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Freitag, 7. Dezember 2007

Letzte Chance?

Am Sonntag empfangen die New England Patriots die Pittsburgh Steelers und wenn man sich den restlichen Spielplan der Patriots anschaut, dann könnte dies für die Konkurrenz schon die letzte Chance sein, dieses Team zu schlagen, denn sein wir ehrlich, weder die Jets noch die Dolphins haben auch nur annähernd eine realistische Chance, etwas zu reißen, wie die vorherigen Begegnungen gezeigt haben. Am letzten Spieltag muss man noch zu den Giants und auch diese könnten gegen New England gewinnen, aber auch nur dann, wenn Bill Belichick tatsächlich mal seine Topleute schont, wie er es schon früher hätte tun können…

Also konzentrieren wir uns auf diesen Sonntag, denn Pittsburgh wirkt wieder stark in diesem Jahr, auch wenn sie schon unnötige Niederlagen (z. B. gegen Cleveland) einstecken mussten, die ihren Gesamteindruck deutlich schmälern, aber in jedem Fall scheinen sie besser zu sein als die Eagles und Ravens, die jeweils nah dran waren in den letzten beiden Wochen, den Patriots die erste Niederlage beizubringen. Doch knapp vorbei ist auch im Football daneben und daher sind nun die Steelers die letzte Hoffnung für die Liga und für die Mitglieder der 1972 Dolphins, die bisher als einzige eine perfekte Saison hingelegt hatten. Sie waren am Montag schon kurz davor, die Champagner Korken knallen zu lassen, mussten die Flaschen dann aber doch wieder auf Eis legen.

Doch wie soll man dieses Team schlagen? Mit schnellem Offensivspiel, bei dem man mit viel Risiko versucht, den Rhythmus der Defense zu stören und die Offense mit einer engen Passverteidigung vor allem gegen Randy Moss? Die Eagles haben es versucht und letztlich verloren, weil Tom Brady dann eben auf Wes Welker als Option Nummer eins umgestiegen ist und die Defense irgendwann doch konsequenter und effektiver wurde.

Eine andere Variante ist es, konsequent über den Lauf Druck auszuüben, damit hatten die "Pats" gegen Baltimore große Probleme und auch Willie Parker könnte in diese Kerbe schlagen. Am Ende konnte New England aber auch diese Läufe (von Willis McGahee) stoppen. Defensiv brachte man extrem viel Druck auf den Quarterback, worauf sich die Patriots erst spät einstellen konnten. Letztlich reichte aber auch diese Herangehensweise nicht, um das Spiel zu gewinnen. Das lag auch an Disziplinlosigkeiten der Ravens, die sich durch diverse unnötige Strafen das Leben selbst schwer machten und als Resultat daraus, den Gegner am Leben erhielten (vor allem bei vierten Versuchen…). Aber es lag auch daran, dass die Patriots am Ende doch wieder energisch wurden und nicht aufgaben. Man muss eben ganze 60 Minuten spielen, um überhaupt eine Chance zu haben!

Die Steelers werden sicher ein Problem für Tom Brady und sein Team, denn sie haben die statistisch gesehen beste Defense der gesamten NFL und sind damit natürlich ernst zu nehmen. Doch man bedenke auch, dass man gegen die damalige Nummer zwei Defense (Colts) die nötigen Punkte holte, um zu gewinnen. Was die Offense der Steelers angeht, so sind wohl alle Mann an Bord, was die zuletzt schwächelnde Verteidigung aus New England stark beschäftigen wird (und man bedenke, die Patriots haben die schlechteste Redzone Defense der gesamten Liga…). Der größte Vorteil für Belichicks Mannen ist aber die Spielstätte, denn im Gilette Stadium sind sie noch schwieriger zu schlagen, denn vor heimischer Kulisse sollten sie noch motivierter sein als anderswo. Wir haben zwar noch nicht Januar (wo Tom Brady noch nie zu Hause verloren hat), aber die kältere Jahreszeit sollte zumindest etwas an Playoff-Feeling mit sich bringen, zumal die Steelers durchaus in einem möglichen Championship Game wieder in Foxborough, MA antreten könnten.

Also meines Erachtens werden die "Pats" auch dieses Spiel gewinnen und damit so gut wie sicher Heimrecht für die Playoffs sichern, doch ob sie wirklich 19-0 gehen, bezweifle ich noch, denn dieses letzte Spiel bei den Giants sollte eigentlich nicht dazu genutzt werden, unbedingt historisches zu leisten, denn man kennt ja die äußerst aggressive Defense der "G-Men" und ich weiß nicht, ob man gegen die wirklich die Gesundheit der Topleute aufs Spiel setzen will, wo man sie doch dann eigentlich schon für den Januar schonen könnte, in dem man das eigentliche Ziel der Saison erreichen will, nämlich den Super Bowl (wobei der natürlich im Februar steigt). Die Patriots werden wohl am Sonntag gewinnen, ob sie aber wirklich perfekt abschließen, darf zumindest bezweifelt werden.

Mittwoch, 28. November 2007

Zurück zur Normalität

Es ist zwar bizarr, sich nach den Ereignissen der letzten Tage und dem tragischen Tod von Washington Safety Sean Taylor schon wieder auf Football zu konzentrieren, aber die NFL ist nun mal ein "Big Business" und kann auch bei solchen Tragödien keinen Halt machen. Was aber gemacht wird, ist öffentlich und ehrlich zu trauern und das bei allen Spielen, die in dieser Woche stattfinden. Es wird sicherlich Schweigeminuten in allen Stadien geben und die Redskins werden ein Patch auf dem Jersey und die Nr. 21 auf dem Helm tragen, was man eben macht, wenn ein Spieler verstirbt, doch normalerweise handelt es sich dabei um einen ehemaligen, der zumeist ein gesegnetes Alter erreicht hat, doch nicht dieses Mal oder im Fall des in der Silvesternacht niedergeschossenen Denver Cornerbacks Darrent Williams, der ebenfalls auf diese unglaublich sinnlose Art ums Leben kam. Diese Ereignisse zeigen einmal mehr, wie unwichtig doch jeglicher Sport ist, besonders wenn man auch noch bedenkt, dass diese Männer kleine Kinder und Frauen hinterlassen, für die es sicher noch sehr viel schwerer sein wird, dieses Schicksal zu verkraften. NFL Teams dagegen, werden schon irgendwo einen Ersatz finden auf dem Feld, Familien sicher nicht!

Doch zurück zum Sportlichen, denn ich bin mir sicher, dass es auch im Sinne des Spielers wäre, dass man darüber redet und nicht über sinnlose und stumpfe Gewaltverbrechen. Am Donnerstag steht in der NFC das Duell der Green Bay Packers bei den Dallas Cowboys an und es geht um sehr viel, genau genommen geht es um Heimrecht in den Playoffs, denn beide Teams gehen mit einer 10-1 Bilanz in die Partie, der Sieger wird dann Home-Field-Advantage, der Verlierer "nur" ein First-Round-Bye erlangen, davon ist sicherlich auszugehen.

Die Statistik spricht klar für die Cowboys, denn Green Bay gewann zuletzt 1989 im Texas Stadium und Brett Favre sogar noch nie, aber an dieser Stelle sei erwähnt, dass Brett Favre vor dieser Saison auch noch nie im Arrowhead Stadium gegen die Chiefs gewann, doch vor ein paar Wochen schaffte er auch das! Ansonsten haben beide Seiten starke Defenses, wobei die der Packers stabiler und gefährlicher wirkt, was nicht zuletzt an Sack Leader Aaron Kampman liegt, aber auch die Linebacker und die Secondary machen einen sicheren Eindruck. Die Frage wird sein, wie sehr man Tony Romo unter Druck setzen und natürlich wie gut man Terrell Owens covern kann.

Dallas könnte Probleme bekommen mit der Fünf-Wide-Receiver Formation der Packers, denn schon gegen New England hatten sie massive Probleme, all die Pass Optionen für Brady abzudecken. Allerdings hat Green Bay natürlich auch keinen Randy Moss, aber vielleicht tut es ja ein Donald Driver auch…

Ansonsten wird es die Aufgabe der Blocker sein, ihren Quarterback möglichst nicht unter Druck zu bringen, denn wie die letzten Wochen zeigten, neigt Romo mitunter dazu, wilde Würfe zu versuchen, was gegen Washington ging, doch die Packers haben El Harris und Charles Woodson (4 INT), die solche Fehler auch mal ausnutzen.

Das Spiel wird sicherlich eng und sollte bis zum Ende spannend sein, doch irgendetwas sagt mir, dass Brett Favre auch dieses Mal als Sieger vom Platz geht, denn zurzeit kann er einfach nichts falsch machen. Bedauerlich ist allerdings, dass ein Großteil der US-Bürger diesen Kracher nicht im TV sehen kann, denn es wird vom NFL Network übertragen, welches in vielen Kabelnetzen nicht zu bekommen ist. Wohingegen wir im alten Europa das Match auf NASN oder über den Yahoo! NFL Gamepass in jedem Fall live bekommen.

Viel Spaß also allen beim Spiel, sofern ihr die Zeit habt, in der Nacht zum Freitag ab 2:00 Uhr einzuschalten, was ja keine christliche Zeit ist, allerdings für Studenten wie mich natürlich kein Problem darstellt…

Donnerstag, 22. November 2007

Thanksgiving

Heute wird in den USA der wohl amerikanischste aller Feiertage im Jahr begangen, nämlich Thanksgiving. Und ich will jetzt nicht mit den Pilgervätern anfangen und schon gar nicht mit den Truthähnen und der Familienzusammenkunft, denn das ist ja eigentlich für einen "echten" Amerikaner nur Beiwerk, der ganze Tag konzentriert sich vielmehr auf das, was nach Ostküstenzeit heute um 12:30 Uhr beginnt, nämlich die Thanksgiving Games der NFL!

Los geht es direkt mit dem wohl am meisten erwarteten Spiel dieser Woche, nämlich dem Aufeinandertreffen der Green Bay Packers und den Detroit Lions im Ford Field von Detroit, MI. Die Packers sind 9-1 und Brett Favre ist der Topfavorit auf den "Galopping Gobbler Award" für den besten Spieler des von FOX übertragenen Spiels. Im letzten Jahr gewann ihn übrigens Tony Romo von den Cowboys.

Die Vorzeichen für dieses Spiel könnten eindeutiger nicht sein, denn die Packers haben den führenden der NFC bei den Passing Yards und die Lions eine der schlechtesten Passverteidigungen. Zudem können die Lions nicht laufen, die Packers können dagegen sehr gut gegen den Lauf verteidigen – und auch gegen den Pass, was mit der starken Secondary um die Cornerbacks Charles Woodson und El Harris zusammenhängt und statistisch gesehen haben sie auch den effektivsten Pass Rush, wofür sich allen voran Aaron Kampman verantwortlich zeigt, der schon neun Sacks auf dem Konto hat. Und nun ratet mal, welcher Quarterback am häufigsten auf dem Rücken liegt – kleiner Tipp: er wird heute auch in Detroit zu gegen sein. Alles in allem spricht also wenig gegen die Packers, doch die Lions haben ein Heimspiel, insofern wird es vielleicht doch spannend…

Im zweiten Spiel, das bei uns um 22:00 Uhr beginnen wird, empfangen dann die Dallas Cowboys die New York Jets und auch da spricht alles für ein Schlachtfest, doch Vorsicht! Die Jets rangen den Steelers einen Overtime Sieg ab, während die Cowboys gegen Washington ganz ordentlich wackelten. Abschreiben würde ich die Jets für heute also nicht, zumal der neue Quarterback Kellen Clemens einen recht soliden Eindruck macht und mit Thomas Jones und den Receivern ziemlich gute Waffen hat. Nichtsdestotrotz müssen die Cowboys das Spiel natürlich gewinnen, aber einfach wird es (hoffentlich) nicht!

Den Abschluss machen dann die Indianapolis Colts bei den Atlanta Falcons, was auch wieder vom Papier her langweilig werden könnte. Doch wer beide Teams zuletzt sah, der muss eigentlich von einer engen Kiste ausgehen, denn ohne Marvin Harrison scheint Peyton Manning arge Probleme zu haben, während sich die Falcons langsam zusammenraufen und mehr wie ein Team auftreten. Zudem spielt heute Joey Harrington für den verletzten Byron Leftwich. Und Joey Harrington spielte letztes Jahr an Thanksgiving überragend und wurde von der CBS Crew zum Spieler des Tages gewählt, allerdings war er da noch ein Dolphin und hatte Receiver, was man von den Falcons jetzt nicht unbedingt behaupten kann. Hier sollte letztlich Indy gewinnen, aber ein Blowout wird es nicht!

Ich wünsche dann allen, die sich diese drei Spiele heute Abend ab 18:30 Uhr reinziehen viel Spaß und hoffe natürlich, dass eure Lieblingsteams gewinnen!

Mittwoch, 26. September 2007

Griese ersetzt Grossman!

Nun ist es amtlich, Rex Grossman ist nicht mehr der Starting Quarterback der Chicago Bears. Coach Lovie Smith zog damit die Konsequenzen aus dem mehr als ernüchternden Saisonstart und erkannte den Quarterback als eine der Hauptursachen dafür. Die Bears sind 1-2 und Grossman brachte es in diesen drei Spielen auf 500 Yards, einen Touchdown Pass und ganze sechs (!) Interceptions.

Neuer Starter ist also Veteran Brian Griese, der Sohn von Hall of Famer Bob Griese. Er ist jetzt zwar auch nicht der Über-Quarterback, aber er ist solide und genau das braucht dieses Team! Es muss keiner vom Kaliber Brady oder Manning sein, denn die Bears haben ja an sich gute Receiver mit Muhsin Muhammed und Bernard Berrian und natürlich auch ein gutes Laufspiel, allerdings kann das nur funktionieren, wenn man hin und wieder mal einen Pass zum Mitspieler bringt. Zudem besitzen die Bears immer noch eine starke Defense, jedoch braucht auch diese mal eine Verschnaufpause während des Spiels und auch hierfür benötigt man eine Offense, die länger als drei Downs auf dem Feld verharrt.

Griese ist jetzt seit zehn Jahren in der Liga und kam vor der letzten Saison aus Tampa Bay, wo er von Chris Simms verdrängt wurde und seine beste Zeit hatte er bei den Denver Broncos, wo er der erste Nachfolger der Legende John Elway war, nachdem dieser nach dem Triumph in Super Bowl XXXIII Im Jahr 1999 zurücktrat. Seine erste Bewährungsprobe hat der neue Starter am Sonntag bei den Detroit Lions im Ford Field in Detroit, MI.

Mittwoch, 19. September 2007

Eine Win-Win Situation

Die Dallas Cowboys einigten sich mit dem in die Schlagzeilen geratenen Defensive Tackle Tank Johnson auf einen Zweijahresvertrag. Johnson wurde vor einer Weile von den Chicago Bears nach einer Reihe von Skandalen, wie dem illegalen Besitz eines Waffenarsenals, Trunkenheit am Steuer und dem Besitz von Marihuana entlassen und bekommt nun von Jerry Jones, dem Besitzer der Cowboys, ebenso eine zweite Chance, wie vor einem Jahr Terrell Owens, der ja vor seiner Zeit in Dallas auch für einige negative Schlagzeilen gesorgt hatte – doch er tat zumindest nichts Illegales. Johnson wird aber erst ab Woche neun zur Verfügung stehen, da er wegen besagter Fehltritte von Commissioner Roger Goodell für die ersten acht Spiele wegen Rufschädigung der NFL gesperrt wurde.

Was heißt das nun also für beide Parteien? Die Cowboys brauchten einen zuverlässigen Nose Tackle in ihrer 3-4 Defense, nachdem man Jason Ferguson ja schon in Woche eins für den Rest des Jahres verlor und mit Johnson sollte man diese Lücke schließen können, schließlich war er ja auch Starter in Chicago und wenn man da eines kann, dann ist es verteidigen! Das Team löst somit also wohl sein größtes Problem in der Defense.

Für Tank Johnson ist es aber gleich in mehrerer Hinsicht von Vorteil, diesen Job bekommen zu haben, denn zum einen brauchte er ein neues Team, nachdem er in Chicago alle Chancen und Sympathien verspielt hatte und zum anderen ist Texas ideal für sein Leben außerhalb des Platzes, denn betrachten wir es, wie es ist: In Texas darf an sich jeder Idiot 'ne Waffe tragen, hier muss er sein Waffenarsenal also nicht mal mühsam zu Hause oder im Kofferraum seines Wagens verstecken – er kann sogar in der Öffentlichkeit mit 'ner Kanone am Gürtel rumlaufen! Wie gesagt, das ist eine echte Win-Win Situation! Nur von seinem Marihuana Besitz (und wohl auch Konsum – wozu sollte er das Zeug sonst massenhaft horten?) muss er wohl Abstand nehmen, denn sowas hat Ricky Williams ja nun schon mehrfach Pausen eingebracht…

 

Freitag, 14. September 2007

Strafe für Belichick und die Patriots ein Witz

Commissioner Roger Goodell entschied, dass die Patriots eindeutig gegen die Regeln verstoßen haben, indem sie einen Kameramann an der Seitenlinie stehen hatten, der explizit die Defensiv-Signale der Coaches auf Seiten der New York Jets aufgezeichnet hatte. Dies ist seit dieser Saison verboten.

Nun gut, sie hätten also evtl. einen Vorteil im nächsten Spiel gehabt, aber sicher nicht am letzten Sonntag, wodurch die sportliche Beeinflussung durch diesen Vorfall doch eher gering war. Aber die Strafe, die Goodell Bill Belichick und den Patriots auferlegte, war doch eher lächerlich und keineswegs abschreckend oder tiefgreifend.

Bill Belichick muss eine Rekordstrafe von 500.000 $ entrichten, während die Patriots zusätzlich 250.000 $ zahlen müssen. Und außerdem verlieren sie bei Erreichen der Playoffs ihren Erstrundenpick im Draft 2008, sollten sie diese verpassen, den zweiten und dritten Pick. Wenn man nun davon ausgeht, dass die Patriots wohl nicht nur die Playoffs erreichen, sondern evtl. sogar den Super Bowl gewinnen, verlören sie also nur den 32. Pick – was noch weniger gravierend ist, wenn man bedenkt, dass die Patriots ja auch noch den ersten Pick der 49ers haben, der aller Voraussicht nach in den Top 15 liegt.

Alles in allem kommen die Patriots also mit einem blauen Auge davon und werden in Zukunft wieder besser aufpassen müssen, wenn sie andere Teams ausspionieren – die Konkurrenz schafft es ja auch…

Mittwoch, 27. Juni 2007

Lions gewinnen mehr als zehn Spiele!

Momentan herrscht ja eher Nachrichtenflaute, was die NFL angeht und so ist es auch zu erklären, dass hier im Blog länger nichts gelaufen ist und zu den neuerlichen Eskapaden von Pacman Jones und Tank Johnson will ich mich einfach nicht mehr äußern, denn hier soll es ja um den Sport gehen und nicht etwa um die Vergehenskataloge der beiden, die offenbar ohnehin den Schuss nicht gehört zu haben scheinen. Da aber beide wohl kaum in der neuen Saison spielen werden, soll mich das jetzt aber auch nicht weiter beschäftigen!

Daher trifft es sich ganz gut, dass Jon Kitna, QB der Lions, ein Interview gegeben und uns von der Stärke seiner Mannschaft unterrichtet hat! Denn aus seiner Sicht ist es eine Selbstverständlichkeit, dass die Detroit Lions in der kommenden Spielzeit nicht nur eine Winning Season hinlegen werden, sondern auch noch mehr als zehn Spiele gewinnen!

Das hat gesessen! Der Hauptgrund dafür ist natürlich die Verpflichtung vom designierten Offensive Rookie of the Year, Wide Receiver Calvin Johnson, der laut Kitna einen Einfluss haben wird, der mit dem von Reggie Bush aus der letzten Saison zu vergleichen ist. Zehn Siege sind also das Minimum. Das hört sich ja ganz interessant an, aber ist es auch in irgendeiner Form realistisch? Na ja, schauen wir doch mal auf den Spielplan der Lions und überlegen mal, wie viele Siege aus objektiver Sicht drin sind...

Bereits in Woche eins müssen die Lions nach Oakland, wo sie auf die generalüberholten Raiders treffen. Also hier wäre schon mal die Gelegenheit für den ersten Sieg, denn Oakland ist keine Übermannschaft, Detroit aber auch nicht. Hier sind die Chancen mit 50/50 aber schon ziemlich gut, wenn man mal auf die weiteren Gegner schielt.

Dann empfängt man die Minnesota Vikings, gegen die sie sicher nicht als Favorit ins Spiel gehen, aber eine Überraschung ist möglich, womit man bestenfalls schon nach Woche zwei, zwei Siege haben könnte. Doch dann spielt man in Philadelphia und Washington sowie zu Hause gegen die Bears und danach wird man wohl mit einer 2-3 Bilanz in die Bye Week gehen.

Danach hätten sie an Thanksgiving die nächste realistische Gewinnchance gegen die Packers, wobei ich die auch als stärker einschätze, so dass man nach dem amerikanischen Lieblingsfeiertag durchaus bei 2-9 stehen könnte, womit die zehn Siege schon einmal für die Füße wären. Danach spielt man noch in Minnesota und in Green Bay, so dass vielleicht am Ende vier Siege möglich wären, ich würde aber spontan auf zwei bis drei Tippen...

Dies wird aber nicht nur an der starken Konkurrenz liegen, sondern vor allem auch am eigenen schwachen Team, denn was hat sich denn verändert im Vergleich zur letzten Saison? Kitna ist immer noch der Quarterback und der hat es ja unter anderem geschafft, ein Spiel zu verlieren, in dem er nur die Zeit hätte auslaufen lassen müssen, stattdessen aber lieber eine Interception warf, die den Gegner doch noch auf die Siegesstraße brachte (ich habe nur leider den Gegner vergessen)...

Und nichts gegen "CJ", aber meint Kitna wirklich, dass die Konkurrenz so dämlich ist und ihn nicht in Double oder Triple Coverage nimmt, sobald er mehr als zwei- bis dreimal im Spiel den Ball bekommt? Dann könnte man zwar auf Roy Williams ausweichen, aber der hat auch nicht wirklich häufig überzeugt und auch Tatum Bell wird ohne großartige O-Line nicht so wahnsinnig effektiv sein. Die Defense lasse ich jetzt mal unerwähnt, denn ligaspitze ist diese auch nicht.

Wir fassen zusammen, Kitna geht von 10+ aus, realistisch sind aber höchstens vier Siege, wenn nicht irgendetwas ganz außergewöhnliches passiert und es sei erwähnt, dass diese Zahl vier eine sehr optimistische Schätzung meinerseits ist!

Dienstag, 5. Juni 2007

Besser spät als nie…

Tank Johnson, Defensive Tackle der Chicago Bears, wurde von Commissioner Roger Goodell im Zuge der neuen „Personal Conduct Policy“ für die ersten acht Spiele der neuen Saison suspendiert. Die Begründung dafür liegt wohl auf der Hand, denn mit seinen diversen Anzeigen wegen Vergehen im Straßenverkehr, Erregung öffentlicher Ärgernisse und natürlich dem Besitz eines ganzen Arsenals von Waffen und seinen Marihuanabeständen, hat er nicht nur seinen Ruf massiv beschädigt, sondern auch das Ansehen der Chicago Bears und der ganzen NFL gefährdet. Er ist damit einer der ersten, der die neue Handhabe bei schweren Vergehen außerhalb des Sports zu spüren bekommt und dient damit natürlich als eine Art Exempel.

Diese neue Politik ist eine klare Reaktion auf die sich immer mehr häufende Tendenz, dass Spieler mit dem Gesetz in Konflikt geraten und so für negative Schlagzeilen sorgen, die natürlich keiner haben will, schließlich geht es für die NFL nicht nur um den Sport, sondern auch um sehr viel Geld und um dieses auch weiterhin generieren zu können, pflegt man natürlich nur allzu gerne das Saubermannimage – politische Korrektheit ist in den Staaten sowieso das A und O…

Jetzt kann man natürlich fragen, warum gerade Tank Johnson gesperrt wird, wo doch so viele andere, vor allem in Diensten der Cincinnati Bengals, ebenfalls regelmäßig in Konflikte geraten, doch eigentlich muss die Frage eher lauten, wieso man erst jetzt damit anfängt! Denn dieses ganze Theater geht ja schon sehr viel länger und wo man hinkommt, findet man immer mal wieder Nachrichten von Sportlern, die sich Rangeleien in Bars liefern und auch gerne mal in Schießereien verwickelt sind und nie wurde wirklich etwas unternommen. Doch nun zog man die Notbremse und installierte eben diese neue Politik, die dem Commissioner das Recht einräumte, auch außersportliche Vergehen zu ahnden und ich bin mir fast sicher, dass davon noch einige andere Spieler betroffen sein werden. Weitere Beispiele für die neue Konsequenz sind natürlich Bengals Wide Receiver Chris Henry, der für vier Spiele gesperrt wurde und natürlich „Pacman“ Jones von den Titans, der das ganze Jahr aussetzen wird, im Prinzip wegen grober Dämlichkeit (allerdings steht da noch die Berufungsverhandlung aus)…

Alles in Allem ist es gut, dass jetzt was unternommen wird, denn so konnte es nicht weitergehen, besonders wenn man an Broncos Cornerback Darrent Williams denkt, der in der Silvesternacht erschossen wurde, nachdem er in einer Bar in eine Auseinandersetzung geraten war. Allerdings sieht man an diesem Extrembeispiel, dass es doch sehr spät war für diese Erkenntnis.

Mittwoch, 23. Mai 2007

Keyshawn sagt leise servus...

Einer der größten Exzentriker der Liga, Keyshawn Johnson, hat das wahr gemacht, was er nach Ende der letzten Saison schon einmal angedeutet hatte - er beendete seine Karriere!

Kurz nach dem NFL Draft wurde er von den Carolina Panthers entlassen, da man mit Dwayne Jarrett von der USC quasi seinen Nachfolger geholt hatte. Doch in den letzten Wochen wurde eigentlich nur wild darüber spekuliert, wo er denn hingehen würde, dass es ESPN sein wird, wo er nun als Experte auftreten wird, hätte keiner gedacht!

Packers waren angeblich dran, doch letztlich entschied sich Johnson dafür, seine Karriere zu beenden. Eine Karriere, die sowohl von Erfolgen, als auch von großem Egoismus geprägt war, denn seinen John Im Gespräch waren u. a. den Tennessee Titans, aber auch die Oakland Raiders und Green BayNickname "Meshawn" trug er nicht umsonst, was auch dazu führte, dass ihn CoachGruden nach dem Super Bowl Erfolg der Buccanneers im Jahr 2003 an die Luft setzte. Anschließend spielte er noch bei den Cowboys und wurde dort entlassen, weil man mit TerrellOwens einen weiteren Exzentriker bekam, der noch viel extremer daherkommt als Meshawn, aber wem sage ich das?!

Sein Wahlspruch war stets: "Give me the damn Ball!" und damit verabschieden wir uns vom Wide Receiver Keyshawn Johnson, der seine Karriere bei den New York Jets begann und es dabei auf 10571 Yards bei 814 Receptions und 64 Touchdowns brachte.

Dienstag, 22. Mai 2007

Arlington bekommt den 2011 Super Bowl

Dallas bekommt also endlich einen Super Bowl und das nach so vielen Jahren, in denen dies aufgrund der Witterung im Frühjahr nicht möglich war. Texas Stadium in Irving, TX ist zwar auch groß, doch hat es keine Komplettüberdachung und daher ist es eben einfach zu kalt.

Das neue eine Milliarde $ teure Stadion im Nobelort Arlington hingegen wird ein verschließbares Dach haben und zudem bietet es Platz für sage und schreibe 100.000 Zuschauer, womit es die anderen Bewerber aus Indianapolis, IN und Glendale, AZ deutlich ausgestochen hat. Indy bekommt im Jahr 2008 einen neuen Dome und in Glendale findet ja schon im kommenden Februar Super Bowl XLII im neuen University of Phoenix Stadium statt. Das neue Stadion in Arlington wird im Übrigen in 2009 eröffnet und wird dann die neue Heimstätte der Dallas Cowboys sein.