sein Backup ist Lorenzo Booker von der Florida State.
Defense
Die Dolphins spielen wahlweise in einer 4-3 oder 3-4 Defense, die entscheidenden Leute sind aber in jedem Fall Defensive End Jason Taylor, der auch als Outside Linebacker spielen kann und Middle Linebacker Zach Taylor. Eine wichtige Verstärkung ist zudem Outside Linebacker Joey Porter, auf dessen Dienste die Pittsburgh Steelers keinen Wert mehr legten, was vor allem am Gehalt gelegen haben könnte.
Generell ist aber die Defense der Dolphins das Prunkstück des Teams, wohingegen die Offense sich steigern muss.
Special Teams
Kicker ist Jay Feely und um den Job des Punters kämpfen Ryan Flinn und Brandon Fields. Der Returner ist, wie schon erwähnt, Ted Ginn Jr.
Fazit
Mal sehen, wie Cam Cameron mit seinem neuen Team und der Offense mit Trent Green klarkommt. Er ist aber in jedem Fall prädestiniert dafür, aus dieser etwas zu machen, denn als Offensive Coordinator der San Diego Chargers war er ja auch recht erfolgreich. Playoffs sind aber eher kein Thema in Florida…
Sonntag, 2. September 2007
AFC South Preview
Es ist nicht mal mehr eine Woche und dann beginnt sie, die neue Saison. Heute blicken wir auf die AFC South, in der der Titelverteidiger wartet. Zudem treffen wir ein Team, das sich im Umbruch befindet, eine sehr laufstarke Truppe und das Team, in dem der Quarterback öfters auf dem Boden liegt.
Indianapolis Colts
Nach unzähligen Versuchen, gelang es Peyton Manning und den Colts endlich, sich zum einen nicht irgendwo zu blamieren und zum anderen, nicht an den Patriots zu scheitern. Sie gewannen den Super Bowl, aber nicht etwa, weil Peyton Manning großartig spielte, nein, vielmehr, weil die Defense über sich hinaus wuchs.
Offense
Es ist nachwievor schwer, eine Offense zu finden, die ein ähnlich hohes Niveau hat, wie die der Colts. Peyton Manning ist der beste Regular Season Quarterback und wird auch in diesem Jahr wieder super Statistiken hinlegen. Interessant wird es aber, zu sehen, wie die Offensive Line ohne Left Tackle Tarik Glenn auskommen wird, der überraschend seine Karriere beendete. Für ihn wird Zweitrundenpick Tony Ugoh (Arkansas) übernehmen und versuchen, Peyton Manning den Rücken freizuhalten. Der Rest der O-Line, also Ryan Lijla, Jeff Saturday, Jake Scott und Ryan Diem, kehrt zurück.
Erste Passoption für Manning ist wie eh und je, Marvin Harrison, der mehr als 1.000 Pässe gefangen hat in seiner Karriere. Auf der anderen Seite steht Reggie Wayne bereit und Tight End ist Dallas Clark, der ebenfalls eine gute Option ist für den zweimaligen NFL MVP. Dahinter wartet Running Back Joseph Addai, der schon in seiner Rookie Saison über 1.000 Yards erlief und das, obwohl er sich die Snaps mit Dominic Rhodes teilen musste. Jetzt ist Rhodes in Oakland und Addai bekommt deutlich mehr Carries…
Defense
Die Defense war der Grund, warum die Colts letztlich den Super Bowl gewannen, doch hier ist auch schon das Problem! Eminent wichtige Komponenten dieses Verbundes haben das Team verlassen! Der beste Linebacker, Cato June, spielt jetzt in Tampa Bay, die beiden Starting Cornerbacks, Jason David (Saints) und Nick Harper (Titans) sind ebenfalls weg. Zudem entließ man letztlich Corey Simon, der aber sowieso keine Rolle spielte im letzten Jahr…
In der Defensive Line sind die Topleute, also Robert Mathis, Raheem Brock und Dwight Freeney, geblieben. Bei den Linebackers übernimmt Freddy Keiaho für June und in der Secondary, wo die Safeties Antoine Bethea und Bob Sanders die einzigen Überbleibsel sind, spielen jetzt Marlin Jackson und Kelvin Hayden an den Ecken.
Special Teams
Kicker ist Adam Vinatieri, der der beste "Clutch" Kicker der Liga ist und der Punter ist immer noch Hunter Smith. Für die Returns ist in diesem Jahr T.J. Rushing zuständig.
Fazit
Aufgrund der verminderten Defense, wird es wohl wieder mehr Shootouts geben, was die Fantasy Owner von Manning freuen dürfte. Allerdings ist somit auch die Chance, den Super Bowl Titel zu verteidigen, klar gesunken und das nicht nur aufgrund der übermächtig erscheinenden Patriots…
Tennessee Titans
Die Titans, die letztlich 8-8 gingen, fingen im letzten Jahr erst an, Feuer zu fangen, als Vince Young der Starter wurde und mit seiner Dynamik frischen Wind hineinbrachte.
Offense
In der Offensive Line hat man einen der besten Center der Liga, Kevin Mawae. Und Eric Moulds und Brandon Jones sind recht gute Wide Receiver. Zudem ist Ben Troupe als Tight End auch eine ordentliche Passoption. Insofern hat Quarterback Vince Young genügend Optionen, wenn er nicht gerade selbst läuft. Aber ich denke, Young hat das Zeug dazu, mehr zu werden, als ein neuer Michael Vick – ohne die Hunde-Geschichte…
Es ist nun an der Zeit, den nächsten Schritt zu machen und das könnte er durchaus schaffen. Hinter ihm hat er mit Chris Brown und LenDale Wight ja auch zwei gute Running Backs, wobei noch nicht klar ist, wer denn starten wird.
Defense
Die Defensive Line hat zwei herausragende Spieler mit Defensive End Kyle Vanden Bosch und Defensive Tackle Albert Haynesworth. Dahinter wartet Star Linebacker Keith Bulluck und in der Secondary findet sich z. B. Super Bowl Champion Nick Harper als Cornerback oder auch Chris Hope als Safety. Aber wer fehlt? Richtig, Pacman Jones, der nach diversen Zusammenstößen mit der Polizei für ein Jahr gesperrt wurde und nun einen auf Wrestler macht…
Allerdings sind mir das nicht genug Topleute, um größere Ziele zu erreichen, vor allem, wenn man bedenkt, dass es in der AFC South neben den Colts auch noch die Jaguars gibt.
Special Teams
Rob Bironas ist der Kicker und Craig Hentrich der Punter. Die Returns übernimmt Bobby Wade.
Fazit
Also eine .500 Season ist wieder drin, vielleicht sogar knapp darüber. Im Grunde streiten sie aber bloß um Platz zwei in der Division mit den Jaguars, zu denen wir jetzt kommen…
Jacksonville Jaguars
Nach einem sehr guten Vorjahr, war die letzte Saison sehr enttäuschend für die "Jax" und das, obwohl man für einige Highlights sorgte.
Offense
Die größte Veränderung zur Vorsaison ist sicherlich, dass Byron Leftwich nicht länger benötigt wird. Coach Jack Del Rio hat sich für David Garrard als Quarterback entschieden, während sich Leftwich ein neues Team suchen darf. Garrard überzeugte letztes Jahr nicht nur mit guten Pässen, sondern auch mit dem Lauf, denn durch seine kompakte Statur ist er relativ schnell und schwer zu Boden zu bringen.
Seine wichtigsten Passoptionen sind die Wide Receiver Reggie Williams und Ernest Wilford, sowie Tight End George Wrighster und überhaupt ist es auffällig, dass die Jaguars eigentlich durchweg große und starke Receiver haben, normalerweise sind solche ja eher klein und flink oder groß und schmächtig…
Running Back Nr. eins ist immer noch Fred Taylor, der eigentlich immer mehr als 1.000 Yards erläuft, wenn er gesund bleibt. Sein Backup ist der explosive Maurice Jones-Drew, der auch für alle Returns da ist. Gegen die Colts schaffte er im letzten Jahr einmal über 300 Total Yards in einem Spiel!
Defense
Stars der Defensive Line sind die Defensive Tackles Marcus Stroud und John Henderson, an denen man erstmal vorbeikommen muss. Dahinter steht Mike Peterson als Topmann der Linebackers und in der Secondary ragt Cornerback Rashean Mathis heraus. Gespannt bin ich aber vor allem auf Safety Reggie Nelson, den man mit dem 21. Pick im diesjährigen Draft aus Florida gepickt hat. Er gewann mit den Gators zu Beginn des Jahres das BCS National Championship Game gegen die favorisierten Buckeyes von der Ohio State…
Special Teams
Der Kicker ist Josh Scobee, der Punter Rookie Adam Podlesh (Maryland). Und für die Returns ist, wie schon erwähnt, Maurice Jones-Drew zuständig!
Fazit
Tja, eigentlich müssten die Jaguars auf Platz zwei landen, allerdings weiß ich nicht, was man von den Titans wirklich erwarten kann, ergo wird es auf einen Zweikampf um diesen Platz hinauslaufen. Evtl. reicht es für die Wildcard!
Houston Texans
Die Texans gewannen definitiv mehr Spiele, als man ihnen zutrauen konnte, doch David Carr lag auch mit Sicherheit zu häufig am Boden…
Offense
Die O-Line ist ziemlich unsicher und alles andere als ein Traum für den Quarterback, insofern nenne ich mal einfach keinen daraus. Viel interessanter ist da schon die Personalie Quarterback, denn da hat sich was geändert…
Matt Schaub kam aus Atlanta, wodurch David Carr überflüssig wurde. Er ist jetzt in Carolina und versucht dort, Jake Delhomme zu verdrängen. Aber dieser Move wird den Falcons vermutlich jetzt schon Leid tun, denn Michael Vick ist ja erstmal unpässlich, so dass Joey Harrington Starter ist. Doch zurück zu Schaub, der sich bestimmt schon auf Andre Johnson freut, der im letzten Jahr die Liga mit 103 Receptions anführte. Er machte einen riesigen Sprung und bestätigte die Vorschlusslorbeeren, die er früher bekam. Da aber Eric Moulds weg ist, wird wahrscheinlich Kevin Walter auf der anderen Seite starten.
Dann hat man auch noch vier gute Running Backs, wobei sicherlich Neuzugang Ahman Green (ehemals Green Bay) Starter sein wird. Neben ihm sind da aber auch noch Ron Dayne, Wali Lundy und Samkon Gado, die allesamt schon gute Spiele gezeigt haben.
Defense
Anders als die Offensive Line sieht die Defensive Line ziemlich gut aus! Hier sollte man vom letztjährigen Nummer eins Pick, Defensive Tackle Mario Williams (ja, Mario Williams, nicht Reggie Bush…), eine deutliche Steigerung erwarten und eine gute erste Saison erwarte ich auch vom diesjährigen Nummer zehn Pick Amobi Okoye, der in Louisville auf dem College war.
Der Star der Defense im letzten Jahr war sicherlich Linebacker DeMeco Ryans, der letztlich Defensive Rookie of the Year wurde. Und was die Secondary angeht, so hab ich da keinen Favoriten, weil mich alle nicht so richtig überzeugen.
Fazit
Mal sehen, was Schaub über eine ganze Saison drauf hat und ob er überhaupt genug Zeit bekommt, etwas zu zeigen bei der O-Line. Aber sechs Siege könnten auch dieses Jahr möglich sein!
Samstag, 1. September 2007
AFC West Preview
Kommen wir nun zur AFC West, in der es nur "einen geben kann". Wir haben hier einen Super Bowl Kandidaten, zwei sehr laufstarke Mannschaften und natürlich die Raiders, bei denen jegliche Umschreibung zu viel wäre…
San Diego Chargers
Die Chargers waren das beste Team der letzten Saison mit einem Record von 14-2, doch letztlich verloren sie in den Divisional Playoffs gegen die Patriots und die Saison war gelaufen und damit auch die Amtszeit von Marty Shottenheimer, der einfach nicht mit den Playoffs klar kommt…
Offense
Der Superstar ist MVP LaDainian Tomlinson, der im letzten Jahr mit 31 Touchdowns einen neuen NFL Rekord aufgestellt hat. Er wird weiterhin der Dreh- und Angelpunkt des Teams sein und durch seine Vielseitigkeit überzeugen – schließlich schafft es sonst kaum ein Spieler, Touchdowns durch Läufe, Catches und Pässe zu erzielen…
Vor Quarterback Philip Rivers steht weiterhin die äußert zuverlässige O-Line, die von Pro Bowl Center Nick Hardwick angeführt wird. Pass Option Nummer eins ist Tight End Antonio Gates, während man auf den Wide Receiver Spots etwas knapp besetzt ist, denn weder Vincent Jackson, noch Eric Parker gehören zu den Topleuten der Liga. Wie gut, dass man vieles mit dem Lauf erledigen kann, wofür man neben "LT" ja auch noch Backup Michael Turner hat, den viele Teams gerne verpflichtet hätten – als Nummer eins! Unterstützt werden beide vom wohl besten Fullback der Liga, Lorenzo Neal.
Defense
Wenn einem die Offense angesichts solcher Topmänner wie "LT" und Gates nicht schon bedrohlich genug vorkommt, haben sie Chargers auch noch eine verdammt aggressive Defense zu bieten! Die D-Line mit Luis Castillo, Jamal Williams und Igor Olshansky ist zwar schon sehr gut, dahinter wartet dann aber Outside Linebacker Shawne Merriman, das Tier. Er verpasste im letzten Jahr vier Spiele aufgrund eines Verstoßes gegen die "Substance Abuse Policy", doch führte dennoch die Liga in Sacks an und zwar mit 17! Wie viele wird er also erst haben, wenn er alle 16 Spiele mitmacht? In jedem Fall werden wir aber den "Lights out" Dance häufiger zu Gesicht bekommen als das den Gegnern von San Diego lieb wäre…
Die Secondary ist nahezu unverändert und daher eingespielt, was wichtig ist, denn da die Chargers fast immer blitzen, wird es viele Pässe geben…
Special Teams
Kicker ist Nate Kaeding, dem gegen die Pats in den Playoffs die Nerven versagten. Da er noch jung ist, wird sich daher zeigen müssen, ob er das schnell verkraftet. Punter ist Mike Scifres und für die Returns sind Eric Parker, Michael Turner und Antonio Cromartie zuständig.
Fazit
An und für sich sollte den Chargers in der Division nichts im Wege stehen. Ich glaube zwar nicht, dass sie in diese Jahr Home-Field-Advantage schaffen, aber einen der Top Seeds dürften sie erreichen. Spannend wird es sein, zu sehen, wie das Team unter Norv Turner arbeitet, der ja sehr viel offensiver denkt als Shottenheimer früher.
Kansas City Chiefs
Die Chiefs kamen erst am letzten Spieltag in die Playoffs und wurden da relativ deutlich von den Colts ausgeschaltet. Ob das aber letztlich der Grund war, Trent Green loszuwerden, sei dahin gestellt.
Offense
Ob es eine gute Idee war, Green nach Miami abzuschieben, wird sich erst noch zeigen, aber aus Altersgründen hat man das sicher nicht gemacht, denn nun hat man zwar keinen 37-jährigen mehr, aber immerhin einen 34-jährigen in Damon Huard. Und der ist nicht mal wirklich gut! Da aber bis auf Tight End Tony Gonzalez kein wirklich ernst zu nehmender Receiver in Sicht ist, fällt das auch nicht ins Gewicht…
Es kommt also wieder auf Larry Johnson an, der vor zwei Wochen seinen Holdout beendet hat und einen neuen Fünfjahresvertrag bekam. Im letzten Jahr stellte er einen neuen Franchise Rekord auf, indem er 416 Laufversuche unternahm.
Defense
Als Stützen der Defense kann man wohl die Defensive Ends Tamba Hali und Jared Allen, Linebacker Napoleon Harris und Cornerback Ty Law, sowie Patrick Surtain ansehen, aber sonst erscheint mir das alles ein wenig wackelig. Angesichts der Tatsache, dass man es in der AFC mit vielen Top Offenses zu tun bekommt, könnte es eine lange Saison werden in Missouri…
Special Teams
Neuer Kicker ist Justin Medlock, der nach dem Draft von der UCLA kam. Er ersetzt Lawrence Tynes, der sein Glück nun in New York versucht. Punter ist weiterhin Dustin Colquitt. Ein großer Verlust ist aber Returner Dante Hall, der nun in St. Louis spielt. Daher wird seine Aufgabe nun von Eddie Drummond ausgeführt, der seine bisherige Karriere in Detroit verbrachte.
Fazit
Früher oder später wird auch der letzte kapieren, dass die Chiefs in neun von zehn Fällen laufen werden und sollten sie das in den Griff kriegen, könnte es böse enden für KC…
Denver Broncos
Die Broncos verpassten auf dem letzten Drücker die Playoffs und haben seither ihr Team massiv verbessert.
Offense
Da es gute Tradition ist in Denver, die O-Liner nicht einzeln herauszustellen, sage ich einfach, dass diese Einheit seit jeher ziemlich gut funktioniert!
Dahinter steht Jay Cutler, der nach dem Trade von Jake Plummer nach Tampa Bay nun endgültig der Starter ist. Seine Nummer eins Option ist Javon Walker, Nummer zwei dürfte der nunmehr 37-jährige Rod Smith sein, eine wesentlich Verstärkung ist aber wohl Brandon Stokley, der in Indianapolis viele Jahre als Slot Receiver gute Leistungen zeigte.
Zudem hat man jetzt drei gute Tight Ends, angeführt vom Ex-Patriot Daniel Graham. Dazu kommen Stephen Alexander und Tony Sheffler, der erst durch Cutler wirklich in Erscheinung getreten ist im letzten Jahr.
Und der neue Running Back, Travis Henry, den man aus Tennessee bekam, wird das Team in eine neue Dimension katapultieren, denn wenn gute Tailbacks in der Lage sind, hinter dieser Line, mehr als 1000 Yards zu erlaufen, was schafft dann erst ein Topspieler wie Henry?
Defense
Das Prunkstück der Defense ist ganz sicher die Secondary, denn hier findet man den besten Cornerback der NFL, Champ Bailey. Dieser Fakt veranlasste nahezu alle Teams, seine Seite bei Pässen tunlichst zu meiden, was ihn aber nicht davon abhielt, dennoch zehn Interceptions zu fangen! Doch nun könnte es noch schwerer werden für die gegnerischen Teams, denn auf der anderen Seite steht nun Dre' Bly, der ehemalige Topstar der Detroit Lions. Er wird den Platz vom in der Silvesternacht ermordeten Darrent Williams übernehmen, was aufgrund dieser Geschichte natürlich ein schweres Erbe ist.
Ansonsten nenne ich mal Linebacker Ian Gold, der einen super Job machte im letzten Jahr und sollte doch mal etwas durchkommen, wartet John Lynch, der zu den härtesten Safeties der Liga zählt.
Special Teams
Kicker Jason Elam hält immer noch den NFL Rekord für das längste Field Goal mit 63 Yards und sollte auch in der neuen Saison von der dünnen Höhenluft in Colorado profitieren. Als Punter konnte man Tod Sauerbrun zurückholen, der sich kurz mal zu den Patriots verirrte, nachdem er von den Broncos entlassen wurde, da man ihm Paul Ernster vorzog – der jetzt aber wieder ins zweite Glied rückt. Für die Returns sind David Kircus und Brian Clark zuständig.
Fazit
Das Team ist gut verstärkt und sollte den Chargers Konkurrenz machen. Sie werden sicher über die Wild Card in die Playoffs kommen und für Furore sorgen.
Oakland Raiders
Ich weiß noch, wie ich (und viele andere) sich im letzten Jahr über die Raiders lustig gemacht haben – und das dürfte auch in dieser Saison zutreffen, denn wirklich verbessert hat man sich jetzt nicht…
Offense
Sicher, man hatte den ersten Pick insgesamt im Draft, aber der hat noch nicht mal einen Vertrag unterschrieben. Offenbar wird JaMarcus Russell wohl kein NFL Stadion vom Innenraum aus sehen in dieser Saison, denn selbst mehr als 30 Mio. US Dollar waren ihm nicht genug für einen Rookie Vertrag und wir reden hier von garantiertem Geld! Damit drückt er natürlich auch seinen Wert für den nächsten Draft, weil er ja ein Jahr nicht spielt, aber das soll jetzt auch nicht das Thema sein.
Man holte also Josh McCown und dann noch Daunte Culpepper und einer von beiden wird starten – unter objektiven Gesichtspunkten und eingedenk des Offensivsystems des Teams, sollte der Starter letztlich Culpepper sein, denn offenbar ist er wieder fit.
Im Draft bekam man dann noch einen neuen Tight End, nämlich Zach Miller (Arizona State), der gleich starten wird. Die Wide Receiver heißen Jerry Porter und Ronald Curry, da man ja Randy Moss nach Foxborough, MA verschiffte – für einen Viertrundenpick.
Zudem hat man mit Dominic Rhodes den wahren Super Bowl XLI MVP an Land gezogen, wobei aber wohl doch LaMont Jordan den Großteil der Carries bekommen wird.
Defense
Die Defense ist schwer zu beurteilen, obgleich es ein paar Lichtblicke gab. So hatte Defensive Tackle Warren Sapp mit seinen 34 Jahren nochmal eine Top Saison und führte alle Spieler auf seiner Position mit zehn Sacks an. Zudem ist Defensive End Derrick Burgess einer der besseren auf dieser Position.
Ansonsten bin ich gespannt, wie Cornerback Nnamdi Asomugha auf seine tolle Saison reagiert, in der er acht Picks fing. Ansonsten bestreitet der vielversprechende Safety Michael Huff seine zweite Saison und hatte schon im ersten Jahr 78 Tackles.
Special Teams
Sebastian Janikowski ist der Kicker und er hat einen verdammt starken Schuss. Er schafft es zwar selten, dem Ei eine präzise Richtung zu geben, aber weit kann er schießen! Shane Lechler puntet wieder und das in seiner achten Saison (alle in Oakland). Die Returns übernimmt Cornerback Chris Carr.
Fazit
Sie werden sich steigern – vielleicht gewinnen sie ja drei Spiele. Aber wegen Russell und dem wohl in den Sand gesetzten ersten Pick (oh hätten sie doch Brady Quinn, Calvin Johnson oder Joe Thomas genommen) sollten sie sich nicht grämen, sie werden wieder hoch picken im nächsten Jahr…