Also eines hat sich am gestrigen Sonntag mal wieder bewahrheitet: Die NFL ist alles andere als langweilig!
Houston mit ersten 2-0 Start überhaupt!
Wer hatte das für möglich gehalten? Die Houston Texans schafften es zum ersten Mal in ihrer Geschichte (seit 1999), ihre ersten beiden Spiele der Saison zu gewinnen. Gegner waren dieses Mal die Carolina Panthers, die gleich stark begannen und mit 14-0 in Führung gingen – Steve Smith erzielte beide Touchdowns. Sein Gegenüber Andre Johnson ließ sich aber auch nicht lumpen und glich mit seinen beiden Scores des Tages aus. Kris Brown brachte die Gäste dann mit seinem 100. Field Goal 17-14 in Führung. Nach der Pause erhöhte Ahman Green mit seinem ersten TD für die Texaner auf 24-14 und die Vorentscheidung fiel dann direkt im Anschluss durch einen Fumble beim Kickoff Return. Der Ball landete irgendwie in der Endzone der Panthers und Wide Receiver Kevin Walter eroberte ihn zum Touchdown. Den Schlusspunkt setzte wieder Steve Smith mit seinem dritten TD des Tages, den er über 74 Yards erzielte – Endstand: 34-21. Die Texans sind nun wie gesagt 2-0 und dürfen sich, wenn sie weiterhin so konsequent arbeiten, vielleicht sogar Hoffnungen auf eine gute Saison machen…
96 Punkte in Cleveland
Im Jahr 2004 ließen es die Cleveland Browns und die Cincinnati Bengals schon einmal richtig krachen, als sie im Paul Brown Stadium insgesamt 106 Punkte auf die Punktetafel brachten und damit den höchsten Score in der Geschichte der NFL seit dem Zusammenschluss von AFL und NFL erzielten. Damals gewannen die Bengals mit 58-48. Dieses Mal spielte man in Cleveland und dieses Mal gewannen die Browns und zwar mit 51-45, was 96 Punkte ergibt, was wiederum der dritthöchste Score aller Zeiten ist!
Ich begnüge mich jetzt damit, die Topspieler herauszupicken, denn es ging so schnell hin und her, dass man gar nicht alles aufzählen kann! Den Vogel abgeschossen hat sicherlich Cincys Quarterback Carson Palmer, der 401 Yards warf und sechs Touchdowns vorbereitete! Er warf 33/50 und zudem zwei Picks – der Fantasy Owner in meiner Yahoo!-Liga durfte sich also über satte 75 Punkte von Palmer freuen. Ganz ehrlich, sowas habe ich noch nie gesehen! Chad Johnson fing elf Pässe für 209 Yards und erzielte zwei Touchdowns, während T.J. Houshmandzadeh acht Pässe für 69 Yards und ebenfalls zwei TD fing. Rudi Johnson lief zudem für 118 Yards.
Bei den Browns warf Derek Anderson für 328 Yards (20/33) mit fünf Touchdowns und einer Interception und hat damit seinen Job als Starter erstmal untermauert. Braylon Edwards fing acht Pässe für 146 Yards und schaffte es zweimal in die Endzone, während Tight End Kellen Winslow sechs Catches für 100 Yards und einen TD sammelte. Großartig war außerdem Jamal Lewis, der bei 28 Versuchen, 215 Yards erlief und dabei einen Touchdown erzielte.
Colts kommen mit blauem Auge davon
Die Indianapolis Colts schrammten nur knapp an einer Niederlage in Nashville, TN vorbei. Sie führten zwar fast das ganze Spiel über, doch am Ende hätte es fast noch gereicht für die Titans, die mit ihrer Offense deutlich machten, dass die Defense der Champions doch nicht so überragend ist, wie viele das nach dem Auftaktsieg gegen die Saints gedacht hatten…
Es taten sich immer wieder Löcher auf, in die die beiden Running Backs LenDale Wight und Chris Brown hineinstachen und als auch noch Vince Young andeutete, dass er den Ball tief werfen kann, waren ihm für seine Scrambles Tür und Tor geöffnet. Doch am Ende fehlte dem jungen Quarterback doch ein wenig die Coolness, denn hätte er beim letzten Play einen Pass zu einem der freien Receiver geworfen, bevor die Colts mit neun Mann auf ihn einstürmten, wäre man wohl Sekunden vor dem Ende noch einmal in Field Goal Reichweite gekommen, doch daraus wurde nichts und so gewannen die Favoriten doch noch mit 22-20.
Peyton Manning warf für 312 Yards, hatte einen Touchdown und eine Interception, wirkte aber nicht so souverän wie sonst, auch wenn sein Touchdown Pass zu Dallas Clark super aussah. Einen rabenschwarzen Tag hatte aber Kicker Adam Vinatieri, dem nicht nur der erste Extrapunkt geblockt wurde, sondern er verschoss auch noch ein Field Goal und hatte bei einem weiteren Glück, dass der Ball trotz Block noch über die Stange rutschte.
Die Colts sind also 2-0, müssen sich aber Gedanken um ihre Defense machen, denn so gut ist sie offenbar doch nicht…
Saints wieder enttäuschend
Man möchte fast sagen, der Lack ist ab, denn die New Orleans Saints verloren auch ihr zweites Saisonspiel sang- und klanglos, dieses Mal aber nicht gegen den Titelverteidiger, sondern gegen den letzten der NFC South in der abgelaufenen Saison, den Tampa Bay Buccaneers.
Die Bucs haben ein neues Traumduo, nämlich Jeff Garcia und Joey Galloway und das mussten die Saints neidlos anerkennen. Garcia warf zwei Touchdown Pässe und beide fing eben Galloway, wobei der erste eine großartige Einzelleistung des Wide Receivers war, denn er fing den Ball in der eigenen Hälfte und setzte sich dann gegen alle Verteidiger durch, die sich ihm in den Weg stellen wollten und brachte den Ball über 69 Yards in die Endzone – er wird einfach nicht älter! Insgesamt fing er zwar nur vier Pässe, doch erzielte infolge dieser 135 Yards! Zudem läuft der Cadillac langsam heiß, denn auch Carnell Williams schaffte es zweimal in des Gegners Endzone, so dass die Gastgeber recht früh alles klar machten. Ergebniskosmetik von Mike Karney und Marques Colston half da auch nicht mehr, so dass es am Ende 31-14 für Tampa Bay hieß. Tampa ist jetzt 1-1, die Saints 0-2, so dass deren einziger Hoffnungsschimmer die Tatsache ist, dass man noch kein Heimspiel hatte…
Rekord für Brett Favre
Offenbar hat Brett Favre nochmal einen Jungbrunnen gefunden, denn so wie er zurzeit auftritt, findet man keine Spur von Müdigkeit oder mangelnder Motivation. Er spielt in seinem Alter immer noch besser als viele jüngere und die Packers danken es ihm. Das Spiel begann aber für Favre mit einer Interception, doch die Giants konnten vor heimischer Kulisse nichts daraus machen. Im Gegenteil, Favre bekam den Ball schnell zurück und DeShawn Wynn erzielte seinen ersten Touchdown überhaupt in der NFL mit einem Run über sechs Yards. Das einzige wirkliche Lebenszeichen der Giants war dann ein 26 Yard TD von Plexico Burress in der Endzone, doch außer zweier Field Goals ließen die Packers in der Defense dann aber nicht mehr zu – Brett Favre hingegen drehte richtig auf!
Zunächst fand er Tight End Bubba Franks aus zwei Yards in der Endzone, dann traf er Donald Lee aus drei und die Krönung war dann sein Pass über zehn Yards auf seinen Lieblingsreceiver Donald Driver, womit Favre in diesem Spiel drei Touchdown Pässe abgab, womit er nun 417 hat, also noch drei bis zum Rekord von Dan Marino.
Den Schlusspunkt setzte wieder Wynn, so dass Green Bay mit 35-13 deutlich in New York gewann und für Brett Favre war es der 149. Sieg als Starter in der NFL, womit er Broncos Legende John Elway überholte und alleiniger Rekordhalter ist!
Patriots untermauern Favoritenstellung
Nach all dem Gerede über Videokameras und Spionage konzentrierten sich die New England Patriots wieder vollends auf Football und zeigten der Welt, wie unnötig doch die Diskussion der letzten Tage ist, ob die Patriots nur durch unlautere Mittel so erfolgreich waren und immer noch sind. Auch wenn die New York Jets wohl immer noch der Meinung sind, dass sie betrogen wurden und deshalb nicht gewannen, dürfte dem Rest der Welt nun endgültig klar sein, dass die Patriots vielleicht einfach ein klein bisschen (leicht untertrieben) besser sind als die Konkurrenz!
Direkt im ersten Drive gingen die Pats im heimischen Gillette Stadium mit 7-0 in Führung, nachdem Tom Brady Benjamin Watson in der Endzone fand. Den ersten Pass von Phillip Rivers hingegen fing Pats Linebacker Rosevelt Colvin, doch das anschließende Field Goal verschoss Stephen Gostkowski, was aber kein Problem war, denn schon die Serie danach schlossen die Gastgeber so ab, wie man es in diesem Jahr noch öfter sehen wird: Pass von Brady auf Randy Moss und Touchdown!
Durch ein Field Goal stand es dann 17-0 und kurz vor Ende der Halbzeit trug Adalius Thomas noch eine Interception über 65 Yards zum nächsten Touchdown zurück – er ist nicht nur groß und stark, sondern auch verdammt schnell! Es ging also mit 24-0 in die Pause…
Die Gäste zeigten zwar noch kleinere Lebenszeichen durch Touchdowns von Lorenzo Neal und Antonio Gates, doch Randy Moss zum zweiten und Sammy Morris hielten den Abstand bei 24 Punkten bis zum Ende – Endstand 38-14 für die Patriots!
Tom Brady kam auf 279 Yards (25/31) mit drei Touchdowns und einer Interception, wobei Randy Moss acht Pässe fing und neben seinen zwei Scores noch 105 Yards erzielte. Bei den Gästen war LaDainian Tomlinson ein weiteres Mal nicht existent, so dass die Hauptlast auf den Schultern von Rivers lastete, womit der offensichtlich nicht klarkommt.
Die Highlights des Sunday Night Games
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