Montag, 28. Januar 2008

Der Countdown läuft

Jungs und Mädels, es ist Super Bowl Week! Jetzt ist es nicht mal mehr eine Woche bis zum ersten Highlight des Jahres und so wird es Zeit, ernsthaft in die Berichterstattung einzusteigen…

Vorweg erstmal die Nachricht, dass New Englands Quarterback Tom Brady seinen orthopädischen Schutzstiefel wieder abgelegt hat und ohne zu humpeln, laufen kann! Allerdings war die Wahrscheinlichkeit, dass die Giants den Super Bowl gewinnen deutlich höher, als dass die Patriots ohne ihren MVP antreten würden. Er konnte zwar nach eigenen Angaben in der letzten Woche nicht trainieren, wird aber ganz sicher am Sonntag zum vierten Mal in einem Super Bowl auflaufen und versuchen, seinen vierten Ring einzusammeln.

Dann müssen wir uns bei Plaxico Burress bedanken, der im Prinzip das Schicksal seines Teams besiegelte mit seinem Hinweis, dass doch die Giants Wide Receiver mind. genauso gut wären wie deren Pendants auf Seiten der Patriots. Nun will ich gar nicht erst auf die Statistik schauen, denn das würde verheerend enden, aber Randy Moss alleine dürfte mehr Touchdowns erzielt haben, als alle Giants Receiver zusammen. Doch darum geht es eigentlich gar nicht, denn allein die Tatsache, dass schon wieder jemand meinte, vor dem Spiel einen Verbalangriff auf die Patriots starten zu müssen, lässt mich an dessen Verstand zweifeln, denn wenn die Patriots in einer Sache konsequent waren (worin eigentlich nicht?) in dieser Saison, dann war es, verbale Attacken im Vorfeld, auf dem Platz nicht nur zu begleichen, sondern vielmehr rigoros zu zerschmettern – auf sportlichem Wege versteht sich. Und da die Patriots Serientäter sind, denke ich mal, sie werden dem guten Plaxico die richtige Antwort geben…

Ansonsten bleibt für den Moment noch zu konstatieren, dass die Patriots seit gestern in Glendale sind, während die Giants heute anreisen werden. In den kommenden Tagen befasse ich mich dann mit den anderen wichtigen Dingen zum Spiel, etwa den Show Highlights, dem Media Day und natürlich meinem Preview zum Spiel. Also schaut wieder rein…

Montag, 21. Januar 2008

Patriots und Giants fahren nach Glendale

Es ist soweit, wir kennen die Paarung der 42. Ausgabe des Super Bowls am 3. Februar 08 in Glendale, AZ. Es sind die Patriots und die Giants. Heute schaue ich zurück auf die Championship Games und von da an geht das lange Warten auf den Sonntag in zwei Wochen los…

AFC Championship Game: San Diego Chargers vs. New England Patriots 12:21

Der Grund, warum die Patriots am 3. Februar die Chance haben, ihre vierte Lombardi Trophy zu gewinnen, ist einfach: Sie sind ein grandioses Team! Immer wenn man denkt, jetzt hätte der Gegner einen Weg gefunden, diese Einheit zu stoppen, tritt ein anderer Teil der Mannschaft in den Vordergrund und gleicht das aus, was ein anderer nicht geschafft hatte.

Gestern sahen wir vielleicht Tom Bradys schwächsten Auftritt überhaupt in den Playoffs, doch dafür spielte die Defense so dominant wie schon lange nicht mehr! Die Chargers kamen viermal verheißungsvoll in die Nähe der Endzone, doch New Englands Red Zone Defense ließ nichts außer Field Goals zu! Und wenn man gegen die Patriots keine Touchdowns erzielt, kann man auch nicht gewinnen!

Offensiv warf Brady erstmals in den Playoffs drei Picks, doch da Laurence Maroney wieder über 100 Yards erlief und Leute wie Kevin Faulk unglaubliche Plays schafften, blieben die Patriots auch im achten Spiel im Gillette Stadium im Januar ungeschlagen.

Allerdings muss man der Chargers Defense großen Respekt zollen, denn zum einen waren sie die ersten in dieser Saison, die Brady dreimal zu Interceptions zwingen konnten und zum anderen hat noch kein Team die "Pats" bei 21 Punkten gehalten! Doch wie gesagt, ohne eigene Touchdowns kann man dann eben trotzdem nicht gewinnen…

NFC Championship Game: New York Giants vs. Green Bay Packers 23:20

Es war klirrend kalt und beide Defensivreihen waren dominant, insofern war ein dramatisches Spiel vorprogrammiert. Der 90 Yard Touchdown von Favre auf Driver war beeindruckend, genauso die Leistungen der Giants Running Backs Brandon Jacobs und Ahmad Bradshaw, die zwar je nur knapp 60 Yards erzielten, dafür aber beide die Endzone fanden und in entscheidenden Situationen für guten Raumgewinn sorgten. Auch muss man Eli Manning wieder mal Respekt zollen, denn er hat wieder fehlerfrei gespielt (wobei Al Harris durchaus einen Pick hätte fangen können…) und sein Team über das Feld geführt.

Doch letztlich wird man nur an folgende Dinge denken, wenn man sich an dieses Spiel zurückerinnert: Zum einen das verschossene Field von Kicker Lawrence Tynes vier Sekunden vor dem Ende aus nur 36 Yards – das hätte der Genickbruch für die "G-Men" sein können! Dann der Moment, als die Packers die Seitenwahl vor der Overtime gewannen und somit den Ball bekamen. Anschließend die Interception von Brett Favre – es musste ja so kommen, nachdem er schon im Spiel wieder mal ein paar abenteuerliche Pässe warf, die einem auch da schon den Tag hätten verderben können und zu guter letzt, Lawrence Tynes mit seinem 47-Yarder zum Sieg!

Es ist tragisch, dass die lebende Legende Brett Favre nach seiner besten Saison seit Jahren diese dann doch mit einem schweren Fehler, den wir von ihm so selten gesehen hatten in diesem Jahr, beendete. Auf der anderen Seite war dies das erste Field Goal eines Gastteams im Lambeau Field in den Playoffs aus 40 oder mehr Yards. Alle 16 Versuche vorher aus dieser Distanz (inklusive Tynes Versuch aus 43 Yards gestern) gingen nicht durch die Stangen. Mehr Dramatik kann es eigentlich nicht geben! Und für die Giants war es der zehnte Auswärtssieg in Serie (Rekord) und sie sind das erste NFC Wild Card Team im Super Bowl seit über 30 Jahren…

So werden sich also die Patriots und Giants wiedersehen, nachdem man sich erst in Woche 17 begegnete und die Patriots ihre Perfect (Regular) Season clinchen konnten – nun könnten sie gegen den selben Gegner auch die komplette Perfect Season sicherstellen. Doch das ist Zukunftsmusik, jetzt schicke ich erstmal meine Glückwünsche an Bill Belichick, Tom Coughlin und ihre beiden Teams und verweise darauf, dass ich in den kommenden zwei Wochen hin und wieder ein paar Dinge zum anstehenden Super Bowl zum besten geben werde…

 

Samstag, 19. Januar 2008

NFC Championship Preview

Gestern blickten wir auf das AFC Championship Game, heute schauen wir auf das entscheidende Spiel der NFC.

New York Giants vs. Green Bay Packers

Dieses Spiel wäre an sich schon ziemlich spannend, wenn man bedenkt, dass die Giants in den letzten Wochen groß aufspielten und alle bis auf ein Auswärtsspiel in dieser Saison gewannen und aufgrund der Tatsache, dass Green Bay eine grandiose Saison gespielt hat. Doch der Faktor Wetter macht das ganze noch ein wenig interessanter, denn bei geschätzten -15° bis -20° C und wohl ordentlichem Schneefall könnten auch mal Dinge passieren, die unter normalen Umständen nicht passierten, wie es Packers Quarterback Brett Favre umschrieb.

Giants

Die "G-Men" gewannen in Dallas ein Spiel, in dem sie eigentlich in allen statistischen Kategorien unterlegen waren und an sich auch nur drei wirkliche Angriffsserien zustande brachten, doch das reichte für drei Touchdowns, während die Cowboys vieles liegen ließen, wobei auch die Giants Defense ziemlichen Anteil daran hatte.

Offensiv dürfte das Wetter jetzt nicht so groß von Nachteil sein, denn man setzt sowieso lieber auf den Lauf oder lässt Eli Manning kurze Pässe werfen. Man wird aber auf den Pass Rush aufpassen müssen, denn Kabeer Gbaja-Biamila und allen voran Pro Bowler Aaron Kampman sind schwer zu halten und so stabil ist die Giants Offensive Line jetzt nicht. Also muss man den Lauf etablieren. Inwiefern dann die Receiver wie Amani Toomer und Plaxico Burress bei schlechten Verhältnissen produzieren können, wird man sehen, aber viele tiefe Pässe erwarte ich nicht…

Defensiv ist das Prunkstück natürlich die Defensive Line, die es mit einer starken O-Line vor Brett Favre zu tun bekommen wird. Osi Umenyiora und Michael Strahan müssen hier einfach Druck ausüben, denn Favre ist auch im Schnee brandgefährlich, wie die Seahawks in der letzten Woche erkennen mussten. Zudem muss man Running Back Ryan Grant einfach irgendwie stoppen, denn dem scheint Schnee nichts auszumachen, was seine mehr als 200 Yards eindrucksvoll unterstrichen. Zudem müssen die Backups in der Secondary einen guten Tag erwischen, denn sonst hilft das ganze Run stoppen herzlich wenig.

Packers

Die Packers spielen zu Hause in den idealen Bedingungen für Football in Green Bay, auch wenn das sicherlich für niemanden wirklich angenehm ist. Sie kommen damit aber klar und nur das ist es, was zählt.

Offensiv wird wieder vieles über Grant gehen, denn das schafft Räume und Zeit für Favre, der ja auch noch im Fallen gefährlich ist, jedoch sollte er es damit nicht übertreiben, denn sowas kann auch ganz leicht richtig schief gehen und gerade im Championship Game, dass man in Green Bay seit der Saison 1997 nicht mehr erreicht hatte, wäre so etwas fatal. Ein großer Vorteil könnte jedoch gerade der Pass sein, denn drei Viertel der Giants Secondary besteht aus Backups, da Starter wie Sam Madison verletzt ausfallen. Gegen die Cowboys hat das funktioniert, doch da wurde die Pocket auch immer relativ schnell durchbrochen und Tony Romo stark bedrängt, doch ich bezweifle, dass man an Green Bays Offensive Line so schnell vorbeikommt, denn diese spielte zuletzt grandios!

Defensiv heißt das Motto ebenfalls, den Lauf zu unterbinden, was gegen einen Wandschrank wie Brandon Jacobs natürlich schwer ist, doch mit Linebacker wie Nick Barnett und A. J. Hawk sollte das gehen. Dann kann man mit den o. g. Defensive Ends großen Druck auf Manning entfachen, was den sicherlich nervös machen könnte, womit die Defensive Backs ins Spiel kommen und hier sind Al Harris und Charles Woodson mit die besten, die man in der Liga findet – und vergessen wir nicht Atari Bigby, der gegen Seattle an fast jeder Aktion beteiligt war.

Prognose

Unter normalen Umständen würde ich sagen, es wird eine klare Angelegenheit für die Packers, da aber Schneeverwehungen und was da noch alles kommen könnte, alles andere als normal sind, ist das Spiel relativ offen. Wer weniger Fehler macht, fährt nach Glendale und ich glaube, das werden die "Cheeseheads" sein, doch es dürfte ziemlich knapp werden!

Freitag, 18. Januar 2008

AFC Championship Preview

Es ist soweit, Championship Sunday steht vor der Tür und wir werden bald wissen, wer zum Spiel der Spiele, dem Super Bowl, fährt.

San Diego Chargers vs. New England Patriots

In der AFC treffen die San Diego Chargers auf die New England Patriots und wir haben wieder mehrere Stories, die erzählt werden wollen im Vorfeld dieses Spiels. Da wäre etwa die Revanche aus Sicht der Chargers für die Niederlage im letztjährigen Divisional Game zu Hause, nachdem einige Patriots Shawne Merrimans "Lights out Dance" auf dem großen Chargers Logo vollführten. Außerdem wird es sicherlich auch wieder einige Stimmen geben, die auf den nicht vorhandenen Erfolg von Norv Turner in den Playoffs hinweisen. Ach ja, dann wäre da noch die Chance der Patriots, als erstes Team in der Geschichte 19-0 zu gehen, ihr seht also, es ist einiges geboten. Doch wie können die Teams ihr Spiel gewinnen? Schauen wir mal…

Chargers

Die Chargers schlugen mit dem Backup Quarterback und den Backup Running Backs den Titelverteidiger, die Indianapolis Colts, in dessen Haus und dieses Personal wird evtl. auch am Sonntag auftreten, denn das Spiel am letzten Sonntag hat einige Wunden hinterlassen.

Offensiv wird es wohl erst kurzfristig eine Entscheidung geben, ob Philip Rivers spielen kann oder doch Billy Volek das Team in die Schlacht führt. LaDainian Tomlinson wird dagegen relativ sicher auflaufen, doch wie fit er ist, erscheint genauso fragwürdig wie der Zustand von Antonio Gates, der gegen Indy zwar mitwirkte, aber aufgrund seiner Fußverletzung kein großer Faktor war. Es erscheint aber unabdingbar, dass "LT" topfit ist, denn ansonsten käme man wieder in die Situation, den/die Quarterback(s) mehr Pässe werfen zu lassen, als gut sein kann, denn obwohl die Patriots Defense nicht so schnell ist wie die der Colts, so ist sie jederzeit in der Lage, ein Big Play zu schaffen und ein Spiel zu entscheiden. Die Chargers müssen das Laufspiel etablieren, um zumindest die älteren Linebacker der Patriots ins Schwitzen zu bringen, das ist die größte Schwäche dieses Teams!

Defensiv gilt das gleiche wie für alle Teams, die gegen die "Pats" antreten: Fangt an zu beten! Die Jaguars haben ihre Sache schon recht gut gemacht und den tiefen Pass weitestgehend verhindert, aber dafür mussten sie eben die kurzen Pässe hinnehmen, die ihnen das Genick brachen. Die Chargers werden extrem aggressiv über außen blitzen und so versuchen, Tom Brady aus der Ruhe zu bringen, doch das haben schon andere versucht. Antonio Cromartie wird wohl die meiste Zeit direkt gegen Randy Moss spielen und damit wohl seiner bisher größten Herausforderung gegenüberstehen, denn dieser Receiver ist nicht nur größer und schwerer als er, er ist auch mind. genauso schnell…

Patriots

New England hat am letzten Wochenende einmal mehr bewiesen, dass man unberechenbar ist. Selbst wenn der Gegner glaubt, alles gesehen zu haben, kommt Offensive Coordinator Josh McDaniels wieder mit etwas ganz neuem, wie etwa der "Statue of Liberty". Zudem sind alle, die nicht auf der IR sitzen, einsatzbereit.

Die Offense wird sicherlich gegen San Diego wieder etwas mehr Platz haben, denn die Chargers werden blitzen und das ziemlich oft. Das wird Lücken reißen und hier kommen dann Leute wie Wes Welker, Jabar Gaffney, Donte' Stallworth oder eben die Running Backs Kevin Faulk und Laurence Maroney ins Spiel. Tom Brady wird sich schneller vom Ball trennen müssen, was zu vielen Screens führen könnte oder eben wieder den "Drops", die den Jaguars den Tag verdarben. Peyton Manning machte unter diesem Druck Fehler in Form von ungenauen Pässen, doch ich denke bei Tom Brady ist diese Gefahr aus Erfahrung nicht so groß. Zudem hat er eine verdammt gute O-Line, die ihm schon die nötige Zeit geben wird. In Red Zone Situationen dürfte Tight End Ben Watson erste Option sein, denn die Safeties der Chargers haben Probleme mit starken Tight Ends und wer glaubt, Randy Moss wird wieder nur bei einem Catch bleiben, der könnte enttäuscht werden…

Defensiv wird man alles daran setzen, den Lauf zu stoppen, um Rivers oder Volek zum Passen zu zwingen, denn trotz der neuen Option Chris Chambers und dem erstaunlich gut gewordenen Vincent Jackson, gelten beide QB nicht unbedingt als Topspieler. Also muss man sie zu Fehlern zwingen. Aufpassen muss man aber auf kurze Screens, wie man sie gegen die Colts gesehen hat, denn hierbei kann gerade Darren Sproles gefährlich sein.

Prognose

Einige Experten versuchen, das Momentum auf die Seite der Chargers zu schreiben, doch trotz der acht Spiele andauernden Siegesserie fällt es mir schwer, dass so zu akzeptieren, denn immerhin haben die Patriots die letzten 17 Spiele gewonnen und damit alle in dieser Saison, wer sollte da also mehr Selbstvertrauen haben? Ich denke, die Patriots gewinnen klar und gehen in den Super Bowl, denn alles in allem kann man deren Offense nicht stoppen und auf der anderen Seite werden angeschlagene Stars gepaart mit Backups nicht reichen, um die "Pats" Defense entscheidend zu überwinden.

Montag, 14. Januar 2008

Divisional Playoffs Warpup: Sonntag

Man könnte diesen Beitrag auch "Upset Sunday" nennen, denn beide vermeintlichen Außenseiter haben sich tatsächlich durchgesetzt, doch schauen wir uns das mal im Einzelnen an…

San Diego Chargers vs. Indianapolis Colts 28:24

Also vorweg, Antonio Gates und Marvin Harrison waren beide aktiv, aber nicht die entscheidenden Faktoren. Harrison hat zwar einen kostbaren Fumble fabriziert, der letztlich einen Touchdown der Chargers zur Folge hatte, aber ansonsten kam erwartungsgemäß nicht viel von ihm. Entscheidend war vielmehr, dass die Chargers trotz massiver Behinderungen dieses Spiel nicht abschrieben, während auf Seiten der Colts jemand ein altes Klischee bestätigte…

Ich ziehe meinen Hut vor der Leistung der Gäste, denn im Prinzip haben sie diesen Sieg ohne LaDainian Tomlinson errungen und den Game Winning Drive ohne Philip Rivers, der bis dahin super aufgelegt war, doch am Ende war es Backup Quarterback Billy Volek, der das Team zum entscheidenden Touchdown führte. Die Offensive Line stand wie eine eins und so konnte die Defense nie wirklich zum Quarterback vordringen. Der hatte dann genügend Zeit, um präzise Pässe zu werfen, etwa auf Vincent Jackson, der es auf sieben Catches für 93 Yards brachte.

Auf der anderen Seite zeigte sich die Defense der Chargers wie immer total aggressiv, lies damit Peyton Manning aber auch größere Lücken, die er anfangs sehr gut ausnutzte. Er brachte seine ersten 14 Pässe erfolgreich zum Mann und man dachte schon, er würde ähnlich wie Tom Brady am Vortag, eine vorzügliche Leistung abliefern, doch dann begann er zu wackeln, warf unglückliche Interceptions und hätte sogar mehr als zwei abgeben müssen, wenn die Defense etwas mehr Glück gehabt hätte. Doch was deutlich wurde, war, dass Manning eindeutig die Präzision fehlte, so überwarf er einen völlig offen stehenden Reggie Wayne deutlich.

Letztlich kam es dann auf ihn an, denn man bekam den Ball in den letzten zwei Minuten des Spiels noch einmal, doch nach einem abermaligen vierten Versuch, scheiterte man endgültig und hat nun Ferien. Das wird wieder Wasser auf die Mühlen derer Spülen, die Peyton Manning in den Playoffs Nervenschwäche nachsagen, denn die Bilder sprachen Bände…

Die Chargers hingegen schaffen die Überraschung und spielen am nächsten Sonntag bei den Patriots um den Einzug in Super Bowl XLII.

New York Giants vs. Dallas Cowboys 21:17

Die vormals so schwache Defense der Giants war gestern der entscheidende Faktor, um im Texas Stadium zu gewinnen und ins NFC Championship Game einzuziehen.

Offensiv spielte Eli Manning wieder die Rolle, in der er zuletzt überzeugte, nämlich den sachlichen Game Manager, der das nimmt, was ihm angeboten wird. Das war gestern nicht wahnsinnig viel, aber es reichte für drei Touchdowns – der entscheidende war der dritte durch Brandon Jacobs. Den gefühlten Rest der Zeit war Dallas in Ballbesitz, doch es lief nicht immer wirklich rund.

Die Giants brauchten eine Weile, kamen denn in Halbzeit zwei aber doch zu Tony Romo durch, in Person von Osi Umenyiora etwa. Man setzte ihn permanent unter Druck und er zeigte Wirkung. Seine Pässe waren häufig schlecht getimt, zu hoch, zu kurz, zu lang – von allem etwas. Außerdem steckte er unnötige Sacks ein, in dem er zu lange mit dem Ball rumlief, anstatt ihn einfach wegzuwerfen – das tat er dann später innerhalb der Pocket ohne einen Receiver in der Nähe zu haben, wofür er eine klare Strafe für "Intentional Grounding" bekam. Den Abschluss bildete die Interception wenige Sekunden vor Schluss – doch ob R.W. McQuarters diesen Ball nun fängt oder ihn einfach zu Boden schlägt, war in diesem Moment herzlich egal, denn es war sowieso der vierte Versuch.

Die Cowboys sind wieder draußen, Romo und Head Coach Wade Phillips bleiben weiterhin ohne Playoffsieg und stellvertretend für alle Kolumnisten in den Staaten, stelle ich nun die Frage: "War der Trip nach Cancun (MEX) wirklich sinnvoll?" Ich meine, an sich können die machen, was sie wollen, aber allein der Medienrummel, den das ausgelöst hat, war ganz sicher eine zu große Störung für die Mannschaft und positiv auf die Leistung hat er sich auch nicht ausgewirkt – oder sehen wir das als weiteres Indiz, dass Romo zusammenbricht, wenn es wirklich mal um was geht? Diese Frage werden wir erst in Zukunft beantworten können, denn jetzt fehlen uns dafür noch genügend Anzeichen, aber er muss aufpassen, dass er nicht ganz schnell vom "Hero" wieder zum "Zero" wird…

In Wisconsin wird man sich aber sicherlich sehr gefreut haben über dieses Ergebnis, denn somit steigt das NFC Championship Game im Lambeau Field, vielleicht ja auch wieder im Schnee, wir werden sehen…

Eine kleine Anmerkung noch, weil es ein absolutes Novum ist: Seit es das Divisional Playoff Format gibt, hatte bis gestern noch nie der Nummer eins Seed der NFC dieses Spiel verloren!