Donnerstag, 31. Januar 2008

Super Bowl XLII Preview

Es ist soweit! Heute schauen wir auf den Höhepunkt der Saison, Super Bowl XLII am kommenden Sonntag! Die New York Giants treffen auf die ungeschlagenen New England Patriots und ich sage euch, was beide Teams tun müssen, um zu gewinnen! Also, wird es die vielleicht größte Überraschung der Super Bowl Geschichte geben oder erleben wir die Vollendung einer perfekten Saison?

New York Giants

Die Giants gewannen zehn Auswärtsspiele in Folge (NFL Rekord), darunter die drei in den Playoffs bei den Buccaneers, Cowboys und natürlich in Green Bay vor zwei Wochen. Sie haben also bewiesen, dass sie außerhalb vom "Big Apple" ziemlich gut zu Recht kommen. Zudem zeigten sie im ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams in Woche 17 ihre bis dahin beste Leistung der Saison, die viele als den Beginn des Höhenflugs in den Playoffs ansehen.

In der Offense muss allen voran Eli Manning weiterhin den Game Manager geben und darf keine Pässe erzwingen. Er sollte einfach weiterhin versuchen, seine Top Receiver Plaxico Burress und Amani Toomer zu bedienen, denn die sind schwer zu covern und haben "Big Play Potential". Außerdem sollte man auf den Lauf setzen, so gut es geht. Brandon Jacobs und Ahmad Bradshaw müssen zu ihren Yards kommen, denn ansonsten wird zu viel Druck auf den Schultern von Manning liegen und irgendwie glaube ich immer noch nicht, dass er wirklich so cool ist, wie er zuletzt aussah. Seine letzte Interception warf er im Übrigen in Woche 17 gegen die Patriots.

Kommen wir zu meinem Lieblingsthema: "Wie stoppen wir die Patriots Offense?" Nun, Hoffnung haben einige ja aufgrund der Knöchelverletzung von Tom Brady, doch die scheint wohl unter Kontrolle, also sollte man sich darauf nicht unbedingt verlassen. Defensive Ends Michael Strahan und Osi Umenyiora werden die Hauptrolle dabei übernehmen müssen, den Rekord-Quarterback auch nur irgendwie unter Druck zu setzen, denn gibt man ihm Zeit, nimmt er jede Defense auseinander. Auf der anderen Seite muss man natürlich Randy Moss doppelt und Wes Welker sehr eng covern, damit man wenigstens nicht von den beiden Top Optionen geschlagen wird. Und wenn man dann auch noch Laurence Maroney verlangsamt, könnte man Erfolg haben.

New England Patriots

Die Patriots sind 18-0, haben alles geschlagen, was sich ihnen in den Weg stellte und gewannen im Championship Game trotz der vielleicht schlechtesten Leistung von Tom Brady überhaupt in den Playoffs. Dafür waren dann aber die Defense "lights out" und Laurence Maroney, sowie Kevin Faulk nicht zu stoppen.

Wenn die "Pats" den Ball haben, dann geht es vor allem darum, den Pass Rush der "G-Men" zu stoppen, wofür die O-Line um die drei Pro Bowler Matt Light, Logan Mankins und Dan Koppen natürlich prädestiniert ist. Brady wird also genügend Zeit bekommen, um die Coverage zu durchschauen und den offenen Mann zu finden. Außerdem glaube ich nicht, dass Randy Moss wieder nur einen Catch haben wird, wie es in den letzten beiden Spielen der Fall war. Und wie wir in Woche 17 sahen, scheinen die Safeties und auch die Cornerbacks der Giants nicht unbedingt die schnellsten zu sein, wodurch Donte' Stallworth und vor allem Randy Moss natürlich genau die richtige Antwort hätten, nämlich unglaubliche Geschwindigkeit! Wenn dann auch noch Maroney so läuft wie zuletzt und Welker weiterhin völlig überraschend die Bälle bekommt, gibt es wenig, was die Giants entgegenzusetzen haben!

Defensiv müssen sie den Lauf stoppen, was sie können, wie sie gegen Jacksonville und San Diego gezeigt haben. Vor allem müssen sie aber Plaxico Burress in den Griff bekommen, denn der ist durch seine Größe schwer aus dem Spiel zu nehmen. Man könnte etwa Asante Samuel exklusiv auf ihn ansetzen, was untypisch ist, da bei den Patriots die Cornerbacks eigentlich immer an ihren Seiten bleiben. Doch Ellis Hobbs ist mit seinen 1,75 m einfach zu klein für Burress' knapp 1,95 m. Des Weiteren würde es helfen, Eli unter Druck zu bringen, denn da wird er Fehler machen!

Prognose

Gebt es zu, auf diesen Teil wartet ihr doch schon seit dem Championship Game! Also machen wir es kurz, es wird so kommen, wie ich es seit letztem Frühjahr (seit dem Tag der Verpflichtung von Adalius Thomas) angekündigt hatte, die Patriots werden diesen Super Bowl gewinnen. Es wird kein Blowout, aber ich erwarte auch nicht, dass es bis zum Ende spannend bleibt. Die "Pats" haben ihre letzten drei Super Bowls allesamt mit drei Punkten Vorsprung gewonnen, dieses Mal werden es mind. zwei Scores, also etwa im Bereich von 10 – 14 Punkten. MVP wird zum dritten Mal Tom Brady und Randy Moss wird mind. einen Touchdown fangen.

Das Spiel wird in Deutschland live auf NASN (ab 21:30 NFL Countdown, ab 00:00 Uhr live aus Glendale, AZ) und in der ARD (ab 00:00 Uhr live) übertragen. Schaltet alle ein, es wird Geschichte geschrieben. Viel Spaß euch allen und mein Fazit zum Spiel gibt es dann am Montag (wenn ich wieder auf den Beinen bin nach einer langen Super Bowl Party…).

Super Bowl Show Highlights

Der Super Bowl ist nicht nur das größte Einzelsportereignis weltweit, er ist auch immer wieder die Bühne für große Künstler, die vor dem Spiel und während der Halbzeit auftreten und die Massen begeistern.

In diesem Jahr wird die neunmalige Grammy Gewinnerin Alicia Keys während der Pregame Show auftreten. Ihr neues Album "As I am" ist gerade erschienen und sie sang bereits vor Super Bowl XXXIX im Jahr 2005 in Miami die inoffizielle amerikanische Nationalhymne "America the Beautiful". Hier kann man sich also auf gute Unterhaltung freuen, denn aus meiner Sicht findet man wenige Künstlerinnen mit so einer tollen Soul-Stimme!

Die richtige Nationalhymne, "Star-Spangled Banner", wird an diesem Sonntag Newcomer Jordin Sparks singen. Sie ist die letztjährige Gewinnerin der Talentshow "American Idol", sieht ganz nett aus und hat eine gute Stimme. Mir gefällt die Wahl, wie das der Rest der Welt sieht, wird sich zeigen…

Der Höhepunkt des Showprogramms ist dann natürlich die "Bridgestone Super Bowl XLII Halftime Show", in der dieses Jahr "Tom Petty & the Heartbreakers" auftreten werden. Man setzt also auch in diesem Jahr wieder auf altbewehrte Recken (wobei ich Prince nicht als Recken bezeichnen will…) anstelle von jüngeren Künstlern, die für Skandale sorgen könnten (Leute, "Nipplegate" war erstens nicht schlimm und ist zweitens schon lange her!). Tom Petty startete im letzten Jahr mit seiner Band ein Comeback, nachdem er längere Zeit eher in der Versenkung verschwunden war und auch hier muss ich sagen, dass seine Musik mir zusagt, doch mein Musikgeschmack ist sowieso ziemlich weit gefächert und solange nicht irgendein nerviger Metal-Kram oder Hip-Hop gespielt wird, bin ich mit fast allem einverstanden...

Wir können uns also freuen auf guten alten Rock'n'Roll und einen Mix aus aktuellen Songs und alten Klassikern und wem das nicht zusagt, der kann ja in der Zwischenzeit die sanitären Einrichtungen aufsuchen!

So, das war es jetzt auch mit dem Vorgeplänkel, der nächste Blog, den ihr von mir lesen werdet, wird dann endlich das Preview zum Spiel Giants vs. Patriots enthalten und das könnt ihr doch sicher kaum noch erwarten, oder?!

 

Dienstag, 29. Januar 2008

Der Media Day…

Der Media Day gleicht alle Jahre wieder einem großen Zirkus und alle Jahre wieder sieht man so ziemlich die gleichen Bilder: Spieler laufen mit Kameras umher und befragen mitunter schon mal ihre Teamkollegen zu wichtigen Themen und die Medienvertreter tun dies selbstverständlich auch – wirklich gehaltvolle Antworten darf man dabei aber eigentlich nicht erwarten…

Tom Brady's Sinn des Lebens

Irgendjemand fragte den New England Quarterback nach dessen Lebenssinn und er antwortete nach kurzer Denkpause: "Ich werfe einen Football. Und das mache ich wohl gut genug, um jetzt hier zu sein – aber keiner von uns hat Krebs geheilt!" Eine passende Antwort auf eine eigentlich unpassende Frage, denn mal ehrlich, es geht hier um den Super Bowl und nicht um eine tiefgreifende philosophische Frage…

Randy Moss Highlights

Randy Moss gab wichtige Infos zu sich und seinen Teamkollegen preis, hier mal meine Top drei:

3. Der Bart, den er jetzt trägt, ist nicht etwa eine Art Playoffbart, wie man ihn im Eishockey des Öfteren sieht, sondern vielmehr ein Schutz vor der "gefrorenen Tundra" in Massachusetts! Aha…

2. Er wurde gefragt, wen er für den besten Wide Receiver aller Zeiten hält. Seine Antwort: "Jerry Rice WAR der Beste!" Weiter ausgeführt hat er das dann aber (glücklicherweise) nicht…

1. Am Ende lieferte er dann noch eine Einschätzung zu den Wide Receivern der Patriots, als ihn sein Kollege Donte' Stallworth danach fragte, wer denn der schnellste Wide Receiver des Teams wäre: "Der schnellste Receiver der Patriots, muss ich sagen, ist… Randy Moss. Der quickste (also antrittsschnellste) Receiver bei den Patriots ist… Randy Moss. Der stärkste Spieler im Team ist… Randy Moss." Noch Fragen?!

Wann geht eigentlich das Spiel los?

Defensive End Richard Seymour wollte deutlich machen, dass alles völlig irrelevant ist, was vor dem Moment passiert, in dem sie das Spielfeld betreten um "3:00 Uhr oder 6:00 Uhr oder wann immer wir spielen". Einen ähnlichen Standpunkt vertrat auch Linebacker Junior Seau, nur dass der genau wusste, dass das Spiel um 3:18 Uhr beginnen wird! Vorausgesetzt, man schafft es, bis dahin die Hymne, den unvermeidlichen Flyover mit irgendwelchen Kampfjets und das restliche Vorgeplänkel abzuspulen (Anmerkung: Das sagt nicht Seau, sondern ich…).

Bradys Media Day Einstellung:

"Ich versuche einfach, eine tiefgreifende Antwort zu geben und dabei nicht zu viel zu sagen, um meinen Coach nicht zu verärgern."

Michael Strahan auf der großen Bühne

Die Giants hatten auch tiefschürfende Dinge zu klären als sie an der Reihe waren, sich in den Medienzirkus zu werfen. So wurde etwa Defensive End Michael Strahan gefragt, wer ihn denn in einem Kinofilm verkörpern solle. Den Vorschlag eines Reporters, Oscar-Preisträger Forrest Whitaker, fand er nicht so prickelnd. Ihm würde Will Smith gefallen, allerdings müsste der dazu noch ein paar Kilo zulegen…

Eli mag Peytons Werbespots

Wer hätte das gedacht?! Eli Manning gefallen die allgegenwärtigen Werbespots seines Bruders Peyton. Er bescheinigt ihm sogar, ein ziemlich guter Schauspieler geworden zu sein. Na ja, wenn man schon in den Playoffs jährlich versagt, muss man wenigstens Humor haben (Ja, auch das sagt nicht Eli, sondern wieder ich!).

Styling Tipps von Michael Strahan

Sonst immer kurzgeschoren, lässt Michael Strahan seine Haare in dieser Saison etwas länger wachsen. Warum? (Warum nicht?!) Nun, er sieht es als einen Tribut an seinen Kumpel, den Schauspieler Don Cheadle, bekannt u.a. aus "Hotel Rwanda". Nebenbei fiel ihm auf, dass den Damen diese Frisur gefiel, während der männliche Teil der Bevölkerung ihm den Rat gab, die Haare doch wieder zu kürzen. Daraufhin stellte er dann folgende These auf: "Wenn Männer anfangen, etwas zu hassen, während die Frauen es mögen, dann weiß man, dass man auf etwas gestoßen ist!" Lernt vom Meister! (Und ich werde trotzdem Freitag zum Friseur gehen, denn die Matte, die ich zurzeit trage, muss einfach ab!)

Und noch einmal Michael Strahan

Und das ist jetzt die Erkenntnis des Tages: "(Head Coach) Tom Coughlin ist jetzt ein Mensch!" Den Umkehrschluss muss ich jetzt wohl nicht in Worte fassen, oder?!

Das waren meine persönlichen Highlights des Media Days. Ich hoffe, es war unterhaltsam, denn ich musste mich einfach den Gepflogenheiten dieser Veranstaltung anpassen und meine Sachlichkeit heute über Bord werfen. Als nächstes blicke ich den auf die Show Highlights und dann kommt gegen Ende der Woche das lang ersehnte Preview. Stay tuned!

 

Montag, 28. Januar 2008

Der Countdown läuft

Jungs und Mädels, es ist Super Bowl Week! Jetzt ist es nicht mal mehr eine Woche bis zum ersten Highlight des Jahres und so wird es Zeit, ernsthaft in die Berichterstattung einzusteigen…

Vorweg erstmal die Nachricht, dass New Englands Quarterback Tom Brady seinen orthopädischen Schutzstiefel wieder abgelegt hat und ohne zu humpeln, laufen kann! Allerdings war die Wahrscheinlichkeit, dass die Giants den Super Bowl gewinnen deutlich höher, als dass die Patriots ohne ihren MVP antreten würden. Er konnte zwar nach eigenen Angaben in der letzten Woche nicht trainieren, wird aber ganz sicher am Sonntag zum vierten Mal in einem Super Bowl auflaufen und versuchen, seinen vierten Ring einzusammeln.

Dann müssen wir uns bei Plaxico Burress bedanken, der im Prinzip das Schicksal seines Teams besiegelte mit seinem Hinweis, dass doch die Giants Wide Receiver mind. genauso gut wären wie deren Pendants auf Seiten der Patriots. Nun will ich gar nicht erst auf die Statistik schauen, denn das würde verheerend enden, aber Randy Moss alleine dürfte mehr Touchdowns erzielt haben, als alle Giants Receiver zusammen. Doch darum geht es eigentlich gar nicht, denn allein die Tatsache, dass schon wieder jemand meinte, vor dem Spiel einen Verbalangriff auf die Patriots starten zu müssen, lässt mich an dessen Verstand zweifeln, denn wenn die Patriots in einer Sache konsequent waren (worin eigentlich nicht?) in dieser Saison, dann war es, verbale Attacken im Vorfeld, auf dem Platz nicht nur zu begleichen, sondern vielmehr rigoros zu zerschmettern – auf sportlichem Wege versteht sich. Und da die Patriots Serientäter sind, denke ich mal, sie werden dem guten Plaxico die richtige Antwort geben…

Ansonsten bleibt für den Moment noch zu konstatieren, dass die Patriots seit gestern in Glendale sind, während die Giants heute anreisen werden. In den kommenden Tagen befasse ich mich dann mit den anderen wichtigen Dingen zum Spiel, etwa den Show Highlights, dem Media Day und natürlich meinem Preview zum Spiel. Also schaut wieder rein…

Montag, 21. Januar 2008

Patriots und Giants fahren nach Glendale

Es ist soweit, wir kennen die Paarung der 42. Ausgabe des Super Bowls am 3. Februar 08 in Glendale, AZ. Es sind die Patriots und die Giants. Heute schaue ich zurück auf die Championship Games und von da an geht das lange Warten auf den Sonntag in zwei Wochen los…

AFC Championship Game: San Diego Chargers vs. New England Patriots 12:21

Der Grund, warum die Patriots am 3. Februar die Chance haben, ihre vierte Lombardi Trophy zu gewinnen, ist einfach: Sie sind ein grandioses Team! Immer wenn man denkt, jetzt hätte der Gegner einen Weg gefunden, diese Einheit zu stoppen, tritt ein anderer Teil der Mannschaft in den Vordergrund und gleicht das aus, was ein anderer nicht geschafft hatte.

Gestern sahen wir vielleicht Tom Bradys schwächsten Auftritt überhaupt in den Playoffs, doch dafür spielte die Defense so dominant wie schon lange nicht mehr! Die Chargers kamen viermal verheißungsvoll in die Nähe der Endzone, doch New Englands Red Zone Defense ließ nichts außer Field Goals zu! Und wenn man gegen die Patriots keine Touchdowns erzielt, kann man auch nicht gewinnen!

Offensiv warf Brady erstmals in den Playoffs drei Picks, doch da Laurence Maroney wieder über 100 Yards erlief und Leute wie Kevin Faulk unglaubliche Plays schafften, blieben die Patriots auch im achten Spiel im Gillette Stadium im Januar ungeschlagen.

Allerdings muss man der Chargers Defense großen Respekt zollen, denn zum einen waren sie die ersten in dieser Saison, die Brady dreimal zu Interceptions zwingen konnten und zum anderen hat noch kein Team die "Pats" bei 21 Punkten gehalten! Doch wie gesagt, ohne eigene Touchdowns kann man dann eben trotzdem nicht gewinnen…

NFC Championship Game: New York Giants vs. Green Bay Packers 23:20

Es war klirrend kalt und beide Defensivreihen waren dominant, insofern war ein dramatisches Spiel vorprogrammiert. Der 90 Yard Touchdown von Favre auf Driver war beeindruckend, genauso die Leistungen der Giants Running Backs Brandon Jacobs und Ahmad Bradshaw, die zwar je nur knapp 60 Yards erzielten, dafür aber beide die Endzone fanden und in entscheidenden Situationen für guten Raumgewinn sorgten. Auch muss man Eli Manning wieder mal Respekt zollen, denn er hat wieder fehlerfrei gespielt (wobei Al Harris durchaus einen Pick hätte fangen können…) und sein Team über das Feld geführt.

Doch letztlich wird man nur an folgende Dinge denken, wenn man sich an dieses Spiel zurückerinnert: Zum einen das verschossene Field von Kicker Lawrence Tynes vier Sekunden vor dem Ende aus nur 36 Yards – das hätte der Genickbruch für die "G-Men" sein können! Dann der Moment, als die Packers die Seitenwahl vor der Overtime gewannen und somit den Ball bekamen. Anschließend die Interception von Brett Favre – es musste ja so kommen, nachdem er schon im Spiel wieder mal ein paar abenteuerliche Pässe warf, die einem auch da schon den Tag hätten verderben können und zu guter letzt, Lawrence Tynes mit seinem 47-Yarder zum Sieg!

Es ist tragisch, dass die lebende Legende Brett Favre nach seiner besten Saison seit Jahren diese dann doch mit einem schweren Fehler, den wir von ihm so selten gesehen hatten in diesem Jahr, beendete. Auf der anderen Seite war dies das erste Field Goal eines Gastteams im Lambeau Field in den Playoffs aus 40 oder mehr Yards. Alle 16 Versuche vorher aus dieser Distanz (inklusive Tynes Versuch aus 43 Yards gestern) gingen nicht durch die Stangen. Mehr Dramatik kann es eigentlich nicht geben! Und für die Giants war es der zehnte Auswärtssieg in Serie (Rekord) und sie sind das erste NFC Wild Card Team im Super Bowl seit über 30 Jahren…

So werden sich also die Patriots und Giants wiedersehen, nachdem man sich erst in Woche 17 begegnete und die Patriots ihre Perfect (Regular) Season clinchen konnten – nun könnten sie gegen den selben Gegner auch die komplette Perfect Season sicherstellen. Doch das ist Zukunftsmusik, jetzt schicke ich erstmal meine Glückwünsche an Bill Belichick, Tom Coughlin und ihre beiden Teams und verweise darauf, dass ich in den kommenden zwei Wochen hin und wieder ein paar Dinge zum anstehenden Super Bowl zum besten geben werde…

 

Samstag, 19. Januar 2008

NFC Championship Preview

Gestern blickten wir auf das AFC Championship Game, heute schauen wir auf das entscheidende Spiel der NFC.

New York Giants vs. Green Bay Packers

Dieses Spiel wäre an sich schon ziemlich spannend, wenn man bedenkt, dass die Giants in den letzten Wochen groß aufspielten und alle bis auf ein Auswärtsspiel in dieser Saison gewannen und aufgrund der Tatsache, dass Green Bay eine grandiose Saison gespielt hat. Doch der Faktor Wetter macht das ganze noch ein wenig interessanter, denn bei geschätzten -15° bis -20° C und wohl ordentlichem Schneefall könnten auch mal Dinge passieren, die unter normalen Umständen nicht passierten, wie es Packers Quarterback Brett Favre umschrieb.

Giants

Die "G-Men" gewannen in Dallas ein Spiel, in dem sie eigentlich in allen statistischen Kategorien unterlegen waren und an sich auch nur drei wirkliche Angriffsserien zustande brachten, doch das reichte für drei Touchdowns, während die Cowboys vieles liegen ließen, wobei auch die Giants Defense ziemlichen Anteil daran hatte.

Offensiv dürfte das Wetter jetzt nicht so groß von Nachteil sein, denn man setzt sowieso lieber auf den Lauf oder lässt Eli Manning kurze Pässe werfen. Man wird aber auf den Pass Rush aufpassen müssen, denn Kabeer Gbaja-Biamila und allen voran Pro Bowler Aaron Kampman sind schwer zu halten und so stabil ist die Giants Offensive Line jetzt nicht. Also muss man den Lauf etablieren. Inwiefern dann die Receiver wie Amani Toomer und Plaxico Burress bei schlechten Verhältnissen produzieren können, wird man sehen, aber viele tiefe Pässe erwarte ich nicht…

Defensiv ist das Prunkstück natürlich die Defensive Line, die es mit einer starken O-Line vor Brett Favre zu tun bekommen wird. Osi Umenyiora und Michael Strahan müssen hier einfach Druck ausüben, denn Favre ist auch im Schnee brandgefährlich, wie die Seahawks in der letzten Woche erkennen mussten. Zudem muss man Running Back Ryan Grant einfach irgendwie stoppen, denn dem scheint Schnee nichts auszumachen, was seine mehr als 200 Yards eindrucksvoll unterstrichen. Zudem müssen die Backups in der Secondary einen guten Tag erwischen, denn sonst hilft das ganze Run stoppen herzlich wenig.

Packers

Die Packers spielen zu Hause in den idealen Bedingungen für Football in Green Bay, auch wenn das sicherlich für niemanden wirklich angenehm ist. Sie kommen damit aber klar und nur das ist es, was zählt.

Offensiv wird wieder vieles über Grant gehen, denn das schafft Räume und Zeit für Favre, der ja auch noch im Fallen gefährlich ist, jedoch sollte er es damit nicht übertreiben, denn sowas kann auch ganz leicht richtig schief gehen und gerade im Championship Game, dass man in Green Bay seit der Saison 1997 nicht mehr erreicht hatte, wäre so etwas fatal. Ein großer Vorteil könnte jedoch gerade der Pass sein, denn drei Viertel der Giants Secondary besteht aus Backups, da Starter wie Sam Madison verletzt ausfallen. Gegen die Cowboys hat das funktioniert, doch da wurde die Pocket auch immer relativ schnell durchbrochen und Tony Romo stark bedrängt, doch ich bezweifle, dass man an Green Bays Offensive Line so schnell vorbeikommt, denn diese spielte zuletzt grandios!

Defensiv heißt das Motto ebenfalls, den Lauf zu unterbinden, was gegen einen Wandschrank wie Brandon Jacobs natürlich schwer ist, doch mit Linebacker wie Nick Barnett und A. J. Hawk sollte das gehen. Dann kann man mit den o. g. Defensive Ends großen Druck auf Manning entfachen, was den sicherlich nervös machen könnte, womit die Defensive Backs ins Spiel kommen und hier sind Al Harris und Charles Woodson mit die besten, die man in der Liga findet – und vergessen wir nicht Atari Bigby, der gegen Seattle an fast jeder Aktion beteiligt war.

Prognose

Unter normalen Umständen würde ich sagen, es wird eine klare Angelegenheit für die Packers, da aber Schneeverwehungen und was da noch alles kommen könnte, alles andere als normal sind, ist das Spiel relativ offen. Wer weniger Fehler macht, fährt nach Glendale und ich glaube, das werden die "Cheeseheads" sein, doch es dürfte ziemlich knapp werden!

Freitag, 18. Januar 2008

AFC Championship Preview

Es ist soweit, Championship Sunday steht vor der Tür und wir werden bald wissen, wer zum Spiel der Spiele, dem Super Bowl, fährt.

San Diego Chargers vs. New England Patriots

In der AFC treffen die San Diego Chargers auf die New England Patriots und wir haben wieder mehrere Stories, die erzählt werden wollen im Vorfeld dieses Spiels. Da wäre etwa die Revanche aus Sicht der Chargers für die Niederlage im letztjährigen Divisional Game zu Hause, nachdem einige Patriots Shawne Merrimans "Lights out Dance" auf dem großen Chargers Logo vollführten. Außerdem wird es sicherlich auch wieder einige Stimmen geben, die auf den nicht vorhandenen Erfolg von Norv Turner in den Playoffs hinweisen. Ach ja, dann wäre da noch die Chance der Patriots, als erstes Team in der Geschichte 19-0 zu gehen, ihr seht also, es ist einiges geboten. Doch wie können die Teams ihr Spiel gewinnen? Schauen wir mal…

Chargers

Die Chargers schlugen mit dem Backup Quarterback und den Backup Running Backs den Titelverteidiger, die Indianapolis Colts, in dessen Haus und dieses Personal wird evtl. auch am Sonntag auftreten, denn das Spiel am letzten Sonntag hat einige Wunden hinterlassen.

Offensiv wird es wohl erst kurzfristig eine Entscheidung geben, ob Philip Rivers spielen kann oder doch Billy Volek das Team in die Schlacht führt. LaDainian Tomlinson wird dagegen relativ sicher auflaufen, doch wie fit er ist, erscheint genauso fragwürdig wie der Zustand von Antonio Gates, der gegen Indy zwar mitwirkte, aber aufgrund seiner Fußverletzung kein großer Faktor war. Es erscheint aber unabdingbar, dass "LT" topfit ist, denn ansonsten käme man wieder in die Situation, den/die Quarterback(s) mehr Pässe werfen zu lassen, als gut sein kann, denn obwohl die Patriots Defense nicht so schnell ist wie die der Colts, so ist sie jederzeit in der Lage, ein Big Play zu schaffen und ein Spiel zu entscheiden. Die Chargers müssen das Laufspiel etablieren, um zumindest die älteren Linebacker der Patriots ins Schwitzen zu bringen, das ist die größte Schwäche dieses Teams!

Defensiv gilt das gleiche wie für alle Teams, die gegen die "Pats" antreten: Fangt an zu beten! Die Jaguars haben ihre Sache schon recht gut gemacht und den tiefen Pass weitestgehend verhindert, aber dafür mussten sie eben die kurzen Pässe hinnehmen, die ihnen das Genick brachen. Die Chargers werden extrem aggressiv über außen blitzen und so versuchen, Tom Brady aus der Ruhe zu bringen, doch das haben schon andere versucht. Antonio Cromartie wird wohl die meiste Zeit direkt gegen Randy Moss spielen und damit wohl seiner bisher größten Herausforderung gegenüberstehen, denn dieser Receiver ist nicht nur größer und schwerer als er, er ist auch mind. genauso schnell…

Patriots

New England hat am letzten Wochenende einmal mehr bewiesen, dass man unberechenbar ist. Selbst wenn der Gegner glaubt, alles gesehen zu haben, kommt Offensive Coordinator Josh McDaniels wieder mit etwas ganz neuem, wie etwa der "Statue of Liberty". Zudem sind alle, die nicht auf der IR sitzen, einsatzbereit.

Die Offense wird sicherlich gegen San Diego wieder etwas mehr Platz haben, denn die Chargers werden blitzen und das ziemlich oft. Das wird Lücken reißen und hier kommen dann Leute wie Wes Welker, Jabar Gaffney, Donte' Stallworth oder eben die Running Backs Kevin Faulk und Laurence Maroney ins Spiel. Tom Brady wird sich schneller vom Ball trennen müssen, was zu vielen Screens führen könnte oder eben wieder den "Drops", die den Jaguars den Tag verdarben. Peyton Manning machte unter diesem Druck Fehler in Form von ungenauen Pässen, doch ich denke bei Tom Brady ist diese Gefahr aus Erfahrung nicht so groß. Zudem hat er eine verdammt gute O-Line, die ihm schon die nötige Zeit geben wird. In Red Zone Situationen dürfte Tight End Ben Watson erste Option sein, denn die Safeties der Chargers haben Probleme mit starken Tight Ends und wer glaubt, Randy Moss wird wieder nur bei einem Catch bleiben, der könnte enttäuscht werden…

Defensiv wird man alles daran setzen, den Lauf zu stoppen, um Rivers oder Volek zum Passen zu zwingen, denn trotz der neuen Option Chris Chambers und dem erstaunlich gut gewordenen Vincent Jackson, gelten beide QB nicht unbedingt als Topspieler. Also muss man sie zu Fehlern zwingen. Aufpassen muss man aber auf kurze Screens, wie man sie gegen die Colts gesehen hat, denn hierbei kann gerade Darren Sproles gefährlich sein.

Prognose

Einige Experten versuchen, das Momentum auf die Seite der Chargers zu schreiben, doch trotz der acht Spiele andauernden Siegesserie fällt es mir schwer, dass so zu akzeptieren, denn immerhin haben die Patriots die letzten 17 Spiele gewonnen und damit alle in dieser Saison, wer sollte da also mehr Selbstvertrauen haben? Ich denke, die Patriots gewinnen klar und gehen in den Super Bowl, denn alles in allem kann man deren Offense nicht stoppen und auf der anderen Seite werden angeschlagene Stars gepaart mit Backups nicht reichen, um die "Pats" Defense entscheidend zu überwinden.

Montag, 14. Januar 2008

Divisional Playoffs Warpup: Sonntag

Man könnte diesen Beitrag auch "Upset Sunday" nennen, denn beide vermeintlichen Außenseiter haben sich tatsächlich durchgesetzt, doch schauen wir uns das mal im Einzelnen an…

San Diego Chargers vs. Indianapolis Colts 28:24

Also vorweg, Antonio Gates und Marvin Harrison waren beide aktiv, aber nicht die entscheidenden Faktoren. Harrison hat zwar einen kostbaren Fumble fabriziert, der letztlich einen Touchdown der Chargers zur Folge hatte, aber ansonsten kam erwartungsgemäß nicht viel von ihm. Entscheidend war vielmehr, dass die Chargers trotz massiver Behinderungen dieses Spiel nicht abschrieben, während auf Seiten der Colts jemand ein altes Klischee bestätigte…

Ich ziehe meinen Hut vor der Leistung der Gäste, denn im Prinzip haben sie diesen Sieg ohne LaDainian Tomlinson errungen und den Game Winning Drive ohne Philip Rivers, der bis dahin super aufgelegt war, doch am Ende war es Backup Quarterback Billy Volek, der das Team zum entscheidenden Touchdown führte. Die Offensive Line stand wie eine eins und so konnte die Defense nie wirklich zum Quarterback vordringen. Der hatte dann genügend Zeit, um präzise Pässe zu werfen, etwa auf Vincent Jackson, der es auf sieben Catches für 93 Yards brachte.

Auf der anderen Seite zeigte sich die Defense der Chargers wie immer total aggressiv, lies damit Peyton Manning aber auch größere Lücken, die er anfangs sehr gut ausnutzte. Er brachte seine ersten 14 Pässe erfolgreich zum Mann und man dachte schon, er würde ähnlich wie Tom Brady am Vortag, eine vorzügliche Leistung abliefern, doch dann begann er zu wackeln, warf unglückliche Interceptions und hätte sogar mehr als zwei abgeben müssen, wenn die Defense etwas mehr Glück gehabt hätte. Doch was deutlich wurde, war, dass Manning eindeutig die Präzision fehlte, so überwarf er einen völlig offen stehenden Reggie Wayne deutlich.

Letztlich kam es dann auf ihn an, denn man bekam den Ball in den letzten zwei Minuten des Spiels noch einmal, doch nach einem abermaligen vierten Versuch, scheiterte man endgültig und hat nun Ferien. Das wird wieder Wasser auf die Mühlen derer Spülen, die Peyton Manning in den Playoffs Nervenschwäche nachsagen, denn die Bilder sprachen Bände…

Die Chargers hingegen schaffen die Überraschung und spielen am nächsten Sonntag bei den Patriots um den Einzug in Super Bowl XLII.

New York Giants vs. Dallas Cowboys 21:17

Die vormals so schwache Defense der Giants war gestern der entscheidende Faktor, um im Texas Stadium zu gewinnen und ins NFC Championship Game einzuziehen.

Offensiv spielte Eli Manning wieder die Rolle, in der er zuletzt überzeugte, nämlich den sachlichen Game Manager, der das nimmt, was ihm angeboten wird. Das war gestern nicht wahnsinnig viel, aber es reichte für drei Touchdowns – der entscheidende war der dritte durch Brandon Jacobs. Den gefühlten Rest der Zeit war Dallas in Ballbesitz, doch es lief nicht immer wirklich rund.

Die Giants brauchten eine Weile, kamen denn in Halbzeit zwei aber doch zu Tony Romo durch, in Person von Osi Umenyiora etwa. Man setzte ihn permanent unter Druck und er zeigte Wirkung. Seine Pässe waren häufig schlecht getimt, zu hoch, zu kurz, zu lang – von allem etwas. Außerdem steckte er unnötige Sacks ein, in dem er zu lange mit dem Ball rumlief, anstatt ihn einfach wegzuwerfen – das tat er dann später innerhalb der Pocket ohne einen Receiver in der Nähe zu haben, wofür er eine klare Strafe für "Intentional Grounding" bekam. Den Abschluss bildete die Interception wenige Sekunden vor Schluss – doch ob R.W. McQuarters diesen Ball nun fängt oder ihn einfach zu Boden schlägt, war in diesem Moment herzlich egal, denn es war sowieso der vierte Versuch.

Die Cowboys sind wieder draußen, Romo und Head Coach Wade Phillips bleiben weiterhin ohne Playoffsieg und stellvertretend für alle Kolumnisten in den Staaten, stelle ich nun die Frage: "War der Trip nach Cancun (MEX) wirklich sinnvoll?" Ich meine, an sich können die machen, was sie wollen, aber allein der Medienrummel, den das ausgelöst hat, war ganz sicher eine zu große Störung für die Mannschaft und positiv auf die Leistung hat er sich auch nicht ausgewirkt – oder sehen wir das als weiteres Indiz, dass Romo zusammenbricht, wenn es wirklich mal um was geht? Diese Frage werden wir erst in Zukunft beantworten können, denn jetzt fehlen uns dafür noch genügend Anzeichen, aber er muss aufpassen, dass er nicht ganz schnell vom "Hero" wieder zum "Zero" wird…

In Wisconsin wird man sich aber sicherlich sehr gefreut haben über dieses Ergebnis, denn somit steigt das NFC Championship Game im Lambeau Field, vielleicht ja auch wieder im Schnee, wir werden sehen…

Eine kleine Anmerkung noch, weil es ein absolutes Novum ist: Seit es das Divisional Playoff Format gibt, hatte bis gestern noch nie der Nummer eins Seed der NFC dieses Spiel verloren!

Sonntag, 13. Januar 2008

Divisional Playoffs Wrapup: Samstag

Diese beiden Spiele gestern waren wirklich Highlights, ich meine, es gab zwar von den Ausgängen her keine Überraschungen, aber was uns da auf dem Plätzen geboten wurde, war schon allererster Güteklasse!

Seattle Seahawks vs. Green Bay Packers 20:42

Es dauerte genau vier Minuten, da stand es schon 14:0 für die Seahawks, Ryan Grant hatte schon zwei Fumbles und es war mucksmäuschenstill im Lambeau Field. Viele werden sich da wohl schon gefragt haben, ob sie mit dem falschen Fuß aufgestanden sein könnten, denn nach so einer tollen Saison einen derart unglücklichen Start in den Playoffs hinzulegen, ist mehr als niederschmetternd. Doch der alte Mann, dem man sein Alter auf dem Feld nicht ansieht, wollte an diesem Tag keineswegs verlieren!

Brett Favre startete die Aufholjagd mit einem schönen Drive und einem starken Touchdown Pass auf Greg Jennings. Im nächsten Drive war es dann sein Enthusiasmus, der Coach Mike McCarthy zur Challenge bewegte und den Packers nach Bubba Franks Catch ein neues First Down bescherte. Ryan Grant stabilisierte sich, brachte den Ausgleich. Dann wieder Jennings und danach begann die große Show von Ryan Grant, der insgesamt für 201 Yards und drei Touchdowns lief (beides neue Playoff Franchise Rekorde). Was für ein Weg, sich als Rookie in seinem ersten Playoffspiel zu präsentieren (und das nach dem Start)!

Ein weiterer Held des Tages war für mich Strong Safety Atari Bigby, der es auf vier Tackles, drei Assists und einen Forced Fumble brachte und irgendwie immer da war, wenn ein Seahawk brutal getroffen wurde…

Doch das Play des Tages – und da sind wir uns wohl alle einig – war sicherlich das Harakiri Manöver von Brett Favre, der in der Mitte fast gesacked wird, irgendwie doch frei kommt und dann quasi im Seitwerts-Fallen einen eigentlich wahnsinnigen Notpass auf Donald Lee schleudert, der ein neues First Down und anschließend einen Touchdown beschert. Es ist einfach unglaublich, aber selbst mit 38 Jahren spielt Brett Favre immer noch so, wie zu Beginn seiner Karriere und man gönnt es ihm, denn ihn spielen zu sehen, macht einfach Spaß!

Die Story geht am nächsten Sonntag weiter, wo das allerdings sein wird, entscheidet sich erst heute Abend…

Jacksonville Jaguars vs. New England Patriots 20:31

Man muss sagen, die Jacksonville Jaguars haben so ziemlich alles in ihrer Macht stehende getan, um dieses Spiel zu gewinnen, aber letztlich mussten auch sie erkennen, dass die Patriots nicht grundlos immer noch ungeschlagen sind. Sie haben offensiv sehr viel Mumm bewiesen in einigen Situationen wie beim vierten Versuch am Anfang des Spiels knapp hinter der Mittellinie und sie haben generell der Patriots Defense ein ums andere Mal große Probleme bereitet. Aber der Lauf war dabei nicht der große Faktor, denn den hatte man weitestgehend unter Kontrolle aus Sicht der Patriots – Fred Taylor, Maurice Jones-Drew und David Garrard kamen insgesamt nur auf 80 Yards.

Dafür war der Passer Garrard sehr viel erfolgreicher als noch gegen die Steelers: Er brachte es auf 278 Yards und zwei Touchdowns, doch ich denke entscheidend war letztlich, dass man zwei mal "nur" ein Field Goal erreichte nach vielversprechenden Serien. New England hingegen spielte in der Offense anders als sonst. Man stellte sich auf den Gegner ein und reagierte klug auf die massive Coverage der Secondary, indem man eher auf den Lauf setzte bzw. Brady kurze Pässe werfen ließ. Und dabei ist genau das eingetreten, was ich in der Preview schon ankündigte: Wenn man versucht, alle zu decken, anstatt Brady unter Druck zu setzen, findet er doch jemanden. Eben das passierte und Brady wurde im ganzen Spiel nur zweimal berührt – das erste mal, direkt beim ersten Spielzug, als man ihn zu Boden brachte und dann noch einmal bei einer "Roughing the Passer" Strafe.

Die Gastgeber erwiesen sich als unerbittlich und erzielten nur in zwei Drives über das gesamte Spiel verteilt keine Punkte. Einmal, als Stephen Gostkowski ein Field Goal verschoss und einmal, als man kurz vor Ende doch noch Punter Chris Hanson antreten ließ. In den restlichen Serien gab es vier Touchdowns und ein Field Goal.

Held des Tages müsste eigentlich Laurence Maroney sein, denn der erlief 122 Yards mit einem Touchdown und fing zudem vier Pässe für 40, doch aufgrund der Tatsache, dass Brady schon wieder einen Rekord aufgestellt hat, geht dieser Titel doch an ihn: Er hat mal eben 26 seiner 28 Pässe zum Mann gebracht und damit eine Completion Percentage von 92,9 % hingelegt, was den Rekord von CBS-Experte Phil Simms (88 %) überbot.

Ach ja, erwähnen muss man noch, dass die Patriots den möglichen noch folgenden Gegnern ein wenig mehr zum Grübeln gegeben haben, denn sie liefen nicht nur einen Reverse (Welker für 13 Yards), sondern griffen auch noch ganz tief in die Trickkiste, als sie ihre Version der "Statue of Liberty" präsentierten. Und das wiederum sah eigentlich noch spektakulärer aus als der weiträumige "Flea Flicker" gegen Pittsburgh vor ein paar Wochen…

Das Championship Game steigt also am nächsten Sonntag im Gilette Stadium in Foxborough, MA und den Gegner erfahren wir heute Abend im Spiel zwischen den Chargers und den Colts…

 

Freitag, 11. Januar 2008

Divisional Playoffs Preview: Sonntag

Heute schauen wir auf den kommenden Sonntag und auch hier stehen zwei großartige Matchups an, bei denen es eng werden kann, ohne dass man wirklich von großen Überraschungen sprechen müsste.

San Diego Chargers vs. Indianapolis Colts (Sonntag, 19:00 Uhr)

Der Titelverteidiger empfängt das beste Team der letztjährigen Regular Season und noch dazu eines der beiden Teams, gegen die Indy in dieser Saison verloren hat. Und in beiden Lagern stellt man sich die gleiche Frage: Wird der Top Receiver des jeweiligen Teams spielen können?

Chargers

Die Chargers gewannen nach schwachem Start relativ deutlich gegen die offensiv völlig harmlosen Titans, man kann aber jetzt schon sagen, dass dieses Attribut in keinster Weise auf den nächsten Gegner zutrifft, was bedeutet, dass man auf beiden Seiten des Footballs mind. eine Schippe drauflegen muss.

Offensiv könnte die Entscheidung über den Ausgang des Spiels schon vor dem Match fallen, denn sollte Tight End Antonio Gates tatsächlich mit einer Zehenverletzung passen müssen, wäre das ein herber Schlag ins Kontor für die Hoffnungen der Kalifornier. Gates ist Passoption Nummer eins für Philip Rivers, der ohne ihn eigentlich nur noch Chris Chambers als zuverlässig ansehen kann – Vincent Jackson und Brandon Manumaleuna, der an Stelle von Gates starten würde, müssten also große Tage haben.

Doch noch wichtiger als Gates wird der Superstar des Teams sein: Running Back LaDainian Tomlinson! Gegen Tennessee war er nicht unbedingt ein großer Faktor – wäre da nicht sein Touchdown gewesen. Gegen die Colts muss er einen großen Tag haben, sowohl auf dem Boden, als auch durch die Luft. Rivers alleine wird es nicht mit der schnellen Passverteidigung der Colts aufnehmen können.

Defensiv kann es nur eine Marschroute geben: Lasst die Hunde auf Peyton Manning los! Allen voran Shawn Merriman muss den zweimaligen MVP unter Druck setzen und zwar bei jedem Snap. Sobald Manning nur etwas Zeit bekommt, könnte es schon zu spät sein. Ansonsten muss die Secondary um Pro Bowler Antonio Cromartie stehen und darf den Receivern keinen Raum lassen. Außerdem muss man Tight End Dallas Clark schnell stellen, denn er wird eigentlich immer übersehen, obwohl er so viele Pässe von Manning bekommt. Zum Schluss noch der Hinweis, dass Running Back Joseph Addai ebenfalls brandgefährlich ist…

Colts

Die Bye Week war bitter nötig, um die ganzen Verletzten zurückzubekommen. Ob die Zeit aber gerade für Marvin Harrison gereicht hat, wird man wohl erst am Sonntag wissen.

Offensiv kommt vieles darauf an, wie die O-Line um Center Jeff Saturday Peyton Manning beschützen kann, denn der Pass Rush der Chargers ist gefürchtet. Zudem wäre die Anwesenheit von Harrison auf dem Platz hilfreich, aber nicht zwingend notwendig, denn wie viel könnte er bringen nach so einer langen Pause? Reggie Wayne und Dallas Clark machen ja auch einen guten Job und Addai ist ebenfalls in allen Belangen eine gute Option.

Defensiv ließen die Colts in dieser Saison die wenigsten Punkte aller Teams zu (16.4 pro Spiel) und das nicht ohne Grund! Diese Einheit ist auf Geschwindigkeit getrimmt, alle Spieler sind schnell und wendig, kommen also zügig zu ihren Gegnern und haben außerdem eine gute Übersicht in der Passverteidigung. Und sollte doch etwas anbrennen, kommt eben Safety Bob Sanders ins Spiel, dessen Hauptaufgabe es sein wird, "LT" zu stoppen. Stoppt man "LT", muss Rivers zeigen, dass er doch für schwierige Situationen geeignet ist…

Prognose

Also wenn Gates nicht spielt, gewinnen die Colts auf alle Fälle, etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen. Wenn Gates spielt, wird es enger, doch auch dann ist Indy der Favorit. Allerdings sei zu bedenken, dass Peyton Manning in den Playoffs bisher nicht unbedingt überragend war und den Super Bowl gewann man aufgrund der Defense, nicht wegen der tollen Offense…

New York Giants vs. Dallas Cowboys (22:30 Uhr)

Vor ein paar Wochen hätte man dieses Matchup noch weniger problematisch betrachtet, doch mittlerweile muss man sich schon seine Gedanken machen, ob das Spiel wirklich so klar ausgeht…

Giants

New York geht mit viel Selbstvertrauen nach Texas, denn man hat gegen New England lange gut mitgehalten und wurde nicht abgeschlachtet und in Tampa hat man überzeugend gewonnen, warum sollte ein Sieg im dritten Aufeinandertreffen mit den Cowboys also utopisch sein?

Offensiv braucht es in jedem Fall wieder einen Eli Manning, der das Spiel nicht wegwirft, sondern es behutsam managt. Hierfür muss Play Caller Kevin Gilbride wieder auf risikoreiche Spielzüge verzichten, wie er es gegen Tampa erfolgreich tat. Manning wird so die Last genommen und er fühlt sich sichtlich besser. Wichtig wäre es zudem, dass Brandon Jacobs sich durchsetzen kann gegen die starke Laufverteidigung der Cowboys und ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass Plaxico Burress fit ist. Ein Fragezeichen steht noch hinter Center Shaun O'Hara.

Defensiv wird man wieder aggressiv blitzen, was bei den Giants ja schon durch die D-Line so gut geregelt ist, dass sich der Rest auf mögliche Pässe konzentrieren kann. Michael Strahan und Osi Umenyiora werden Tony Romo hart attackieren, wobei es entscheidend sein wird, ihn nicht aus der Pocket herauszulassen, denn wenn er improvisiert, ist er unberechenbar – allerdings wirft er dann auch gerne mal abenteuerliche Pässe, die man ja auch abfangen könnte…

Cowboys

Nach all den Nebenkriegsschauplätzen wie der fragwürdigen Reise von Romo und ein paar anderen nach Cancun (Mexiko) oder der Diskussion um die Zukunft von Head Coach Wade Phillips bzw. Offensive Coordinator Brad Garrett, wird sich nun zeigen, ob das Team sich rechtzeitig zum großen Spiel auf das selbige konzentrieren kann.

In der Offense wird entscheidend sein, ob Terrell Owens spielen kann. Er hat gestern trainiert und man sagt, er spielt, allerdings wird er wohl nur 80 % bringen können. Ob das reicht, wird man sehen, denn mit Terry Glenn hat man ja noch einen weiteren Wide Receiver, der nicht topfit sein kann nach seiner langen Verletzungspause, ergo ist das das größte Problem. Tony Romo wird also hauptsächlich nach Jason Witten schauen, dem man komischerweise immer noch kaum Beachtung schenkt auf Seiten der Gegner (Leute, der steht im Pro Bowl!!!). Ganz nebenbei muss der Quarterback auf seine sinnlosen Chaospässe verzichten, denn die brechen einem in den Playoffs das Genick!

Defensiv sollte man Eli blitzen, wo es nur geht, denn unter Druck macht er Fehler, ganz sicher! Man muss außerdem den Lauf stoppen, um Eli zu zwingen, mehr zu werfen als gut ist für die Giants und dann wird es auf die Secondary ankommen, die ziemlich gut war in der Saison.

Prognose

Beide Quarterbacks können richtig gut sein, können aber auch katastrophale Tage erwischen. Und es ist sicher kein Vorteil, mit angeschlagenen Wide Receivern ins Spiel zu gehen, insofern könnte das hier richtig spannend werden. Ich tippe trotzdem auf die Cowboys, jedoch ohne Gewähr!

Donnerstag, 10. Januar 2008

Divisional Playoffs Preview: Samstag

Noch zwei Tage, dann gehen die Playoffs weiter – nächster Halt: Divisional Playoffs. Und hier werden wir fast nur auf enge Matches stoßen, zumindest auf dem Papier! Heute schaue ich auf die Begegnungen am Samstag, morgen betrachte ich dann den Sonntag…

Seattle Seahawks vs. Green Bay Packers (Samstag, 22:30 Uhr)

Mike Holmgren kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück und bringt ein Seahawks Team mit, das in der letzten Woche nach zähem Kampf am Ende doch souverän die Redskins ausgeschaltet hat. Die Packers hingegen konnten sich erholen, denn die Nr. zwei der NFC hatte spielfrei. Wer wird sich durchsetzen und wie wird das möglich sein? Hier ein paar Lösungsansätze:

Seahawks

Matt Hasselbeck hat gegen die "Skins" gezeigt, was ein Quarterback in den Playoffs bewirken kann. Er kann sein Team mit wenigen – dafür schweren – Fehlern aus dem Wettbewerb befördern, aber er kann die Mannschaft auch zum Sieg führen. Letztlich entschied er sich für die Sieggeschichte, doch er wandelte auf dünnem Eis und wer weiß, was passiert wäre, hätte Suisham den 30-Yarder doch versenkt?!

Wie auch immer, Hasselbeck wird aufpassen müssen, denn Green Bay verfügt über eine sehr gute Passverteidigung und einen ziemlich aggressiven Pass Rush. Auch hier wäre es also sinnvoll, den Lauf zu etablieren, was mit einem immer noch schleppenden Shaun Alexander schwierig wird. Dafür könnte aber Wide Receiver Deion Branch zurückkehren, der die mit Abstand größte Playofferfahrung haben dürfte in seinem Team (und auch die positivste…).

Defensiv steht man gut, die Redskins haben nicht viel geschafft, doch zeigen die zwei Touchdowns durch die Luft, dass man hier anfällig ist. Zudem steht Brett Favre auf der anderen Seite und der ist bekanntlich unberechenbar. Man muss also den Druck weit oben ansetzen und den QB des Gegners stören, wo es nur geht und Running Back Ryan Grant sollte man auch stoppen, denn der spielt eine ziemlich gut Saison.

Packers

Wer hätte gedacht, dass die Packers 13-3 gehen und damit schon sicher Heimrecht im Divisional Game haben? Sicherlich nicht allzu viele. Ich für meinen Teil hatte ja mit einer "Winning Season" gerechnet, aber nicht in dieser Höhe. Nun gilt es, die Geschichte fortzuführen und den nächsten Schritt zu tun.

Offensiv geht alles über Brett Favre, der nun schon über 250 Spiele in Serie gemacht hat und in dieser Saison seine Receiver wieder für voll nimmt. Bester Beleg dafür sind die zwölf Touchdowns von Greg Jennings, der damit sein Team anführt. Außerdem macht Brett deutlich weniger Fehler als in den letzten Jahren und beendete dieses Jahr mit seinem höchsten Rating seit 1996 und was da am Ende stand, muss ich wohl nicht erwähnen, oder?! Nebenbei mausert sich Rookie Running Back Ryan Grant zu einem ziemlich guten Läufer, der nur knapp an den 1.000 Yards scheiterte und eine Art Change Up liefert für die Packers Offense (und die Möglichkeit des Play Action Passes wieder erhöht).

Defensiv verfügt man über einen sehr guten Pass Rush und allein Aaron Kampman (12) und "KGB", Kabeer Gbaja-Biamila (10), haben über 20 Sacks auf dem Konto. Dies könnte der Schlüssel sein, denn die Seahawks müssen notgedrungen auf Hasselbeck vertrauen und da sollte man ansetzen. Außerdem steht Cornerback Al Harris nicht zufällig in seinem ersten Pro Bowl und Charles Woodson wollen wir auch nicht vergessen…

Prognose

Es könnte sein, dass es im Lambeau Field schneit und da sollten dann die Vorteile klar beim Heimteam liegen. Und auch wenn es nicht schneit, sehe ich die Packers vorne, denn sie spielen zu Hause und Brett Favre will unbedingt nochmal auf die ganz große Bühne.

Jacksonville Jaguars vs. New England Patriots (Sonntag, 2:00 Uhr)

Ich denke, ihr habt mittlerweile das Prinzip hier verstanden, ich versuche herauszustellen, wie das jeweilige Team seinen Gegner schlagen könnte. Allerdings muss ich zugeben, dass das bei dieser Begegnung etwas schwierig werden könnte, aber ich versuche trotzdem mein Bestes!

Jaguars

Die Jaguars haben sich knapp gegen die Steelers durchgesetzt und sind somit der nächste Gegner, der versuchen wird, die New England Patriots zu besiegen. Große Chancen haben sie nicht, vor allem, da das Spiel in Foxborough steigt, doch wenn sie folgendes machen, könnte vielleicht was gehen…

Offensiv müssen sie auf den Lauf setzen, denn Fred Taylor und Maurice Jones-Drew könnten, wenn sie die Defense lange genug unter Druck setzen, diese müde spielen, denn die Linebacker wie Junior Seau und Tedy Bruschi sind wahrlich nicht mehr die Jüngsten. Außerdem muss David Garrard auf solche sinnfreien Pässe wie gegen Pittsburgh verzichten, denn New England nutzt sowas gnadenlos aus!

Für die Defense habe ich leider keine sonderlich klaren Anweisungen – wie auch? Es wurde im Prinzip alles versucht. Brady zu blitzen geht meistens schief, weil die O-Line die Pocket dicht macht und er cool bleibt. Moss doppelt covern bringt auch wenig, denn dann geht der Ball zu Welker. Alles covern ist auch schwierig, denn dann läuft entweder Maroney ohne Bedrängnis oder Brady bekommt trotzdem genug Zeit, um doch einen Receiver zu finden. Also es tut mir ja leid, aber ich weiß einfach nicht, wie man diese Offense stoppen soll – und wie es aussieht, wissen das nicht mal die hoch bezahlten Defensive Coordinator der NFL!

Patriots

Die Patriots sind 16-0 und brauchen noch drei Siege für die (totale) "Perfect Season". Wir haben Playoffs, die Patriots haben den besten Coach, den besten Quarterback, den besten Wide Receiver… und Brady und Belichick sind in Foxborough, MA im Januar noch ungeschlagen.

In der Offense müssen die "Pats" einfach weiterhin ihr "Ding" machen und Tom Brady den Ball geben, der wird schon wissen, was damit zu tun ist. Die Offensive Line sollte stehen, Moss kann man ohnehin nicht effektiv eins-zu-eins verteidigen, stellt man ihn mit mehreren, ist garantiert im Slot Wes Welker oder ein anderer frei und den findet Brady in aller Regel. Ganz nebenbei läuft Laurence Maroney mittlerweile auch richtig stark. Es ist sicherlich kein Zufall, dass dieses Team die Liga in Offense in fast allen Belangen anführt.

Defensiv gibt es ein paar Schwachstellen wie etwa das Alter der Linebacker und die Red Zone Offense. Doch auch in engen Spielen waren die Verteidiger immer wieder in der Lage, in entscheidenden Momenten doch das "Big Play" zu machen und den Gegner zu stoppen. Zudem ist es Bill Belichicks Philosophie, dem Gegner seine größte Stärke zu nehmen. Stellt euch also darauf ein, dass man den Lauf stoppen will und wohl auch wird. Sollte das eintreten, wäre Garrard gefragt und der hat schon ohne Bedrängnis gegen Pittsburgh zwei Picks geworfen.

Prognose

Viele sagen, es wird ein enges Spiel, in dem die Patriots gewinnen werden. Ich sage, es wird ein deutlicher Sieg für New England, denn diese Offense stoppt niemand und die Defense wird ihre Glanzpunkte setzen.

Dienstag, 8. Januar 2008

NFL Awards 2007

Tom Brady ist auch Offensive Player of the Year mit 35 1/2 Stimmen vor Randy Moss (12 1/2), Wes Welker (1) und Brett Favre (1).

Somit haben wir nun alle Awards. Hier eine kurze Zusammenfassung:

Coach of the Year: Bill Belichick (New England)

Ich denke, das hier ist ein "No-Brainer". Er hat sein Team zu einer perfekten regulären Saison geführt und da kann man diese Geschichte mit der Kamera am Anfang des Jahres auch getrost unter den Teppich kehren, denn einen Vorteil hatte er dadurch nicht und bestraft wurde er ja auch deftig. Es ist ein sportlicher Preis und ich behaupte, keiner hat seinen Job als Coach in dieser Saison besser gemacht als Belichick!

MVP: Tom Brady (New England)

Er führt die Liga u a. in Touchdown Pässen (50, NFL Rekord), Passing Yards (4.806), Completion Percentage (68.9 %) und Passer Rating (117.2) an und führte sein Team auch in schwierigen Spielen am Ende zum Sieg, rettete damit mehrmals die perfekte Saison. Wie sagte der "Highlander" immer so schön? "Es kann nur einen geben" – und dieser heißt in 2007 Tom Brady!

Offensive Player of the Year: Tom Brady (New England)

Siehe MVP…

Defensive Player of the Year: Bob Sanders (Indianapolis)

Sanders ist zwar in keiner defensiven Kategorie unter den besten Spielern zu finden, aber seine Präsenz im Team der Colts ist unersetzlich. Spätestens nachdem Defensive End Dwight Freeney seine Saison beenden musste, wurde Bob Sanders sowas wie der Alleinunterhalter in der Laufverteidigung, zumindest hat es den Anschein, denn obwohl er Safety ist und eigentlich weiter hinten steht, ist er irgendwie immer da, wenn ein Spieler mit dem Ball über die Line of Scrimmage kommt. Das ist beeindruckend und da die Colts als Einheit die wenigsten Punkte von allen Teams der Liga abgaben (16.4 pro Spiel) und insgesamt die drittbeste Defense hatten, ist Bob Sanders ein verdienter Preisträger.

Offensive Rookie of the Year: Adrian Peterson (Minnesota)

Adrian Peterson hätte locker seinen ersten Rushing Titel geholt, wenn nicht die Knieverletzung dazwischen gekommen wäre. Und dennoch brachte er es auf 1.341 Yards und zwölf Touchdowns, womit er ligaweit nur von LaDainian Tomlinson überflügelt wurde.

Defensive Rookie of the Year: Patrick Willis (San Francisco)

Der Middle Linebacker der San Francisco 49ers führt die NFL mit 174 Tackles an und hat damit 31 mehr als D.J. Williams, der auf Platz zwei abschloss. Ähnlich wie Peterson ist auch Willis definitiv in den Big Leagues angekommen.

Montag, 7. Januar 2008

Wild Card Wrapup: Sonntag

Die Wild Cards sind also vorüber und wir haben die nächste Runde komplett. Es gab keine großen Überraschungen und alles lief eigentlich wie (von mir) vorausgesehen…

New York Giants vs. Tampa Bay Buccaneers 24:14

Ich hatte ja in meiner Vorschau gesagt, dass die Giants gewännen, wenn verhältnismäßig viele Punkte fielen. Dies ist eingetreten, daher bin ich nicht sonderlich überrascht. Allerdings hat mich ein Spieler besonders beeindruckt, nämlich Giants Quarterback Eli Manning!

Manning strahlte so etwas wie Souveränität aus, was man von ihm ja keineswegs erwarten darf, jedenfalls nicht als regelmäßigem Zustand. Und doch behielt er die Ruhe und die Übersicht, warf keine risikobehafteten Pässe (Kompliment an den Play Caller!) und führte sein Team ohne Fehler zum Sieg.

Was mir aber auch aufgefallen ist, war, dass beide Teams sich im Pass Rush sehr zurückgehalten haben, wohl deshalb, weil man eher den gegnerischen Lauf stoppen wollte – mit Erfolg, doch gerade für die „Bucs“ wurde dann ja die gute Vorstellung von Eli zum Verhängnis.

Wir halten also fest: Die Giants sind verdient weiter und treffen am nächsten Wochenende zum dritten Mal in dieser Saison auf die Dallas Cowboys, gegen die sie bisher 0-2 sind. Spannung ist also geboten…

Tennessee Titans vs. San Diego Chargers 6:17

Dieses Spiel war wahrlich nichts für Feinschmecker, doch das war auch nicht zu erwarten, denn gerade die Gäste wussten ja schon im Voraus, dass sie nur dann eine Chance hätten, wenn sie defensiv so aggressiv wie möglich drauf gehen würden. Ausgezahlt hat es sich aber dennoch nicht. Doch an der Defense lag das sicherlich nicht!

Man kann noch so gut verteidigen, aber wenn in der Offense nichts Gefährliches passiert, ist sowas auch mal für die Füße. Und zu glauben, dass eine Offense wie die der Titans ein ganzes Spiel über gestoppt werden kann, ist einfach nur blauäugig. Nicht zuletzt LaDainian Tomlinson musste ja irgendwann mal etwas zustande bringen und sein ungewöhnlicher Touchdown bestätigte wieder einmal, dass er eben ausgewöhnlich gut ist.

Die Chargers sind ebenfalls verdient in den Divisional Playoffs, werden dort aber auf eine geringfügig stärkere Offense treffen, denn sie müssen nach Indianapolis. Die Jacksonville Jaguars bekommen somit das Vergnügen, bei den noch ungeschlagenen Patriots anzutreten. An dieser Stelle sei erwähnt, dass ich auch diese Spiele detailliert im Voraus betrachten werde, also schaut wieder rein…

Sonntag, 6. Januar 2008

Wild Card Wrapup: Samstag

Man kann sagen, die vier Teams, die gestern beteiligt waren, veranstalteten allesamt eine Achterbahnfahrt, doch wie es nun mal üblich ist im Sport, kann am Ende nur einer oben ankommen…

Washington Redskins vs. Seattle Seahawks 14:35

Leute, ich war schon dabei, mir zu überlegen, wie ich heute die Leistung von Matt Hasselbeck verreißen könnte, denn seine Picks waren allesamt blödsinnig und ohne Not, doch nun komme ich nicht umher, hier mal über die Wichtigkeit des sog. "Momentums" im Sport zu philosophieren…

Die Redskins waren ja im Prinzip am Boden und hatten nicht den Hauch von Hoffnung nach den ersten drei Vierteln, doch dann begann die Defense ein paar "Big Plays" zu machen und plötzlich wachte die Offense auf. Der eine Drive endete mit dem Touchdown von Antwaan Randle-El, der eine sehr gute Vorstellung zeigte und dann brachte Santana Moss sein Team sogar mit 14:13 in Front! Doch danach kam der Genickbruch. Das vergebene Field Goal von Shaun Suisham aus 30 Yards brachte die Wende. Es lief alles für die Gäste, doch ein so gravierender Fehler bei einem vermeintlichen "Chip Shot" kostete sie ihr ganzes Momentum und ging wieder zu den Seahawks, die dann wie aus einem Guss spielten. Hasselbeck warf wieder zu den eigenen Leuten und Seattle rollte wie eine Lawine über die Gäste, die sich dann ihrerseits noch einige Fehler leisteten und letztlich unter die Räder kamen.

So ist es eben in den Playoffs, ein Fehler reicht manchmal, um alles zu verlieren. Die "Skins" haben nun Urlaub, für die Seahawks und ihren Head Coach Mike Holmgren geht es jetzt nach Green Bay, wo letzterer seinen größten Triumph feierte, den Sieg in Super Bowl XXXI…

Jacksonville Jaguars vs. Pittsburgh Steelers 31:29

Könnt ihr euch noch an das erste Spiel dieser beiden vor ein paar Wochen erinnern? Damals sah es nach einer Klatsche für die Steelers aus, sie kamen noch einmal heran und verloren dann doch kurz vor Schluss – Moment, war das nicht der Verlauf des gestrigen Spiels? Stimmt genau, letztlich sahen beide Spiele vom Spielverlauf recht ähnlich aus, die Steelers können also nicht behaupten, man hätte sie nicht gewarnt…

Das Spielniveau war deutlich schlechter als damals, die Defenses dafür dominanter, was man daran sieht, dass beide Teams deutlich weniger Rushing Yards auf dem Konto hatten als sonst üblich. Und die Quarterbacks waren beide ziemlich wechselhaft. Am Ende war es dann wohl David Garrards Scramble bei einem vierten Versuch im vierten Viertel, der das Spiel entschied. Der Lauf über 32 Yards brachte sein Team in Field Goal Reichweite und zwang die Gastgeber dazu, ihre Time Outs aufzurauchen. Josh Scobee traf aus 25 Yards und die Defense besiegelte den Auswärtserfolg durch einen Sack inkl. Fumble gegen Ben Roethlisberger.

Ob dieser Sieg allerdings verdient ist, soll jeder selbst entscheiden, denn sonderlich überzeugend waren beide nicht, glücklicher waren die "Jax" aber allemal.

Heute sind dann die restlichen Wild Card Spiele und es wird entschieden, wer zu den Pats und wer zu den Colts muss und auch hier darf die Frage erlaubt sein, was das geringere Übel ist…

Freitag, 4. Januar 2008

Wild Card Preview: Sonntag

Heute befassen wir uns mit den Spielen am Sonntag, wo, objektiv betrachtet, eigentlich nur das erste Spiel wirkliche Spannung verspricht…

New York Giants vs. Tampa Bay Buccaneers (Sonntag, 19:00 Uhr)

Das hier wird interessant, denn beide Teams mussten in dieser Saison schon langwierige Verletzungen von Leistungsträgern hinnehmen und haben das Beste daraus gemacht. Und auf den ersten Blick ist dieses Duell auch völlig offen, beide Teams begegnen sich auf Augenhöhe.

Giants

Die Giants erkämpften sich den fünften Platz eine Woche vor Saisonende, so dass sie am letzten Samstag völlig ohne Druck ins Spiel gegen die auch danach noch ungeschlagenen Patriots gehen konnten und dabei zumindest keine weiteren Verletzten beklagen mussten. Ihr Center Shaun O'Hara musste zwar zwischenzeitlich angeschlagen vom Feld, doch für Sonntag ist er fit. Überhaupt boten die Giants zumindest in der ersten Hälfte des Spiels die wohl beste Leistung ihrer Saison, wenn man mal vom "12 Sack Spiel" gegen die Eagles absieht. Letztlich gewannen aber die "Pats", doch die "Bucs" sind nicht New England…

In der Offense müssen die Gäste seit zwei Wochen einen schweren Verlust beklagen, denn Tight End Jeremy Shockey fällt für den Rest der Saison aus und damit Eli Mannings erste (und einzige) Option bei dritten Versuchen. Man versucht es durch eine Art Platoon-Lösung zu kompensieren, so dass Rookie Kevin Boss bei Passspielzügen auf dem Feld steht, während der andere Neuling Michael Matthews eher den Blocking Part übernimmt. Sie beide sind zwar kein Ersatz für Shockey, aber wo will man den auch so schnell herbekommen?!

Bei den Receivern kann Plaxico Burress seit nunmehr zwei Wochen wieder trainieren, was seine Leistung deutlich steigern wird. Und das Laufspiel wird hauptsächlich auf den breiten Schultern von Brandon Jacobs lasten, den man nur mit mehreren Verteidigern stoppen kann. Zudem spielt Manning am effektivsten, wenn es Play Action Spielzüge gibt, so dass wir davon einige sehen werden.

Defensiv sollten die Giants gerüstet sein, die starke Defensive Line steht mit den Ends Osi Umenyiora und Michael Strahan (zusammen 21 Sacks!) und sollte sich die Secondary dazu entschließen, den schnellsten Receiver des Gegners auf dem Weg zur Endzone zu begleiten, sollte diese auch kein Problem darstellen…

Buccaneers

Die "Bucs" haben den Schritt von "Zero to Hero" vollzogen und sind vom letzten Platz der NFC South in 2006 auf die Spitzenposition in 2007 gesprungen. Nun ist diese Division zwar nicht so wahnsinnig stark aufgetreten in diesem Jahr, doch gibt es für einen Divisionssieg nun mal Heimrecht für die Wild Card Playoffs (obwohl sie einen Sieg weniger haben als die Giants). Das letzte Saisonspiel hat man mehr oder weniger abgeschenkt und somit lassen sich daraus jetzt keine großartigen Erkenntnisse ziehen.

Jeff Garcia ist wohl der größte Vorteil der Gastgeber, denn er macht relativ wenige Fehler und versteht es, ein Spiel zu managen. Zudem gewann er im letzten Jahr beide Spiele mit den Eagles gegen die Giants (einmal Regular Season, einmal Playoffs) und hat auch sonst gegen dieses Team immer recht gut ausgesehen und an solchen Statistiken zieht man sich im Sport ja gerne hoch!

Die Offense ist aber generell eher auf den Lauf ausgelegt, was auch daran liegt, dass Earnest Graham "Cadillac" Williams sehr gut vertreten hat. Wenn der Ball aber durch die Luft geht, ist immer noch Joey Galloway die erste Option – er ist schnell, zwar nicht so schnell wie Randy Moss, aber eben schnell, was für die Giants zum Problem werden könnte, was man ja am letzten Samstag sah…

Defensiv haben die "Bucs" die wenigsten Punkte aller NFC Teams abgegeben und liegen in der NFL auf Platz drei nur hinter den Colts und Steelers. Egal ob Lauf oder Pass, diese Defense ist für alles gerüstet. Und der beste Weg, Eli in Schwierigkeiten zu bringen, ist der aggressive Pass Rush, denn wenn er unter Druck gerät, macht er immer noch mitunter unglaubliche Fehler – hier sollte man also ansetzen. Ach ja, dazu muss man allerdings auch erstmal Brandon Jacobs stoppen, um weniger anfällig gegen Play Action Spielzüge zu sein.

Prognose

Das Spiel wird sicherlich zügig über die Bühne gehen, da beide Teams häufig laufen und daher die Zeit selten angehalten wird. Wir werden also ein Spiel sehen, das schon aufgrund der starken Defensivreihen ein Kampf um die Feldpositionen wird mit wahrscheinlich wenigen Punkten und einem knappen Ergebnis. Sollte es so kommen, gewinnt Tampa Bay, wird es viele Punkte geben, hat New York die Oberhand, denn so viel Feuerkraft haben die "Bucs" nicht.

Tennessee Titans vs. San Diego Chargers (Sonntag, 22:30 Uhr)

Vom Papier her ist dies die wohl eindeutigste Partie. Die Chargers gelten als eines der besten Teams der Liga und als eine mögliche letzte Chance für die Konkurrenz, die Patriots zu schlagen, doch soweit sind wir noch nicht. Erstmal müssen sie ihre Hausaufgaben machen und das Heimspiel am Sonntag siegreich gestalten.

Titans

Die wichtigste Frage nach dem Erreichen der Playoffs in letzter Minute gegen das B-Team der Colts ist sicherlich, wer denn nun unter Center Kevin Mawae stehen wird. Schafft es Vince Young rechtzeitig fit zu werden oder muss Veteran Kerry Collins das Team in die Schlacht führen – und was wäre besser fürs Team?

Nach derzeitigem Stand wird Young wohl spielen und aufgrund der personellen Lage ist das auch nicht das schlechteste, denn Tight End Bo Scaife und Wide Receiver Roydell Williams sind beide verletzt, so dass nur noch Eric Moulds und Brandon Jones ernst zu nehmende Passoptionen darstellen. Wie gut, dass man sowieso lieber läuft in der "Music City". Running Back LenDale White hatte ein gutes zweites Jahr und seine erste 1.000 Yard Saison. Ansonsten läuft Young auch gerne selbst, was schwerer zu kontrollieren ist als Draw Plays.

Defensiv kommt es auf Defensive Tackle Albert Haynesworth an. Er wird mit seinen Kollegen hauptverantwortlich dafür sein, LaDainian Tomlinson im Zaum zu halten, denn er ist der "Go-to-Guy" der Chargers und ihn zu stoppen ist fast unmöglich – doch wenn man es schafft und somit den Fokus auf Quarterback Philip Rivers lenken kann, hat man eine Chance, denn dieser neigt zu ungenauen Pässen und großen Fehlern, wenn man den Druck entsprechend erhöht. Hier kommt Defensive End Kyle Vanden Bosch ins Spiel, der sein Team mit zwölf Sacks anführt.

Chargers

Mangels Konkurrenz gewann man locker die AFC West und kämpfte somit in den letzten Wochen nur noch um Platz drei der Setzliste, den man dann auch erreichte. Headcoach Norv Turner stand sich selbst längere Zeit im Weg, doch sobald er erkannte, dass er den besten Running Back der Liga im Team hatte und dieser Futter – sprich: Carries – benötigte, lief die Offense wieder auf Hochtouren.

Wie schon erwähnt, geht eigentlich alles über bzw. nichts ohne Nr. 21, LaDainian Tomlinson. Er ist wieder der Rushing Champ mit 1.474 Yards, hat die zweitmeisten Scrimmage Yards nach Brian Westbrook (1.949) und die zweitmeisten Touchdowns nach Randy Moss (18). Kommt er in Schwung, kommt auch der Rest der Offense auf Touren. Tight End Antonio Gates ist der beste seines Fachs und spielte wieder mal eine starke Saison und spätestens seit der Ankunft von Wide Receiver Chris Chambers aus Miami, hat Rivers auch noch eine zweite konstante Passoption.

Defensiv wird man gegen Young aufpassen müssen, dass man nicht zu viel blitzt, denn wenn er einmal Freiraum findet, ist er schwer wieder einzufangen. Man macht sich aber die Aufgabe leichter, wenn man in erster Linie LenDale White stoppt, denn ohne ihn müsste Young mit dezimiertem Receiversortiment schon einen ziemlich guten Tag haben, den er angesichts seiner 17 Interceptions bei nur neun Touchdown Pässen eher selten hatte.

Prognose

Es wird wohl ein aggressiv geführtes Spiel, da beide Mannschaften über starke Defenses verfügen, doch alles andere als ein Sieg der Chargers wäre eine große Überraschung. Allerdings ist Norv Turner nicht gerade für seine gute Playoff Bilanz bekannt, insofern sollte man das Spiel noch nicht im Voraus abschreiben…

Auch diese Spiele gibt es allesamt auf NASN, ich wünsche Spiel Spaß dabei und mögen die besten Teams gewinnen!

Donnerstag, 3. Januar 2008

Wild Card Preview: Samstag

Neues Jahr, quasi neue Saison. So kann man die aktuelle Lage in der NFL bezeichnen, denn das Vorgeplänkel liegt hinter uns und die "richtige" Saison, die Playoffs, beginnen am Samstag mit dem Wild Card Weekend.

Heute blicke ich auf die Begegnungen am Samstag und versuche mal meine Einschätzungen zu geben, was die Mannschaften tun müssen, um ihre Spiele zu gewinnen…

Washington Redskins vs. Seattle Seahawks (Samstag, 22:30 Uhr)

Die erste Partie führt uns an die Westküste und beschert uns ein Duell zwischen Teams, die schwierige Phasen zu überstehen hatten in dieser Saison! Wie gesagt, hier ist, was beide tun müssen…

Redskins

Die "Skins" waren 5-7 und haben sich letztlich doch noch in den Januar gekämpft und großen Anteil daran hatte sicherlich der neue Starting Quarterback Todd Collins, der mit seiner langjährigen Erfahrung und seinen präzisen Pässen die Offense wieder auf Touren brachte. Hilfreich dabei war natürlich auch die Renaissance von Top Receiver Santana Moss, sowie Tight End Chris Cooley und seit kurzem spielt auch Clinton Portis wieder besser, womit man eine gute Balance erreichen konnte.

Gegen die Seahawks wird man besonders in der Secondary gefordert sein, denn kaum ein Team wirft so viele Pässe wie die Seahawks, die Laufverteidigung hingegen sollte stehen, denn Shaun Alexander ist weit weg von seiner früheren Form, wobei er aber immer noch gut ist für kurze Läufe in die Endzone…

Offensiv muss die O-Line stabil stehen, denn Mike Holmgrens Defense blitzt sehr gerne und oft, wodurch etwa Portis öfters auch als Blocker arbeiten muss, was er vielleicht am besten von allen Running Backs kann.

Seahawks

Die Seahawks haben ihre NFC West einmal mehr gewonnen, wobei sie aber ihren Offensivstil deutlich geändert haben. Die längeren Ausfälle von Alexander zwangen den Headcoach quasi dazu, seinem Quarterback deutlich mehr Arbeit zukommen zu lassen und dieser hat die Aufgabe dankend angenommen. Hilfreich zur Seite stehen ihm dabei natürlich die talentierten Wide Receiver Deion Branch, D.J. Hackett, Nate Burleson und Bobby Engram, die für jede Secondary Probleme darstellen würden.

Die O-Line funktioniert eigentlich, so dass der Pass Rush der Gäste aufgefangen werden sollte, aber wer kann das schon mit Sicherheit sagen, noch dazu in den Playoffs?! Matt Hasselbeck hat zwar sehr viele gute Spiele gemacht, doch gerade in den Playoffs kann ich mich auch an einige Partien erinnern, in denen er unter Druck in Schwierigkeiten geriet – das gilt es also zu verhindern…

Die Defense wird es mit sehr guten "Playmakern" zu tun bekommen, denn sowohl Moss, als auch Antwaan Randle-El (Vorsicht vor möglichen Trick Plays, in denen er den Ball wirft…) und natürlich Clinton Portis kann man allesamt als solche bezeichnen. Und besondere Vorsicht ist auch bei Kick und Punt Returns geboten, denn die Skins haben mit Rock Cartwright und auch Randle-El exzellente Returner!

Prognose

Also im Grunde sehe ich die Seahawks im Vorteil, weil sie Heimrecht und eine bessere Defense haben, aber von einem klaren Ergebnis gehe ich nicht aus.

Jacksonville Jaguars vs. Pittsburgh Steelers (Sonntag, 2:00 Uhr)

Diese Partie hatten wir vor ein paar Wochen schon einmal, damals gewannen die Jaguars, wodurch sie sich im Prinzip den fünften Platz auf der Setzliste gesichert haben. Doch welchen Wert hat dieses Spiel in Hinblick auf das erste AFC Wild Card Game? In jedem Fall wird es aber das spannendste Spiel der Wild Card Runde der AFC!

Jaguars

Die "Jax" sind wieder in den Playoffs und das wirklich nicht unerwartet. Sie sind zwar auch mal ins Stocken gekommen, haben sich aber relativ schnell freigeschwommen und man kann sagen, die Entscheidung von Coach Jack Del Rio, zu Saisonbeginn Byron Leftwich in die Wüste (oder nach Atlanta) zu schicken und David Garrard zum Starter zu machen, war absolut richtig!

Wenn die Gäste den Ball haben, werden sie in erster Linie auf ihr Laufspiel setzen, das mit First Time Pro Bowler Fred Taylor (das wurde auch Zeit!) und Multifunktionswaffe Maurice Jones-Drew stark aufgestellt ist. Wenn das erstmal funktioniert gegen eine der besten Defenses der Liga, dann wird man immer wieder Play Action Spielzüge einstreuen, wodurch dann auch die Receiver wie Reggie Williams oder Dennis Northcutt ihre Catches bekommen.

Defensiv sollte man zusehen, Quarterback Ben Roethlisberger in der Pocket zu halten, denn durch seine Mobilität ist er gefährlicher, wenn er improvisieren und damit Zeit für seine Receiver herausholen kann. Das Laufspiel hingegen sollte man stoppen, um überhaupt in die Situation zu kommen, dass Defensive Backs wie Rashean Mathis oder auch Rookie Reggie Nelson (5 INT) ihre Stärken ausspielen können.

Steelers

Also mit der AFC North hatten die Steelers eigentlich keine großen Probleme. Außer Cleveland, das lange gut mitgehalten hat, gab es niemanden, der auch nur annähernd in die Nähe von Pittsburgh kam. Ben Roethlisberger spielte seine bislang beste Saison, machte wenig Fehler, war ziemlich produktiv (32 TD, 11 INT) und hatte ganz nebenbei nach Tom Brady das beste Passer Rating der AFC (104.1) – Garrard hat das drittbeste, aber deutlich weniger Touchdowns/Interceptions…

Der Schlüssel zur guten Leistung von Roethlisberger ist aber sicherlich das super Laufspiel, das in erster Linie von Willie Parker aufgezogen wurde. Der ist aber mit einem gebrochenen Bein außer Gefecht, so dass die Steelers hier auf Najeh Davenport und Rückkehrer Verron Haynes hoffen müssen, denn ich weiß nicht, ob "Big Ben" immer noch so gut ist, wenn er den Großteil der Plays selbst ausführen muss… Wie oben schon erwähnt, wäre es besser für sein Spiel, wenn er des Öfteren aus der Pocket herauskäme, denn je mehr Zeit Hines Ward, Heath Miller und natürlich Santonio Holmes haben, desto besser ist es für die Steelers…

Defensiv müssen sie einfach den Lauf stoppen, denn sonst wird es ein langer Abend im Heinz Field! Hier gilt das gleiche wie für Roethlisberger, wenn Garrard mehr selbst machen muss, könnte er Probleme kriegen, denn seine guten Zahlen enthalten nicht eben viele Yards/Pässe…

Prognose

Das hier ist eine enge Kiste! Ein großer Vorteil für die Steelers ist aber ihre deutlich größere Playofferfahrung. Es sind noch viele Super Bowl Champions von 2005 da, während die Jaguars in den letzten beiden Jahren zwar auch dabei waren, aber jeweils von den Patriots vernichtet wurden. Dennoch ist der Verlust von Parker ein schwerwiegender – ich werf ne Münze und sage, die Steelers gewinnen durch ein Field Goal von Jeff Reed kurz vor Schluss während Scobee bei schwierigen Verhältnissen ein wichtiges versemmelt…

Alle Spiele wie immer live bei NASN, den Sonntag betrachte ich dann morgen!